Ich gestehe, dass mir Nichtstun nicht leicht fällt. Immer hockt da der leise Innere Zensor, der mich antreibt, etwas Sinnvolles zu tun. Jetzt, mit dem neuen Buchprojekt, würde ich allerdings und sowieso am liebsten immer nur an der Kiste hocken und schreiben. Geht natürlich nicht, weil ich ja auch noch anderes tun muss, soll, will. Oder eben auch mal nichts tun.
Gestern hat mir Irgendlink gezeigt, wie das geht. Und was tue ich, derweil er auf dem Nichtstu-Sofa nichts tut? Ich zeichne. Ihn. Beim Nichtstun.

Heute habe ich den Vorsatz gefasst, jeden Tag mindestens eine Stunde zu schreiben. Am Buch. (Inzwischen habe ich schon mehr als 2000 Wörter.) Oder etwas anderes Kreatives zu tun.
Wenn ich schon nicht Nichtstun kann, dann will ich wenigstens etwas tun, das mir Freude macht und mir ein gutes Gefühl gibt. Ich habe viel zu lange nichts Kreatives mehr getan – weder sinnlos noch absichtlich. Höchste Zeit also, wieder mit Farben und Buchstaben rumzuwerkeln.
[Aber nun gehen wir raus, ziehen dem Autochen die Winterschuhe an und genießen den sonnigen Tag.]
Erstaunlich, daß ein so „Getriebener“, so oft Unterwegser auch so ein wundervoller Müßiggänger ist. Oder?
Ja, da sagst du was sehr Wahres. Und dazu so undogmatisch.
Ich bin Meisterin im Nichtstun. Wobei das meist aus Musik hören und lesen besteht, also ist Nichtstun doch immer Etwas tun, deshalb bevorzuge ich den Begriff „mich treiben lassen“.
Eben. Gar nichts tun ist schwer. Mich treiben lassen ist ein toller Begriff. Das kann ich ein bisschen besser als gar nichts tun.
Danke, du Meisterin!
In der Sprechblase steht: „Das Sofa hat mich so lieb“. Auf was bezieht sich das „Sofa“? Auf das Bett, dass ich Wohnzimmer steht und auf dem man liegen kann, oder bezieht sich das „Sofa“ auf „Sofasophia“?
Hihi, nun ja, es ist genaugenommen jenes Sofa, auf dem alles anfing. Wobei, weitergedacht, ist es auch sie, die SoSo, die ihn lieb hat. Nicht nur heute.
Danke für den Doppelsinn!