Neulich getagebucht: „Oft fühle ich mich im falschen Leben, im falschen Film. Wo habe ich überhaupt noch das Gefühl von richtig in meinem Leben? Wo, wann, wie … Ob es für Spurensuchen dieser Art auch GPS gibt?“
Na ja, es sind ja nicht die in Koordinaten messbaren Orte, die bewirken, dass ich mich hier richtig und dort daneben fühle … Obwohl es natürlich Orte gibt, wo ich mich besonders wohl fühle. So geht es mir mit Menschen. Mit Gruppen. Mit Einzelpersonen.
Ich weiß, dass ich ein GPS des Herzens irgendwo in mir drin habe, im Bauch oder im Herz, mein ganz persönliches Stimmgerät, meinen eigenen Seismographen … Bin ich auf der richtigen Frequenz, in Kontakt mit mir selber, erfahre und verstehe ich alles Mögliche über mich und meine Leben. Wenn nicht, dann nicht.
Spannend zwar auf diese Mitteilungen zu hören, nur lassen sie sich oft genug nicht in die Realität übertragen. Ich kann ja nicht immer alles stehen und liegen lassen, wenn ich in einer Sitzung nicht mehr mitschreiben mag. Müsste ich also statt der Umstände meine Haltung neu ausrichten, Norden neu definieren, den Grundton neu bestimmen, neu stimmen und meine Realität schönen und beugen, bis sie passt? Oder ich in sie reinpasse?
Ooops, sooo viele Diskrepanzen … Oder bloß ein Muster, das ich noch nicht begreife? Wie andere wohl damit umgehen?
Gar nicht übel,
echte Reflexion [Wieder- bzw. Nierbeugung]
ein gewisses Gefühl, warum die Chinesen von fünf Himmelsrichtungen sprechen: Nord, Süd, Ost, West und Mitte.
Ob es der falsche Film war?
…Ob ein Minus oder Plus
uns verblieben
zeigt der Schluss
Seit Tagen schleiche ich um diesen Post, zucke immer wieder zurück, weil ich es nicht in wenigen Kommentar-Worten erzählen kann. Diese Ahnung, dass man – die äußeren Umstände lassen sich ja allzuoft nicht beugen und ändern – sich selbst in eine stimmig-Stimmung bringen muss und kann, egal wo man ist, egal was außen geschieht …
Habe es mir vor kurzem, als mir eine extrem volle Woche bevorstand, die geeignet gewesen wäre, mich aus dem Gleis zu werfen, bewusst vorgenommen, habe mich selbst darin beobachtet, habe es stundenweise, tageweise wirklich geschafft, mich gut und richtig und geerdet zu fühlen …
Ich werde darüber in meinem Blog schreiben, weil es ein irres Erleben war, ein fast unglaubliches, und doch ein wahres. Was ich bei weitem nicht in die folgenden Wochen mitnehmen konnte. Und doch gut zu wissen, dass das geht: Sich selbst in seiner Mitte zu spüren, toben auch außen die Stürme. Es braucht wohl viel Übung, ein Leben lang vielleicht?
Lieben Gruß
Uta
liebe uta
danke für deine so ermutigend-persönlichen zeilen. jaaa, wenn daaas gelingt … dann grautliere. toll. ich übe da auch. manchmal gehts, manchmal nicht. aber wenn wir einmal erlebt haben, dass es geht, dass wir bei uns bleiben können, ganz ruhig, mitten im sturm, ist das ganz schön ermutigend. nicht aufgeben … let’s go on!
lieben gruß auch dir!
d.