Der Koch

Kapitel 20 (Seite 129)
„In diesen Tagen feierten die Hindus Navarathiri, den Kampf des Guten gegen das Böse. Als sich die Götter einmal hilflos fühlten gegen die Mächte des Bösen, trennten sich alle von einen Teil ihrer göttlichen Kraft und formten daraus eine neue Göttin, Kali. In einem schrecklichen Kampf, der neun Tage und Nächte dauerte, besiegten sie den Dämon Mahishasura.“

Das Buch gefällt mir! Wie fast alle Bücher von Martin Suter geht es auch hier um Menschen, die irgendwo außerhalb der gesellschaftlichen Norm geraten sind. Oder schon immer waren. Wie Maravan, ein junger Tamile, der in Zürich einen positiven Entscheid auf sein Asylgesuch erwartet. Nein, Der Koch ist kein Roman über Asylbewerbende, dennoch erfahren wir lesend ganz nebenbei das eine oder andere über die Schweizer Praktiken. Und über den Krieg in Sri Lanka. Über die Machenschaften hinter den Kulissen – hüben ebenso wie drüben. Und über die Finanzkrise. Ein Politkrimi? Nein, auch das nicht. Und, nein, auch keine Liebesgeschichte, denn die Protagonistin Andrea, die Maravan mit einem aphrodisierenden Gericht Monate zuvor verführt hat, ist Lesbe. Dass die beiden später einen illegalen Partyservice für solche Speisen ins Leben rufen, hat denn auch genau damit zu tun: Der Wirkung dieser Mahlzeiten kann sich nämlich niemand entziehen! Das bestätigen die Erfahrungen.

Doch eines Tages machen alle mal einen Fehler. Sogar die schöne Andrea!

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2 Kommentare zu „Der Koch“

  1. Danke für den Lesetipp – das klingt gut!

    Außerdem muss man ja informier sein, wenn man demnächst zum essen eingeladen wird…. Nicht dass man da Überraschungen erlebt – nicht auszudenken!!!

    Liebe Grüße ins Wochenende hinein – Donna

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