Neues Land

Verdichtet sich ein Thema in meinen Leben dadurch, dass ich innert kurzer Zeit wiederholt darüber stolpern gemacht werde, schaue ich genauer hin. (Notiz an mich: Wer oder was löst diese Verdichtung aus? Bin ich womöglich selbst der Magnet, der diese Stolpersteine anzieht? Unsichtbare Zusammenhänge … Zu-Fälle?)

„Die Zukunft träumen, das ist was Schönes. (…) egal was dann auch wird!“, schrieb L. gestern. Ich schlug uns vor, unsere jeweiligen Lebensbücher, mit uns als Protagonistinnen, weiterzuschreiben. Und zu gucken, was aus diesen Entwürfen und Fiktionen wird. Und uns vom realen Leben überraschen zu lassen. Warum auch nicht!

Alles war zuerst eine Idee. Ein Kartoffelsamen quasi, Synonym für verrückte, vergessen geglaubte Möglichkeiten. Wie bei Nesser, der sich für seine Krimis einfach ein neues Land erschaffen hat. Alles ist möglich. „Als Schauplatz für die Romane der Van Veeteren-Reihe hat Nesser ein zwar europäisch anmutendes, aber doch fiktives Land mit der Hauptstadt Maardam konstruiert. (Quelle: Wiki).“

Neues Land – fiktives Land. Da schrieb doch K. heute früh wörtlich, dass ihm die neue Gegend, in die er umziehen werde, fast wie ein neues Land vorkomme. Dabei ist es ja nur ein neuer Kanton. Tja, neue Realitäten … neue Geschichten … Fiktiv oder real ist wohl gar nicht mal so wichtig.

Tja, Neues umspült mich von allen Seiten. Bin heute ziemlich früh erwacht. Endlich fieberfrei. Nach zwei Pyjama- und Lesetagen im Bett fühle ich mich heute rundumerneuert. Na ja, der Ischiasnerv nervt noch immer ein bisschen, aber was soll’s? Die Sonne tut das ihre. In ihren Strahlen habe ich den Balkon aufgeräumt, Rosen- und Lavendelstöcklein geschnitten, die Wärme aufgesaugt und festgestellt, dass ich gerne lebe.

Was ich jetzt tun werde? Das nächste Kapitel meines Lebens schreiben. Vielleicht.

Alles ist möglich, wie gesagt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert