déjà-vu

Die ersten Seiten des neuen Buches sind skizziert. Halt, nicht Buch, das hier ist richtiges, bald zu lebendes Leben.
Ich schreibe mein Drehbuch zwar mit, aber da sind so viele Dinge, auf die ich keinen Einfluss habe. Nicht auf Gefühle, nicht auf Fakten. Aufs Wetter ebenso wenig wie auf Stimmungen, Straßenverkehr, Mond- und Sternenkonstellationen. Alles steht ständig zu allem in einem Verhältnis. Sympathikus. Parasympathikus. Wechselwirkungen. Polare Bewegungen. Energie. Gaddafi. Kernspaltung. Vom kleinen ins große und wieder ins Detail, wo – wie es heißt – der Teufel hockt.
Sitze auf dem Sofa. Trinke Bier. Kleine Welt. Müde Füße. Irgendwo Mut.
Und Liebe. Sonst wäre alles nix. So ist irgendwie nix alles.

Quelle: Mein Tagebuch und Blog vom 20. März 2011
Schon bald werde ich wieder Umzugskisten füllen … und auch diesmal weiß ich nicht, was auf mich zukommen wird. Die einen nennen es Mut, andere schütteln den Kopf, dritte fragen, warum.
Und ich? Ich sage: Das ist mein Leben.

0 Kommentare zu „déjà-vu“

  1. ja, das ist das leben… deinleben… ein leben der nomadinnen und zugvögel… da fühle ich mich sher verwandt-
    habe heute bücher sortiert… dachte dabei an vor-sortierung… vor dem großen wurf, wurf in die kisten, na ja stapeln ist dann schon liebevoller
    und die anderen? ach süße, lass se reden, mit dem kopp wackeln und fragen stellen… its your life and only yours (((D)))

  2. Ich lass mich jetzt einfach mal neben dir auf das Sofa plumpsen, trink einen Schluck von deinem Bier mit und nehm dich fest in den Arm. Das wird schon alles gut, hab Geduld.
    Alles Liebe

  3. Liebe D.
    jetzt geht es also wirklich wieder heimwärts? Ich hab ja das Gefühl, dass Du doch trotz allem ein wenig über den Schritt nachdenkst und zweifelst? Vielleicht denkst Du auch, es sei ein Rückschritt, wieder dorthin zu gehen, woher Du kamst. Vielleicht fühlt es sich auch an wie aufgeben? Ich kann das nur vermuten, weil ich ähnliches erlebt habe (und ich bin auch wieder in München gelandet bei meiner Odysee 🙂 ).
    Manchmal muss man einfach einen Schritt zurück gehen, damit man wieder zwei nach vorne machen kann. Ich erinnere mich noch gut damals, ich hab in Karlsruhe gelebt und dann war einfach dieser Gedanke da, ich muss zurück nach Hause, jetzt sofort! Man hat mich für verrückt erklärt, einfach so meine Zelte abzubrechen (natürlich war das nicht einfach so, man hat ja auch immer seine Gründe). Aber ich habs nie bereut. Danach fing wieder etwas Neues an (es ging ein Monat später schon in die nächste Stadt nach Heidelberg) und trotz allem bin ich letztendlich wieder dort gelandet, wo meine Familie ist. Ich glaube wir brauchen dieses Reisen im Leben zuweilen und trotzdem diesen einen Punkt, an den wir immer wieder zurückkehren können, wenn es nicht mehr weitergeht, oder zumindest so wirkt. Es hat gewiss seinen Sinn.
    Sei also nicht betrübt (vielleicht kommt es mir auch nur so vor!) Es fängt etwas Neues an und darauf freu Dich (jaja, die Hoffnung, die verdammte! 🙂 )
    Fühl Dich gedrückt
    Deine mietze

  4. liebe mietze
    deine worte tun mir gut. ja. es geht zurück, das schon. das problem ist nur: wohin zurück? ich habe in der schweiz schon so viele wohnorte gehabt und deshalb auch verschiedene lieblingsmenschenknäuel dort, die noch immer warm sind und geben. in welche region ich zurückgehe, ist noch unklar.
    ja, ich bin, ich war betrübt, mehr als das sogar. langsam geht es ein bisschen besser.
    hoffentlich auch! 🙂
    drück dich auch, d.

  5. oooh ja, du liebe, da sind wir uns ja auch meeega verwandt! ich kann dich so gut verstehen, war vor etwas mehr als einem jahr genau an einem ähnlichen punkt. war weggezogen von da wo ich lange gewesen war, um an einen ort zu ziehen, der ganz anders war und sich in dem moment so genau richtig anfühlte. doch das änderte sich schon bald wieder und ich musste nach kurzer zeit halt doch wieder dahin zurück, wo ich offenbar doch noch länger sein möchte. aber genau um das herauszufinden, hatte ich wohl einfach kurz gehen müssen! 🙂 im nachhinein sieht es so viel klarer aus, jetzt denkst du wohl so sachen, dass es eine art „niederlage“ sei oder „scheitern“ oder so (so dachte ich jedenfalls, schliesslich wird von einem ja immer erwartet, dass man genau weiss, was man will+zwar am besten schon für ein ganzes leben im voraus…pfffff bitte! es lebt doch nicht, was sich nicht ändert!) – aber eben, das ist denken. nicht das, was wirklich zählt.
    letztens hat mal jemand zu mir gesagt, wenn du so vor dich hinlebst, sieht es oft aus, als ob du extrem viele kurven und umwege machen würdest, vieles fühlt sich an wie geknorze – und dann doch, später im rückblick erkennst du es als gerade linie 🙂 hoffe ich konnte das einigermassen rüberbringen, ich lass es einfach grad sprudeln;)
    also, don’t worry liebe D, *herzhug*

    1. danke für diesen deinen erfahrungsbericht, liebi aramatique. in einem jahr werde ich wohl über den jetzigen stress schmunzeln. hoffentlich. ich erinnere mich noch an deinen umzug gut, aber den rückumzug muss ich verpasst haben. oder du hast ihn nicht verbloggt?
      ja, auch umwege führen uns weiter!
      herzlich, d.

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