Mehr und weniger

Wofür ich bin?

Für mehr lassen
und für weniger tun

Für weniger eilen
und für mehr stehenbleiben

Für mehr anteilnehmen
und für weniger zuschauen

Für weniger sharen
und für mehr still sein

Für mehr Jede-auf-ihre-Weise
und für weniger So-macht-man-das-Punkt

Für weniger Stress
und für mehr Atemholen

Für mehr Weniger-ist-mehr
und für weniger Immer-mehr

Für weniger leisten
und für mehr genießen

Für mehr dürfen
und für weniger müssen

Für weniger lärmen
und für mehr singen

Für mehr kreieren
und für weniger zerstören

Für weniger rennen
und für mehr tanzen

Kleine Tipps am Rande

Neuerdings macht WordPress (WP) nicht so, wie ich gerne will. Wenn ich einen neuen Artikel bloggen will, sieht es zwar oben links noch immer so aus (1. Grafik > durch Draufklicken vergrößern).

Mediendatei3Doch will ich nicht über die neue, für seriöses Bloggen unbrauchbaren Methode − die ich zwar auf dem Handy und Tablet nutze, und dafür ist sie auch okay − meine Artikel posten, sondern will ich eben über die klassische Blogmethode bloggen, muss ich seit den Neuerungen zuerst einen Umweg über die WP-Admin-Benutzeroberfläche machen, will heissen (siehe Grafik 1) den WP-Admin anklicken., und dort – über das Dashboard – das Menü „Beitrag erstellen“ öffnen.

Mit der neuen Methode kann ich Bilder nur rudimentär bearbeiten und so kommt es, dass Bilder standardmäßig, oder je nachdem wie die Blogeinstellungen sind, mit einer „Zwischenseite“ − genannt Anhang-Seite − verlinkt sind. Oder manchmal gar nicht.

Für Leserinnen und Leser, die Blogs auf dem Handy lesen, ist das nicht nur mehr Trafic, wenn sie ein Bild groß anschauen wollen, sie müssen auch einen Schritt mehr machen, bis sie endlich das gepostete Bild anschauen können. Kurz gesagt: Ziemlich lästig.

Warum es die einen Bloggenden es dennoch und bewusst so machen, ist mir ein Rätsel, aber bestimmt gibt es gute Gründe, Bilder über Anhang-Seite zu verlinken. Für alle anderen hier eine kleine Anleitung, wie ihr es ändern könnt. Du kannst es nämlich noch immer wählen, indem du nach dem Upload statt Anhang-Seite den Modus Bilddatei wählst.

Mediendatei

 

Bereits nach dem Upload kannst du das erste Mal wählen.

Siehe Grafik links: Unten rechts wirst du gefragt, wohin das Bild linken soll. Dort kannst du auch sagen, dass das Bild nicht linken oder auf eine externe Seite führen soll.

 

Mediendatei2

 

Du kannst es aber auch nachträglich ändern, in dem du das Bild im Artikel anklickst, den Stift wählst und dann das Bild bearbeitest – siehe Grafik links.

Viel Spaß beim Tüfteln und von mir, der Blog-auf-dem-Handy-Leserin, herzlichen Dank!

Das Heimatding mal wieder

Es ist ja nicht so, dass ich fremdgehe. Es ist vielleicht eher so, dass ich einen Ort suche, der meinem aktuellen Schreibbedürfnis eher entspricht.

Am Anfang habe ich auf Ello ähnlich kurze Sätzchen und Gedankenfetzen gepostet wie ich es von Twitter her kannte, inzwischen habe ich mir dort eine kleine Sitzecke eingerichtet, wo ich gemütlich lesen und schreiben kann. Wäre Twitter eine Art Fastfood-Restaurant, wäre Ello ein gemütliches Café mit wenig Lärm, wenig Aufregung, wenig Hin- und Her, dafür mit vorzüglichen Teesorten, leckersten belegten Broten und wunderbaren Desserts. Selbstgemachtes Eis zum Beispiel.

Ausgelöst von einem Post über das Wohnen am Meer habe ich vorhin dort ein paar Zeilen geschrieben:

»… warum leben denn nicht mehr von uns am Meer?

Warum leben wir, wo wir leben? Und wieso leben so viele Menschen nicht so und nicht dort, wie und wo es ihrer Art und Natur eigentlich entspräche?

Ich höre euch antworten:
Wegen der Arbeitsstelle.
Wegen der Familie.
Bin hier geboren.
Habe hier ein Beziehungsnetz aufgebaut.
Mein Liebster kommt von hier.
Ich bin/fühle mich hier zuhause.

[…]

Nun ja, bei mir ist es vielleicht so, dass ich wohl etwa 50% meiner Zeit am liebsten an einem Meer wohnen wollen würde. Mal an einer Mittelmeer- oder Atlantikküste Frankreichs oder Portugals (Italien und Spanien eher nicht, allenfalls eine Insel?), mal sehe ich mich auf einem Hausboot, mal in Südschweden − Kattegat oder Skagerrak −, mal an der schwedischen Ostsee, am bottnischen Meerbusen …«

[Weiterlesen …]


[Ich schreibe übrigens auf einem persönlichen Blog weiter über meine Innenansichten. Wer dort mitlesen möchte, schreibe mir bitte eine Mail.]

Gelesen: Zur Quelle hin – reblogged

Kai Dörfners Buchbesprechung möchte ich hier herzlich gerne mit euch teilen:

Du strahlst so!

Pilgern ohne Pilgerroute, Pilgern ohne katholischen Glauben, Pilgern ohne enge Kontakte mit anderen PilgernBuch "Zur Quelle hin" – was bleibt da noch übrig, was dient als Motivation? Für die 49jährige Denise Maurer ist es der Bedarf nach einer Auszeit, um wieder zu Kräften zu kommen und die eine oder andere Quelle für den künftigen Alltag zu finden. Doch ganz alleine sollte es nicht losgehen, ihr Partner Jürgen ist als erfahrener Jakobsweg-Pilger mit dabei.

[Weiterlesen …]

Farben und Gerüche

Ich erinnere mich daran, dass ich schon sehr früh, noch im Vorschulalter vermutlich, Geräusche und andere sinnliche Wahrnehmungen in Farben und/oder als Geschmack auf der Zunge oder Nase gesehen, geschmeckt oder gerochen habe. Synästhesie nennt sich das, habe ich vor ein paar Jahren gelernt.

Heute morgen habe ich eine ganz spezielle Erkenntnis gehabt. Dazu muss ich kurz sagen, dass ich ja nicht nur Dinge wie Geräusche, Menschen und anderes in Farben und Geschmack übersetze, sondern auch − oder sogar ganz besonders auch − Zahlen und Buchstaben. Als ich heute Morgen, warum auch immer, über Umlaute nachdachte, begriff ich folgendes: E ist eierschalenfarbenes Weiß, das die Farben von A (ein dunkles Mittelblau), O (erdfarbenes Dunkelbraun) und U (ein dunkles Grün) mit seiner Helligkeit verändert.

Meine Erkenntnis war: Auch in meiner synästhetischen Wahrnehmung kommt die klassische Farbmischalchemie zum Tragen.

Ich denke nicht oft über meine Synästhesie nach, sie ist einfach da, sie ist immer Teil von mir gewesen, auch wenn ich erst spät gemerkt habe, dass es keineswegs üblich und normal ist, in Farben zu schmecken. Und Geräusche als Geschmack auf der Zunge wahrzunehmen.

Diese kleine Erkenntnis heute Morgen, so nicht weltbewegend sie auch ist, hat mich irgendwie gefreut. Sie lässt mich mein Mensch-Sein, mein So-wie-ich-bin-Sein spüren, sie macht mir klar, dass ich lebe, dass ich wahrnehme, dass ich Teil eines Netzes aus unverständlichen, aber als Farben, Gerüche und Geschmack wahrnehmbaren Impulsen bin.

Nicht mehr und nicht weniger.

Wie sozial können Medien eigentlich sein?

Warum ich zurzeit mehr auf Twitter & seit gestern neu auf Ello bin als im Blog unterwegs bin? Weil es mir in dieser kurzen Form eher zurzeit am besten gelingt, meine Gedankensplitter und -blitze, Winzigweisheiten, möglichen Wahrheiten, Erkenntnisse, Lachmomente und Mitmenschlichkeiten in relativ konzentrierter Form in Worte zu fassen.

Nun ja … die sogenannt sozialen Soziale-MedienmacherInnen wollen doch alle eh nur das Eine: Ihren Kundinnen und Kunden die von ihnen gewählten Inhalte servieren. Jene Inhalte, die grad am meisten Kohle bringen.

Machen wir uns doch nichts vor. Auch kostenlos bloggen, twittern, fb-en, ello-en hat einen Preis, denn Server, Hoster, Programmierende und Support kosten Geld.

Doch wo ist die Grenze zwischen Werbung und Manipulation? Darüber wurde gestern unter dem Hashtag #RIPTwitter heftig diskutiert. Twitter will, um die roten Zahlen wieder in schwarze zu verwandeln, möglicherweise die Timeline dem Zufall sprich gewissen Relationen überlassen. Wie bei Fakebuch. Nicht mehr chronologisch, chaotisch, zufällig … sondern zensuriert, manipuliert. Die Ankündigung wurde inzwischen relativiert. Twitterpowerseidank.

Und ich bin noch immer da. Auch ich … noch immer.

Falls ihr mich hier vermissen oder dort suchen solltet, findet ihr mich da:
Twitter ⇒ hier klicken
Ello ⇒ hier klicken
Instagram ⇒ hier klicken

Zwei Tipps fürs Auge und Gemüt

Gerne empfehle ich euch, mal wieder auf Pixartix, dem Bilderblog, vorbeizuschauen. Unser zweiter Drei Bilder-Zyklus hat bereits vor einem Monat begonnen und schon fünf KünstlerInnen haben ihre Bilder-Trilogien erzählt. Heute geht es weiter mit dem ersten Holzweg von Irgendlink.

Und wenn wir schon bei Irgendlinks Abenteuern sind. Er steht − nämlich, vermutlich oder vielleicht? − mal wieder in den Startlöchern für eine weitere Radreise. Diesmal mit Ziel Gibraltar. Seine Gedanken vor der Reise gibt es neu nicht auf dem Irgendlink-Blog, sondern hier:
⇒ europenner.de. ⇐

Jaaa, der Europenner lebt, man muss ihn nur zuweilen aus seinem Winterschlaf wecken.

Das Gewicht von Schnee – reblogged

Eigentlich habe ich Elke Engelhardts Buch persönlich besprechen wollen, doch jetzt, wo ich die Besprechung von Ulli vom Café Weltenall gelesen habe, stelle ich fest, dass ich es nicht besser sagen könnte. Darum habe ich Ulli gefragt, ob ich hier ihren Text rebloggen darf.

Gerne darf ich das tun, sagt sie. Gerne tue ich es. Mit Bild. Und mit allerherzlichstem Dank. Und vor allem mit einer herzlichen Leseempfehlung für Elke Engelhardts Buch Bis der Schnee Gewicht hat.

+++

Nun übergebe ich Ulli Gau das Wort und das Bild:

0048 27.01.16 Märchenmotiv 1

Dieses Bild widme ich Elke Engelhardt und ihrem Buch

Wenn der Schnee Gewicht hat

Was zuerst als Paradox erscheint, ist bei näherer Betrachtung eine kleine Schneeflocke, die weniger wiegt als die winzige Daunenfeder eines Pirols im Frühling, die aber, wenn sie sich mit Ihresgleichen paart und stapelt, Hausdächer zum einstürzen bringt. Das ändert kein Wolf, kein Hans, ob groß im Glück oder klein auf einem Bein, das ändert keine rote Kappe, kein Rumpelstilzchen und auch keine Großmutter.

DSC_0496Elke Engelhardt, die Autorin dieses Buches, kennt dieses Paradox. “Sie”  leistet bei der Alten mit den großen Zähnen ihre Dienste, bis der Schnee Gewicht hat. Erst dann wird es Zeit für eine Umkehr, eine Heimkehr mit oder ohne Kieselsteine, aber mit der Frage nach Heimat.

Wenn Märchen anfangen zu sprechen und mehr werden, als böse Hexe, unschuldiges Kind, mehr als gutmütige Zwerge, bösartige Stiefmutter und vergifteter Apfel, mehr als Schneewittchen, Prinz, Hans und Hänschen, dann haben sie Eine (oder Einen) auf ihrem Weg erreicht.

Auf dem Weg nach Innen, mit und ohne Drachentöter, mit und ohne Frosch und König oder Erbsen. Dann durchstreift sie die Tiefen der Wälder in sich, auf der Suche nach dem heiligen Gral. Sie hat dem Wolf ins Auge geschaut und ist weiter gegangen. Sie sah in manchen Spiegel hinein, hindurch und dahinter, sie hat dem siebenten Geißlein gelauscht, das noch springt und die Geschichte wieder und weiter erzählt. Sie fürchtet sich weniger vor den langen Zähnen der Holle, als vor dem Leben oberhalb des Brunnens, in den sie fiel.

Elke Engelhardt fand ihre ProtagonistInnen in den Märchengestalten der Gebrüder Grimm und den Kunstmärchen von Hans Christian Andersen. Sie hat sie sich gegenüber gestellt, sie hat sie verwandelt, in neue Lichter gesetzt, und zu neuem Leben und Sinn erweckt. Sie hat ihre Spiegel zu sich genommen, hat in sie geschaut und ihre Metaphern und Gleichnisse über den eigenen Weg gelegt, Kieselsteinen gleich. Da kann der Wolf noch lange Kreide fressen, sie folgt ihren Spuren.

Ihre Spuren sind die Wörter und der Weg ist nicht eben, es gibt keine Sicherheit und Verirrungen kommen vor. Auf ihrem Weg: Begegnungen. Eine heisst Anne Sexton:

Später dieselben Märchen, diesmal mit mir als Erzählerin und Anne Sexton, die … nach und nach immer mehr neue Fäden in meine Gedanken und in die alten Geschichten spann.

Das Buch von Elke Engelhardt liegt zart und leicht in der Hand und dann entwickelt es von Seite zu Seite sein wahres Gewicht. Es ist eins dieser Bücher, das ich nicht nur einmal lese und dann ins Regal räume, es ist eins, das ich jetzt, nach einmaligem Durchlesen, ab und an wieder aufschlage, wo es gerade will, und schon nehmen mich seine Zeilen wieder ein.

Zwei Rezensionen erschienen auf der Seite von fixpoetry, beide zitieren viel aus dem Buch, sodass ich mich für eine freie und assoziative Besprechung entschieden habe. Wer mehr wissen möchte →

Märchenhafte Einsichten von Monika Vasik & “Hinter den sieben Bergen” von Stefanie Golisch

Quelle: Von Märchenmotiven und gewichtigem Schnee von Ulli Gau

Genres

Von allen literarischen Genres mag ich die Biografie und den Kriminalroman am liebsten. Das war schon immer so. Heute habe ich endlich begriffen, warum es für mich so ist.

Beide Genres streben nach Aufklärung, Lösung und dem Wiederherstellen einer durcheinandergebrachten Ordnung.