Noch kaum vierundzwanzig Stunden alt und schon hat mir mein neues Telefon das Leben gerettet. Spätestens um halb vier hätte ich an der XYstraße sein sollen, um dort drei Straßenspiele abzuholen, die wir morgen an unserem Spiele-Stand am Berner Flüchtlingstag auf dem Bundesplatz einsetzen wollten – neben anderen Aktivitäten. Konjunktiv.
Wie so oft hatte ich mal wieder die Zeit verbummelt. Ich war nicht wirklich motiviert gewesen, überhaupt nach draußen zu gehen. Noch immer Fieber. Mattigkeit. Dazu bisschen Regen. Auch begreife ich erst um zehn nach drei, als ich im Auto sitze, dass freitags bereits ab drei Uhr Feierabendverkehr herrscht. Viel zu langsam und an tausend roten Ampeln vorbei kriechen Sternchen und ich durch Berns Straßen. Verursacht durch meine Schlappheit verfahre ich mich dann auch noch im Botschafterquartier, wo ich mich schlecht auskenne. Die Zeit wird knapp und knapper. Ach wie froh ich doch bin, dass mir mein eiFöun Guugls Straßenkarten zur Verfügung stellt und ich – dank Kompass – herausfinde, wo genau ich bin. Ein kleiner Anruf bei XY und bald darauf bin ich am Ziel. Mit Verspätung zwar, aber was soll’s.
Dort dann der große Schock: Die Straßenspiele sind für mich und mein Sternchen zu groß und zu schwer. Ich muss abwinken und unverrichteter Dinge ins Büro fahren, wo ich die letzten Vorbereitungen für den großen Tag treffe.
Zuhause erwartet mich ein voller Briefkasten. Gut getarnt ein amtlicher, mausgrauer Umschlag. Verkehrspolizei steht oben links. Mein Herz setzt einen Takt aus, um danach doppelt so schnell weiter zu klopfen. Ich widerstehe der Versuchung, den Umschlag bereits im Treppenhaus aufzureißen. Will mich hinsetzen. Gut durchatmen. 93km statt 80 sei ich gefahren, steht da. Kurz nach Basel. Vor zehn Tagen. M***!
Kann so ein Tag noch besser werden?
(((Edit: Ja, er kann … danke, J., für deinen Anruf 🙂 )))
So unschuldig war der heutige Morgen …
Alltagskunst im Wohnzimmer.
Mein Hackbrett.
(Was mir an den Bildern gefällt, die das eiFöun macht: Die Bilder rauschen so sehr, wenn sie mit knappem Licht aufgenommen worden sind, dass sie bereits wieder genial aussehen. Wie Polaroidaufnahmen irgendwie. Witzig zum Bearbeiten.
Doch mit genügend Licht gemachte Bilder sind zum Teil richtig genial.)
































