heute blau-grün

Kleines Radtourchen auf den nahen Hügel. Weitsicht ins blaugrüne Land.

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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit der Photo-App Pro HDR, montiert mit der App AutoStich. Eine App ist eine ins iPhone integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone (Handy mit Photo- und anderen Funktionen) ausgeführt.

Pflicht und Kür

Schon seit Stunden sitze ich am Laptop. Erledige, was zu tun ist. Nebenan wartet die Küche auf mich. Küche in Kisten verpacken ist nicht mein Liebstes. Meine Stunden in dieser Wohnung sind gezählt. Am Mittwoch fahren wir mit dem Umzugwagen in die Schweiz.
Ja doch, flüstere ich mir zu, die Zeit wird reichen.
Aber laut sage ich: Die Zeit wird knapp. Viel zu oft.
Die Zeit ist ein Trichter. Ein immer enger werdender Trichter.
Zeit ist immer. Wir setzen uns Grenzen selbst. Durch Termine. Pläne erfüllen sich. Oder auch nicht.
Die letzten Tage in Mainz hallen nach. Ich lese in meinem iPhone-Notizbuch; „Wie präsentiere ich Kunst? Heißt das nicht eigentlich: Wie locke ich Menschen an?
Konkret: Wo stelle ich den Tisch hin? Welches Bild hängt wo? Was zieht?
Menschen kommen und gehen. Die einen spülen ganz von allein in die Koje. Und eben so einfach wieder raus. Andere brauchen ein einladendes Lächeln, um die unsichtbare Schwelle zu überschreiten. Dritte werden von einem ganz bestimmten Bild in die Koje gezogen. Gesogen sozusagen. Wieder andere meinen Photoshop und Konsorten zu erkennen. Sie ziehen Parallelen und wollen erzählen. Dann gibt es Standbesuchende, die grundsätzlich in jede Koje kurz eintreten, um alles gesehen, nichts verpasst zu haben. Und schließlich sind da noch die, die Prospekte und Gratiskarten sammeln – wozu auch immer? Habe ich jemanden vergessen?
Allen gemein ist, dass alle ganz und gar verschieden sind und unterschiedliche Bedürfnisse haben. Während die einen lieber unbeachtet sein wollen, brauchen andere ein Lächeln, einen grüßenden Blick oder ein Wort. Gut hinspüren, Lachen und Lächeln sind Magie pur.“
Gestern Mittag fuhr ich für ein paar Stunden nach Wiesbaden. Im Frauenmuseum war die Buchpräsentation und Ausstellungseröffnung von Cambra Skadés neuem Buch. Die Frage, wie sich ein Buch, dazu ein Blog-Buch, überhaupt ausstellen lässt, wurde auf sehr überraschende Weise beantwortet. Doch da lasse ich wohl besser die Bilder sprechen … (((Die Ausstellung dauert übrigens noch bis Ende Oktober. Hingehen lohnt sich!)))

(((durch Anklicken werden alle Bilder größer …)))
Viele der im Buch abgebildeten Szenenbilder hat Cambra auch gleich mit ausgestellt, was dem Ausstellungsraum Tiefe und Heiterkeit verlieh.


Gleich zu Anfang fand im Erdgeschoss nach einer tiefsinnig-heiteren Laudatio, umrahmt von den Herzgesängen einer begnadeten Musikantin, eine szenische Einführung von Cambra und zwei Freundinnen statt. Sehr stimmungsvoll und sehr stimmig. Alltag-Magie-Schamanismus-Kunst. Alles verbunden. Ohne Punkt und ohne Komma. Alles gehört zusammen.
Das Summen der mehr als hundert Frauen- und wenigen Männerstimmen vor der Veranstaltung wirkte auf mich, die ich von den langen Ausstellungstagen in Mainz schon recht weichgekocht war, angenehm einschläfernd. Geborgenheit. Geborgen in ganz viel Frauenkraft. Mutige Männer, die sich auf diese anarchistische Energie, die in diesen Räumen waberte, eingelassen haben! Kindergeschrei. Marktplatzstimmung. Und immer wieder Stille. Heiterkeit auch. Übermut sehr. Danke, Cambra, ich bin froh, gekommen zu sein.

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Kür ist, wenn ich mir nach und neben all den Pflichten, die einfach getan werden müssen, den Raum zum Schreiben schaffe.
Die Tastatur ist die Türe zu meinem Innern, mein Verdauungsapparat sozusagen.
Ich wünsche mir, dass ich in der nächsten Zeit wieder mehr dazu kommen werde …
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Bilder: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).

Vorhang auf für Brigitte Wüster

Ein weiters Häppchen von der Kunst direkt 2012 in Mainz.
Gleich gegenüber Annas und Irgendlinks Stand stellt die Keramikschule IKKG – Institut für künstlerische Keramik und Glas die Werke von vier StudentInnen vor.
Besonders sprechen mich Brigitte Wüsters Keramikarbeiten an. Da steckt ganz viel Liebe zum Detail drin sowie Lust am und Mut zum Kontrast. So verstömt der aus unzähligen kleinen Zylindern geformte Zylinder Leichtigkeit – obwohl sein Material doch so schwer wiegt.
Mehr zu ihrer Kunst auf der Website www.sculpture-network.org.
Mehr von mir von Brigitte auf pixatix – dAS Bilderblog.
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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).

Vorhang auf für Barbara Rößler

Noch mehr von der Kunst direkt 2012 in Mainz.
Nicht weit von Irgendlinks Koje hat Barbara ihren Stand mit genialen Collagen. Kunstwerke, die sich nur schwer in Worte fassen lassen. Mit Acryl bemalte Leinwände mit aufgeklebten Zeitungsausschnitten und anderen Kleinoden. Mit präzisem Pinselstrich zeigt Barbara spacige Szenen zwischen Nettigkeit und globalem Irrsinn, die Denk- und Schmunzelmuskeln gleichermaßen anschubsen.
Zauberhaft!
Mehr zu ihrer Kunst auf ihrer Website www.freizeichnen.de.
Mehr von mir verkunstete Kunst auf pixatix – dAS Bilderblog
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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).

Vorhang auf für Anna Bludau-Hary

Live von der Kunst direkt 2012 in Mainz. Wand an Wand zeigen Anna und Irgendlink ihre Kunstwerke. Beide Kojen sind gleich. Zwölf Quadratmeter groß. Und doch beide so verschieden.
Annas Materialien sind unterschiedliche Japanpapiere, ihre Arbeiten verspielt, luftig, filgran. Draht und Leerbücher verbinden Papier mit Papier und Gesicher mit Geschichten und Erinnerungen.
Papier Leben einhauchen – für einmal ganz anders als mit Worten.
Zauberhaft!
Mehr zu ihrer Kunst auf ihrer Website www.bludau-kunst.de.
Mehr von mir verkunstete Kunst auf pixatix – dAS Bilderblog
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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).

Kunst direkt 2012 Mainz

Was ist Kunst? Je mehr ich von ihr weiß, desto weniger kann ich diese Frage beantworten.
Vielleicht finde ich ja im Ausstellungskatalog der Kunstmesse (siehe Bild) eine Antwort. Eher wohl nicht. Inspiration aber auf jeden Fall, wie man sieht.

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Und die finde ich auch beim Spazieren durch die Messe, wo wir seit heute Morgen bis Sonntagabend sind. Ihr findet uns bei der Nummer 144, an Irgendlinks Stand. Wir freuen uns auf Besuch.
Weitere Bilder findet ihr auf pixartix – dAS Bilderblog und auf Irgendlinks Blog
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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).

Urban Artwalk Heidelberg

Was für ein inspirirender Stadtspaziergang! Heidelberg hat mich gestern nach allen Regeln der Kunst verzaubert 🙂



Mehr Heidelberger Stadtspaziergang-Bilder von Irgendlink und mir auf pixartix – dAS Bilderblog
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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).

Urban Artwalk Sarreguemines

Ich sitze dieser Tage fast mehr am Rechner als ich es an meiner Berner Arbeitsstelle noch vor einem Jahr und die Jahre davor getan habe. Wohnungssuche. Stellensuche. Kunstmanagement. Eine Vollzeitstelle in Sachen Zukunft. Dazwischen Mails und Blogartikel schreiben. Ab und zu Tagebuch. Ein paar Sachen für neue Auftragsartikel aufgleisen. Zur Entspannung Blogs lesen. Die Virtualität ist aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Das Rad dreht sich. Kaum mehr erinnere ich mich an den letzten Urlaub. Zwischen den Jahren. Ohne Internet ging es auch. Der Einstieg zurück war seltsam.
Doch dieses Wochenende lockte die Sonne. Raus, ihr zwei! Guckt euch um, Augen auf!
Gestern spazierten wir durch Zweibrücken, heute durch Sarreguemines, eine französische Grenzstadt hier gleich um die Ecke (siehe auch unser Bilderblog pixartix).
Dort hingucken, wo (fast) alle vorbeilaufen. Das mochte ich immer schon. Dahinter, darunter, darüber gucken … Abkürzungen, Umwege. Gegen den Strom. Stehenbleiben, wenn andere vorbei drängen. Mitten auf der Straße sogar, so dass mich heute beinahe ein Auto überfahren hätte, wäre ich nicht im letzten Moment beiseite gehüpft. Doch spätestens seit Mani Matter wissen wir es ja: Kunst ist immer ein Risiko (YouTube-Link).
Hier eine von Irgendlink inspirierte Form der Bilderpräsentation. Macht Spaß, die Bilder neu zusammenzufügen und aus vielen einzelnen ein neues ganzes zu kreieren. Ohne dass dabei die einzelnen verloren gehen. Alles ist eins, sozusagen, und alles miteinander verbunden. Auch in meinen Bildern 🙂

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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).

Besondere Freundschaften

Ein alter Freund aus Bern verschickt regelmäßig-unregelmäßig schöne, witzige, spannende, herausfordernde, doofe, zum Lachen verführende, nachdenklich machende Bilder, Powerpoint-Präsentationen, Filmchen und Links.
Heute erhielt ich von ihm eine Präsentation mit dem Titel „Ein bisschen Wärme“, eine französisch-deutsche Bilderschau mit sehr speziellen Tierbildern. Tierfreundschaften der etwas anderen Art. Eins ums andere Mal seufzte ich jöööööh!, als ich mich durch die Bilder klickte. Unerwartet. Berührend. Mein Liebling ist dieses hier:

Ach, und eine Moral gibt es auch, am Ende der Show …
C’est que chaque être vivant a besoin d’amour.
Que la chaleur humaine n’a rien d’humain …elle est universelle et nécessaire à tous pour éxister.
Es ist so, dass jedes Lebewesen Liebe braucht. Dass die menschliche Wärme nicht nur etwas für Menschen ist  … sie ist, um zu existieren, universell und für alle notwendig .
Ob nun Moral oder Naturgesetz, wir brauchen einander. Alle. Teile eines großen Ganzen. Eines Netzes.