Rundum-Blick morgens beim Erwachen – vom Schlafplatz aus.
Ich liebe es, unter freiem Himmel zu schlafen. Oder auch wachzuliegen unter Sternenzelt.
Glückseligkeit.

Schlagwort: wandern
Worte zum Tag #3 + #4
Jedem Tag sein Happyend.
Von Vira aus sind wir per Schiff nach Locarno rübergefahren und dort quer durch die Stadt Richtund Centovalli gewandert. Wunderbarste und fehlende Wanderwege prägen diese Gegend.
Unmittelbar an der Onsernone, unterhalb Verscio, haben wir einen exorbitant schönen Lagerplatz im Flussbett gefunden. Eine vorausichtlich trockene Nacht, die zum zeltfrei schlafen verlockt.

Mein Dankmal

Bilder zum Tag #11 und #12
Nach einer „flachen“ Wanderung durch die Magadino-Ebene im Gamborogno gelandet, wie das südöstliche Gebiet des Lago Maggiore heißt. Heute wollen wir per Schiff nach Locarno und von dort Richtug Domodossola durchs Centovalli, dem Tal der hundert Täler.

Collage von gestern

Blick aus dem Zelt auf See, gewaschene Kleider und Rucksäcke-Paket
Bilder zum Tag #8, #9 & #10
Gestern fuhren wir per Postauto nach Airolo (Regen), von dort mit dem Zug nach Bellinzona (Regen > Museum im Castel Grande, Regenstopp) und wanderten auf dem Sentiero Magadino dem Fluss Ticino entlang Richtung Locarno. Nach Giubiasco fanden wir DEN Lagerplatz (zwar zwischen Autobahn und Zubringer, aber wozu gibt es Oropax?).

Gestern Abend: Sightseeing in Giubiasco „Paese“ 🙂

Gesucht: SchneckenflüstererIn/-übersetzerIn
(Außenzelt von innen betrachtet)
Keine Regel ohne Ausnahme
Offline wolle ich sein während unserer Wanderung, schrieb ich vor dreizehn Tagen. Digital Detox für eine Internetsüchtige wie mich. Offline bin ich auch, oft. Meistens sogar. Aber am Morgen und Abend checke ich doch kurz meine Mails und ab und zu gibts ja sogar ein Blogbild.
Heute weiche ich sogar noch ein bisschen mehr von der Offline-Regel ab. Was wäre das auch für eine Regel, wenn ich sie nicht hin und wieder brechen würde? Ist doch wahr!
Wie naiv und unwissend ich doch vor kurzem noch war!
Vor zwei Wochen hatten wir noch keine konkrete Ahnung, wohin uns unsere Wanderung führen würde. An Gotthardpass hätte ich nicht im Traum gedacht. Kiental im Berner Oberland, Via Mala in Graubünden, Wandern an der Reuss oder einem andern Fluss standen zur Diskussion. Reusswandern wurde immer mehr zum Favoriten, da wir diesem Fluss ja direkt ab Haustür folgen konnten. Immer mit dabei die Option, einfach jederzeit einen neuen Weg einzuschlagen, falls wir das wollten. Außerdem klang Reusswandern moderat oder zumindest am wenigsten anstrengend. Das sollte doch wohl auch eine wie ich, die noch nie länger als zwei Tage am Stück gewandert ist – und erst recht noch nie mit einem fünfzehn Kilogramm schweren Rucksack – schaffen. Dachte ich. Ha!!!
So schloßen wir am vorletzten Freitag um zwei Uhr nachmittags die Haustür ab und liefen los. Eine Pilgerreise sollte es für mich werden, beschloss ich, wozu Irgendlink meinte, dass letztlich jede Reise eine Pilgerreise sei. Recht hat er.
Knapp wusste ich Geographie-Banausin, dass die Reuss aus der mir fast unbekannten Innerschweiz in den Aargau floss. Aus dem Zugersee vermutete ich. Ja, in Geografie hatte ich einen Fensterplatz, ich gestehe es.
Die ersten drei-vier Tage waren landschaftlich so schön-urig-wildromantisch-lieblich, wie sie körperlich hart waren. Danach wurde die Sache mit dem Wandern mit jedem Tag besser. Die Blasen zwischen den Zehen sind auch schon fast verheilt. Kopf und Herz sind klar und leicht.
Unser Wanderübermut und unsere Lebensfreude, gepaart mir Neugier und Erforschungsdrang haben uns reusswärts immer weiter südlich geführt. Der Weg wächst, wenn wir ihn gehen, heißt es in Irland. Wie wahr!
Wir lernten die Reuss als Freundin kennen und erfuhren in Gesprächen mit Menschen unterwegs, woher sie kommt. Und von Wikipedia. 🙂
In Hospental, auf 1450 m. ü M. trafen wir die tolle Entscheidung, der Gotthardreuss zu folgen (der Furkareuss folgen wir vielleicht ein ander Mal?).
Drei Stunden dauere die Wanderung, meinte die Rössli-Wirtin gestern morgen. Mit Rasten und Fotostopps unterwegs, schweren Rucksäcken auf den Rücken und vom Regen auf dem letzten Drittel ausgebremst, brauchten wir fast viereinhalb. Egal – es war eine wunderwunderbare Wanderung! Nein, Regenwandern ist nicht toll, kein Zuckerschlecken wahrlich, aber die ersten zwei regenfreien Drittel durch hochalpine Vegetation, Alpenrosen, Riesenfarne, gurgelnde Bäche, ab und zu ein Sonnenscheinchen, waren einfach nur GRANDIOS. So was wollte ich ja mit Irgendlink schon lange mal machen (allerdings nicht unbedingt mit fünfzehn Kilo auf dem Rücken). Tja …
Auf ungefähr neun Kilometern sechshundertfünfzig Höhenmeter ersteigen ist für Wander- und Pilger-Elevinnen wie mich eine tolle Leistung. Hut ab, Sofasophia, *schulterklopf*! Dazu Regen. Alles (ausser die Kleider unter der wasserdichten Regenjacke) klitschnass, ein Fußbad vom feinsten in den Wanderschuhen. Und dies alles ohne zu Murren, denn es war das, was ich wollte: auf den Berg hoch. Außerdem konnte ich es ja nicht ändern (ob ich wohl by the way ausdauernder und zäher geworden bin? Vermutlich.).
Im Ospizio haben wir ein Zimmerchen bezogen und so herrlich heiß geduscht, dass die Haut kribbelte und sich rötete. Mit Föhn und Heizkörpern haben wir Kleider und Dinge trockengelegt und ein köstliches Loblied auf die Zivilisation gesungen.
Und jetzt? Gehts weiter Richtung Süden. Vielleicht gibts da ja ein paar Sonnenstrahlen?
Wort zum Tag #2
Bilder zum Tag #6 + #7
Gestern haben wir via Schöllenenschlucht (wow!) und Andermatt die „Quelle“ der Reuss gefunden. Quelle? Hier vermählen sich Gotthardreuss und Furkareuss. Wir gehen weiter heute über den Gotthard, wo die Gotthardreuss aus einem Bergsee entspringt. Von 1400 bis 2100 Meter ü. Meer wollen wir – und dann runter nach Airolo ins Tessin. Genächtigt haben wir im Hotel Rössli (wegen der Wind- & Gewitterprognosen). Gutes WLAN! 🙂
Möge uns der Regen weiterhin verschonen.
Mehr zur Wanderung bei Irgendlink.
Bilder zum Tag #4 + #5
Es ist perverfrüh kurz nach sechs. Trockene Föhnböen zerren am Zelt. Sie haben mich geweckt, wachgehalten. Das Zelt steht auf einer kleinen Wiese am Bergwanderweg zwischen Göschenen und Andermatt. Ein an sich traumhafter Platz direkt an der lauten, wilden felsigen Reuss, 1200 m. ü. Meer. Kühl, aber trocken.
Mehr Reiseblog drüben bei Irgendlink.

Gestern beim Bergwandern.
Bild zum Tag #3
Die Gunst des freien WiFi nutzend, die wir im Hotelchen Sternen* zu Gurtnellen auf 700 Höhenmeter haben, blogge ich doch gerne kurz ein Bildchen.
Die Wetteraussichten sind nicht so toll, wie unsere Wanderlust – die ist ungebrochen. Trotz der strengen Etappe gestern (rauf, runter, rauf, runter, rauf … den Berg höher und höher).
Jetzt gehen wir auf die Post und schicken ein Paket mit überflüssigem nach Hause.
* Das Hotelchen ist zu verkaufen!
Mehr Reiseblog bei Irgendlink drüben!
Bild zum Tag #2
Gestern war ein regnerischer Tag: Wir reisten per Schiff von Risch nach Immensee, zu Fuß durch die Hohle Gasse an der Tellskappelle vorbei nach Küssnacht a. Rigi, per Bus nach Weggis, per Schiff nach Flüelen. Zu Fuß dann endlich wieder an die geliebt-vermisste Reuss (nun begradigt-steril).
Auf einer Kuhweide durften wir herzlich willkommen das Zelt aufbauen. Da braucht man keinen Wecker mehr. 🙂
… mehr in Bild und Text bei Irgendlink drüben …






