Fünftes sofasophisches Gesetz

Das Wetter, so schrieb ich neulich, sei ein Thema worüber alle sprechen können. Immer.

Ein weiteres dieser Dauerthemen, die sich für alle eignen, ist die Zeit. Den einen vergeht sie zu langsam, den anderen zu schnell. Dann gibt es solche, die – wie ich – ein sehr ambivalentes Verhältnis zum Vergehen der Zeit haben. Die nicht an die Linearität ihres Vergehens glauben mögen. Und vermutlich gibt es über die Zeit sowieso nichts neues mehr zu sagen. Also: Bitte nicht weiterlesen. Es könnte sein, dass ich dir deine Zeit vertreibe …

Einer der Kehrreime meines Lebens klingt so: Wieso ist da immer zu wenig Zeit für diese Dinge, die ich gerne tue? Immer bleibt mir zu wenig von ihr, wenn es um jene Aktivitäten,  jene Nichtstuereien und jene Begegnungen geht, die mich am meisten nähren … Was mache ich bloß falsch? Die nährenden Tage – sie sind immer zu kurz. Müssten dreißig Stunden dauern. Mindestens.

Und jene anderen Tage, wo Pflichtenberge doppelt so schnell nachwachsen, wie ich sie abtrage, müssten halb so lang sein. Weil sie ja schneller wirbeln. Und natürlich dürften sich Pflichten nicht vermehren. Und natürlich weiß ich, dass das alles Nonsens ist, kindisch, unreif. Und du bist echt selber schuld, wenn du das liest!

Na ja … Dennoch wünsche ich es mir … Möchte Zeit haben, vielviel Zeit … Und auch immer genug von allem andern, was ich sonst so brauche. Und auch das, ich weiß es, ist ein Traum. Einer meiner Lieblingsträume sogar. Und vielleicht gar kein Traum?

So, und genau dieses Geschreibsel stelle ich jetzt ins Blog. Unausgegoren. Einfach so, weil ich Lust habe. Denn alles, was wir lustvoll tun, ist gesund. Siehe Titel. Und die ersten vier?  Hm. Die haben sich irgendwo in anderen, früheren Blogartikelchen versteckt. Und ob es vier sind, weiß ich nicht mehr. Ist egal.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert