Statt dessen

Statt meine viermonatige Auszeit, wie ich es mir vorgenommen habe, für die Vollendung meiner Manuskripte – nur schon eins wäre toll! – zu nutzen, bin ich zur In-den-Tag-hinein-Lebenden geworden. Unter dem Strich bin ich halb so leistungsfähig, halb so kreativ, halb so unternehmungslustig wie gedacht.
Vielleicht sollte ich einfach meine Pläne und Ziele loslassen und stattdessen einfach die Gegenwart, und mit ihr jeden einzelnen Moment zulassen, sagte ich gestern am Feuer zu meinem Liebsten. Zumal sich meine Kreativität im Moment eher innerlich abspielt …
Lassen statt leisten. Wenn das bloß nicht so verd… schwer wäre! Denken, was die andern denken, wenn ich so-und-so bin, ist das eigentliche Gift, der größte Bremsklotz, das mühsamste Sandkörnchen im Getriebe meines Lebens und meiner Lebensfreude. Selbstsabotage. Will ich nicht mehr. Brauche ich nicht mehr. Lieber weniger, dafür bewusst. Ohne Druck.
Ach, und genau dahinein habe ich – fast zufällig – erfahren, dass innerhalb unserer Webcommunity von zig eingereichten Bildern für eine Apple Präsentation in Chicago nur knapp dreißig Bilder ausgewählt worden sind. Darunter eins von mir.
Der ewiger Birnbaum. Guckt hier …!
Meine Mutter, die vor vielen Jahren in Chicago geboren wurde, würde sich darüber sicherlich freuen, wäre sie noch im Diesseits. So freut sie sich vielleicht im Jenseits mit. Ich tu’s auf jeden Fall … 🙂

0 Gedanken zu „Statt dessen“

  1. Schönes Foto!
    Du hast ja erstmal für den Ortswechsel viel Energie verbraucht. Als ich noch in der Schule gearbeitet habe und ein Kind frech zu mir war, habe ich mich anfangs gekränkt. Später habe ich gedacht, wer blöd denkt oder redet, hat das Problem bei sich und ich habe es nicht bei mir. Erst wenn Du selbst dich anstecken lässt und Deine Gedanken neidvoll und boshaft immer um einen Punkt kreisen, wird es schwierig, denn das passt nicht zu Dir. Sonst würde ich Dich nicht so schätzen.

  2. GLÜCKWUNSCH zu dem zauberhaften Bild, mit dem du erfolgreich gewesen bist! Deine Mutter ist stolz auf dich, daran habe ich keine Zweifel, egal wo sie jetzt ist.
    Und zum Loslassen: Ich glaube du bist ein Schrittchen weiter als ich, und ich möchte dich einfach bestärken, diesen Weg weiterzugehn. Es ist der richtige. Irgendwann komm ich nach. 🙂

  3. @soulsnatcher:
    also du meinst: pläne zwar loslassen, sie aber dennoch verfolgen? hm, spannender ansatz, hat was irgendwie …
    @blinkyblanky:
    danke für diesen input. hat was, ja, und nein, das passt nicht zu mir. ;-)))
    @anhora:
    och, weiter? hm. das sieht vielleicht so aus … andererseits ist ja die selbsteinschätzung bei solcherlei immer heikel …
    ach, ja, und danke euch fürs glückwünschen und mitfreuen 😉

  4. der birnbaum ist wunderschön!
    das eine sind die pläne, das andere das JETZT – du bist gerade im JETZT und ich erinnere mich an deine sehnsucht genau danach – diese zeiten braucht die seele, um dann die inneren bilder und geschichten zu anderen zeiten nach außen zu tragen
    anäis nin schrieb einmal… die kreativität beginnt schon dort, wie ich mein haus einrichte und meinen alltag gestalte ;o)

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