Fast geschafft! Schon bald habe ich das begehrte Papier. Die Bewilligung. Den Ausweis. Meine dreimonatige Touristin-Zeit geht zu Ende und ich erhalte demnächst meine für fünf Jahre gültige Aufenthaltsbewilligung. Oder heißt das Teil AusländerInnenausweis? Ein Passbild muss ich bloß noch mailen, doch dann ist gut.
Da habe ich also heute Vormittag, extra mehr als eine Stunde vor Schalterschließung um Stress zu vermeiden, das AusländerInnenamt besucht. Zum zweiten Mal. (Stammleserinnen erinnern sich womöglich noch an meinen ersten Besuch? – hier klicken). Diesmal erschien ich, wie vorgeschrieben, mit dem Vorvertrag von der neuen Arbeitsstelle und meinem Krankenversicherungsnachweis. Warten musste ich diesmal nicht. Ich stellte mich mit dem Satz vor, dass ich die Schweizerin sei, die sie das letzte Mal ausgelacht hätten. Der nette Herr meinte, da sei er leider nicht dabei gewesen und schon war das Eis gebrochen. Das erforderliche Formular war schnell ausgefüllt und schon war ich wieder draußen. Cool.
Auch auf dem Bürgerbüro – wie das Einwohnermeldeamt hierzulande heißt und wie ich inzwischen gelernt habe –, wo ich für meine neue Arbeitsstelle ein Formular bestellen musste, ging es lustig zu und her. Frau D. war richtig gut drauf und witzelte mit mir herum. Und ich mit ihr. Die Warteschlange, die mich zu Anfang abgeschreckt hatte, war, da alle anderen in Pärchenformation oder als Familiengruppe in die Büros gingen, schließlich halb so wild.
Kurz und gut: Erstaunlich positive Amtserfahrung, die ich da heute machen durfte. Gäbe es einen „Gefällt Ihnen das?“-Button für diese beiden Beamten, müsste ich diesen direkt anklicken.
Merke:
Manches ist besser als sein Ruf!
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Weiterführende Artikel:
Integrationskurs „Alltag in Deutschland“ – Lektion 1: Einkaufen
Integrationskurs „Alltag in Deutschland“ – Lektion 2: Wie Löwenzahn
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EDIT: Nachtrag: Der Ausweis ist für SchweizerInnen unbefristet gültig, was mich sehr positiv überrascht hat. Heute, am 4. Juli, habe ich ihn erhalten. Ein irgendwie tolles Gefühl, obwohl es doch nur ein Stück Papier ist …
Höm, und ich unke noch, lasst es uns machen wie die Griechen: erst wenn 10 Beamtete pensioniert worden sind, darf ein/e Neue/r eingestellt werden. Ich bin ein böser, böser Mensch.
lieber irgend: merke: manches ist eben besser als sein ruf! 🙂
ja es gibt sie, die netten beamtInnen, sogar in D – lach – freut mich, dass du gerade diese kennenlernen darfst!