Brunsbüttel – kleines Städtchen an Elbe und Nordostseekanal. Vermeintlicher Ausgangspunkt für unsern für Freitag angedachten Ausflug nach Helgoland. In der Touristeninfo bei der Schleuse am Ende der Einkaufsmeile erfahren wir jedoch, dass ab Brunsbüttel keine Schiffe nach Helgoland fahren. Nett ist sie nicht wirklich, die Dame. Auf uns hat hier niemand gewartet. Als ich mich erkundige, ob man auf der Fähre ab Büsum Plätze reservieren müsse, schnauzte sie ja, es sei schließlich Hochsaison. Ein kalter Wind, der uns da um die Ohren schlägt. Auch draußen rangeln Sonne und Regen um Vorherrschaft. Der Hafen ist schnell besichtigt, das Städtchen auch, sodass wir froh sind über die Einladung von K. und C., die in einem Ort in der Nähe wohnen. Irgendlink hatte ihre Adresse schon auf seiner Ums Meer-Reise als Übernachtungsmöglichkeit gesteckt bekommen, aber nicht in Anspruch genommen.
Bei Kaffee, Tee und Kuchen tauschten wir uns über Länder, kulturelle Verschiedenheiten, Fernbeziehungen, das deutsche Schulsystem, Meinungsumfragen und vieles mehr aus. Wir haben viel gelacht und im Schnelldurchgang zwei liebenswürdige Menschen kennengelernt. Im Nu war es drei Stunden später.
Eben fahren wir nach Hamburg und gucken uns dort die alte Speicherstadt an. Und was immer sich uns in den Weg stellt.
Umsteigebahnhof Elmshorn, kurz nach eins. Wir zwei Spinner hacken wie behämmert auf die iPhonetastatur.

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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).
Monat: Juli 2012
außerirdisch
Während seiner Ums Meer-Reise war Irgendlink vor zwei Wochen schon hier in Itzehoe. Bei dieser Gelgenheit lernte er seinen bis dahin unbekannten Blogleser S. kennen. Die Männer fuhren auch damals gemeinsam zum Kulturzentrum Planet Alsen. Damals war es offen, gestern leider urlaubshalber geschlossen. Dennoch spazierten wir zu dritt übers Außengelände und ließen uns von S. die Hintergründe des Projekts erzählen.
Später ein unerwartet sonniger Spaziergang an der Stör. Wir suchen und finden einen Geocache. S. ist verblüfft, dass unter einer Brücke, über die er täglich geht, so was unerwartetes wie ein Geocache (mehr: hier klicken) versteckt liegt. Uns freut’s. Die Dinger sind hier am Ort recht dicht versteckt. Hoffentlich können wir noch den einen oder andern heben … Wie im richtigen Leben sind die Schätze oft unscheinbar, klein und an unerwarteten Orten zu finden.
Bei einer köstlichen Vegi-Lasagne, die wir uns und unserm Gast kredenzen, lassen wir den Tag ausklingen.
Auf dem ersten Bild ein ehemaliges Schlämmbecken neben dem besagten Kulturzentrum – mit einem wunderbaren Echo-echo-echo.

Hier ein Detail der rostigen Raumkapsel gleich nebenan. Eine Collage der Kapsel findet sich auf pixartix_dAS bilderblog.

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Bilder: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).
Spielend
Wir Glückspilze! Ausgerechnet in den einzigen beiden regenfreien Stunden waren wir gestern einkaufen und durch die Stadt Itzehoe flanieren.
Ein Haus mit wunderbarem Backsteingemäuer hat es mir ganz besonders angetan. Auf pixartix_dAS bilderblog zeige ich eine stark verfremdete Variante.
Dieses Bild hier ist mit Autostich aus zwei (Pro HDR-)Bildern zusammengesetzt und mit PhotoWizard leicht verfremdet.

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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).
Teetassenorakel
Dass ich mich in meinem hohen Alter nochmals so heftig verlieben könnte, seufze ich. Diese Tasse ist aber auch zu schön. Ihre Farbe, ihre Form – eine Mischung aus robust, standfest und zierlich, die mich begeistert. Die Farbe changierend, zwischen grün, blau und türkis-grünblau. Zum Verlieben!
In Dänemark habe er sie gekauft, erzählt mein Liebster, in einer Töpferei. Seither ist sie in einer seiner Packtaschen, gut gepolstert, mitgefahren.
Daraus schmecken meine Yogitees sogar noch besser. 🙂

Bilder von unserm Artwalk nach und in Itzehoe auf pixartix_dAS bilderblog.
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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).
Von A nach B …
Von Rendsburg fuhren wir gestern südwestlich weiter aufs Land. Urlaub auf dem Bauernhof ist angesagt – in der Nähe von Itzehoe.
Unterwegs beschließen wir, einen Geocache zu suchen. Leider erfolglos, was das Finden des Geocaches betrifft, erfolgreich jedoch in Hinblick auf Bilderausbeute und Wohlgefühl.
Hier eine Rostcollage von der Brücke bei Ridders.
Mehr auf pixartix_dAS bilderblog.

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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).
In Rendsburg
Wer hätte das gedacht? Endlich hat mich mal wieder die Lust und Freude zu fotografieren gepackt.
Inspiriert dazu hat mich erstens Irgendlink, mit dem ich in Schleswig-Holstein zehn freie Tage verbringe, und zweistens die Stadt Rendsburg, die sich mit ihren vielen Gesichtern und bunten Farben geradezu darbietet, vor die Linse wirft und ihre Oppulenz offenbart.
Hier und auf pixartix_dAS bilderblog werde ich Bilder unserer Urlaubstage zeigen.
Hier eine Collage aus spannenden (Trash-)Objekten vom
gestrige Artwalk mit Irgendlink durch Rendsburg …

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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).
Über den Wolken …
… muss die Freiheit wohl grenzenlos …? Dummdidum. Schubidu.
Nein, die muss überhaupt nicht. Nicht und nichts. Und die Liebe erst recht nicht. Aber beide dürfen. Alles.

Doch inzwischen bin ich längst wieder gelandet. In den Lieblingsarmen.
„Die Pension“, die genau so heißt, ist so herzig wie vor einem Jahr. Wir schlafen in einem Dachzimmer im neu gebauten zweiten Stock.
Hach, Tee im Bett ist sogar unter den Wolken und unter einer Dachschräge schön. 🙂
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Bild: iDogma –
Fotografiert und bearbeitet mit verschiedenen iPhone-Apps (integrierte Software. Alle Bearbeitungsschritte wurden auf dem iPhone ausgeführt).
Auf kleinen Rädern
Aus dem Haus bin ich bei Spätsommerwetter. Kaum bei der nahen Post angekommen ist es auf einmal wieder Hochsommer. Sobald die Wolken der Sonne Platz machen, wird es schwül. Nach einem Letzte Dinge-Einkauf vor dem morgigen Flug nach Hamburg hänge ich nun Leckeis essend auf einer Parkbank unweit meiner Wohnung. Halbschatten. Das neue Buch, für die Reise gekauft, lockt.
Eben rollen zwei Jungs, fünf und sechs schätz ich mal, um die Ecke. Der kleinere auf Rollerblades, der größere auf einem Skateboard. Rollen? Na ja, so richtig rollt es noch nicht und schon landet der Kleine auf dem Po. Da nutzen die besten Handschoner nix. Schon will er weinen, besinnt sich aber schnell, dass er ja nicht mit der Mama unterwegs ist, sondern mit einem Kumpel oder großen Bruder. Weinen ist eh nur was für Bubis, das weiß doch jeder. Er dreht sich um und steht auf. Stapft zum nahen Zaun wie unsereins in Skischuhen. Der Große überholt ihn und schon rollen, stapfen und verschwinden sie wieder aus meinem Blickfeld.
Hinfallen, aufstehen. Fehler machen. Dürfen. Weitergehen. Kinder machen es uns vor. Gut, ab und zu eine Träne darf sein, wenn’s denn wirklich irgendwo weh tut und nicht nur um Mitleidfischen geht.
Schon drehen sie ihre zweite Runde um den Häuserblock. Diesmal rollt der Kleine an mir vorbei. Ja, jetzt rollt er bereits. Zwar ringt er noch um Gleichgewicht, balanciert aus, doch nur so findet er heraus, wo seine Mitte ist und lernt, ohne darüber nachzudenken, etwas wichtiges fürs Leben.
Schnitt.
Es ist Abend. Ich backupe Daten, Bilder- und Textordner, vom Rechner auf die externe Festplatte, wie ich es von Zeit zu Zeit mache. Vor dem Urlaub immer. Zur Sicherheit. Damit mein Rechner auch ein paar entspannte Urlaubstage genießen kann.
So sortiert wie heute Abend habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. Ist sicher auch die Vorfreude auf das morgige Wiedersehen mit dem Liebsten. Nach über vierzehn Wochen hat sogar das Packen, das ich sonst nicht wirklich mag, Spaß gemacht. An die kleinen Jungs auf den kleinen Rädern musste ich dabei denken und wie wir Dinge fürs Leben lernen. Und was wirklich zählt. Auch dass es nicht schlimm ist, wenn ich etwas nicht dabei haben sollte – solange es nicht der Akku und das Ladekabel sind, die ich vergessen würde, natürlich nur.
Wie lernen wir, wie finden wir heraus, was wir wollen und was wirklich zählt? Ist es Erfahrung, Konditionierung, Programmierung gar? Glaubenssätze lernen wir durch Wiederholung sagen die PsychologInnen und Verhaltensforschenden. So wie alles. Problematische Glaubenssätze – sagt Hirschhausen (siehe letzter Blogartikel) – lassen sich am besten durch unsern neuen Erkenntnissen entsprechende Glaubenssätze überschreiben. Denn nicht alles, was wir glauben, tut gut. Nicht alles, was wir glauben, ist wahr – obwohl es wirkt. Und nicht alles, was wir glauben, müssen wir bis ans Ende unseres Lebens glauben. Die noch recht neue Wissenschaft der Positiven Psychologie setzt genau da an: es gilt neue Wege des Denkens und im Verhalten zu entdecken.
Ob ich mal wieder Rollerblades fahren sollte?
Drei Kleeblätter sind genug …
Auf Freundin L.s Klo bleiben alle länger als nötig. Auf L.s Klo wird man glücklich, denn auf L.s Klo liegt das Buch Glück kommt selten allein von Dr. med Eckart von Hirschhausen.
Da ich seit vielen Jahren kaum mehr Sachbücher – ist es denn ein Sachbuch? – lese, es sei denn, ich soll sie rezensieren, war meine Skepsis bei meiner ersten stinklangweiligen Sitzung im besagten Sitzungszimmer nach Anschaffung und Entdeckung des besagten Buches ziemlich groß. Doch sie schmolz wie der vielzitierte Schnee. Nicht nur bezauberten mich Hirschhausens Wortwitz und seine Witzworte augenblicklich – denn übers Glück nachdenken und lesen ist ziemlich lustig! – auch gefällt mir die Art und Weise ausgegsprochen gut, wie er uns Kopflastig-ernsthaft-nach dem Glück-Suchenden abholt. Auf über vierhundert Seiten vermittelt der Arzt und Komiker auf unterhaltsame, jedoch niemals seichte Art sein umfassendes Wissen über die Glücksforschung. Systematisch aufgebaute Erkenntnisvermittlung, liebevolle Ironie, fundierte Denkansätze und originelle Schlussfolgerungen. Und immer wieder entspannendes Lachen über sich selbst. Da gibt einer Tipps, nur um am Schluss sinngemäß zu sagen: Wenn du es herausgefunden hast, bring es mir bitte bei. Niemals erhobener Zeigefinger – jedenfalls nie lang. Und wenn, dann nie ohne Augenzwinkern.
Ich zitiere ein paar Bonmots des Autors:
- Shit happens! So ist das Leben: Mal bist du Taube, mal bist du das Denkmal.
- Optimisten machen Sudoku mit Kugelschreiber.
- Du willst anders sein? Andere gibt es schon genug.
- Willst du recht behalten oder glücklich sein?
- Es ist einfach, glücklich zu sein, schwer ist nur, einfach zu sein.
Diese kleine Zitate-Sammlung, so am Stück gelesen, könnte ein falsches, oberflächliches Bild des Buches vermitteln. Da ist sie wieder, diese Ernsthaftigkeit, die an mir haftet und klebt und mich daran hindert, einfach glücklich zu sein. Na ja, immer glücklich wäre wohl ein bisschen zu anstrengend, behauptet Hirschhausen, es würde uns überfordern. Warum? Lies selbst, doch fang unbedingt mit den beiden Vorworten an. Eins für Optimisten und Neugierige und eins für mich und andere Kritische.
Ein Buch, das gut tut. Und endlich ist es meins, denn Freundin L. hat es mir verspätet zum Geburtstag geschenkt. So lang kann ich nämlich weder bei ihr noch bei mir auf dem Klo sitzen, wie es da zu lesen gibt. Gute Nachricht: Es lässt sich auch auf dem Sofa und im Bett lesen. Im Zug sicher auch. Über deine lauten Lacher freuen sich deine Mitreisenden bestimmt. Glück sei nämlich ansteckend, sagt der Autor.
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Dr. med. Eckart von Hirschhausen: Glück kommt selten allein. rororo-Taschenbuch (4. Auflage, Januar 2012)
Ein Lesebuch der besonderen Art: mit Fotos vom Autor, Geld-Bastelbögen und Pinguin-Daumenkino. Ein erfrischend provokanter Perspektivenwechsel auf Finanzkrise, Partnerwahl und Erdbeermarmelade.
