Das Heimatding mal wieder

Es ist ja nicht so, dass ich fremdgehe. Es ist vielleicht eher so, dass ich einen Ort suche, der meinem aktuellen Schreibbedürfnis eher entspricht.

Am Anfang habe ich auf Ello ähnlich kurze Sätzchen und Gedankenfetzen gepostet wie ich es von Twitter her kannte, inzwischen habe ich mir dort eine kleine Sitzecke eingerichtet, wo ich gemütlich lesen und schreiben kann. Wäre Twitter eine Art Fastfood-Restaurant, wäre Ello ein gemütliches Café mit wenig Lärm, wenig Aufregung, wenig Hin- und Her, dafür mit vorzüglichen Teesorten, leckersten belegten Broten und wunderbaren Desserts. Selbstgemachtes Eis zum Beispiel.

Ausgelöst von einem Post über das Wohnen am Meer habe ich vorhin dort ein paar Zeilen geschrieben:

»… warum leben denn nicht mehr von uns am Meer?

Warum leben wir, wo wir leben? Und wieso leben so viele Menschen nicht so und nicht dort, wie und wo es ihrer Art und Natur eigentlich entspräche?

Ich höre euch antworten:
Wegen der Arbeitsstelle.
Wegen der Familie.
Bin hier geboren.
Habe hier ein Beziehungsnetz aufgebaut.
Mein Liebster kommt von hier.
Ich bin/fühle mich hier zuhause.

[…]

Nun ja, bei mir ist es vielleicht so, dass ich wohl etwa 50% meiner Zeit am liebsten an einem Meer wohnen wollen würde. Mal an einer Mittelmeer- oder Atlantikküste Frankreichs oder Portugals (Italien und Spanien eher nicht, allenfalls eine Insel?), mal sehe ich mich auf einem Hausboot, mal in Südschweden − Kattegat oder Skagerrak −, mal an der schwedischen Ostsee, am bottnischen Meerbusen …«

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[Ich schreibe übrigens auf einem persönlichen Blog weiter über meine Innenansichten. Wer dort mitlesen möchte, schreibe mir bitte eine Mail.]

Gelesen: Zur Quelle hin – reblogged

Kai Dörfners Buchbesprechung möchte ich hier herzlich gerne mit euch teilen:

Du strahlst so!

Pilgern ohne Pilgerroute, Pilgern ohne katholischen Glauben, Pilgern ohne enge Kontakte mit anderen PilgernBuch "Zur Quelle hin" – was bleibt da noch übrig, was dient als Motivation? Für die 49jährige Denise Maurer ist es der Bedarf nach einer Auszeit, um wieder zu Kräften zu kommen und die eine oder andere Quelle für den künftigen Alltag zu finden. Doch ganz alleine sollte es nicht losgehen, ihr Partner Jürgen ist als erfahrener Jakobsweg-Pilger mit dabei.

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Farben und Gerüche

Ich erinnere mich daran, dass ich schon sehr früh, noch im Vorschulalter vermutlich, Geräusche und andere sinnliche Wahrnehmungen in Farben und/oder als Geschmack auf der Zunge oder Nase gesehen, geschmeckt oder gerochen habe. Synästhesie nennt sich das, habe ich vor ein paar Jahren gelernt.

Heute morgen habe ich eine ganz spezielle Erkenntnis gehabt. Dazu muss ich kurz sagen, dass ich ja nicht nur Dinge wie Geräusche, Menschen und anderes in Farben und Geschmack übersetze, sondern auch − oder sogar ganz besonders auch − Zahlen und Buchstaben. Als ich heute Morgen, warum auch immer, über Umlaute nachdachte, begriff ich folgendes: E ist eierschalenfarbenes Weiß, das die Farben von A (ein dunkles Mittelblau), O (erdfarbenes Dunkelbraun) und U (ein dunkles Grün) mit seiner Helligkeit verändert.

Meine Erkenntnis war: Auch in meiner synästhetischen Wahrnehmung kommt die klassische Farbmischalchemie zum Tragen.

Ich denke nicht oft über meine Synästhesie nach, sie ist einfach da, sie ist immer Teil von mir gewesen, auch wenn ich erst spät gemerkt habe, dass es keineswegs üblich und normal ist, in Farben zu schmecken. Und Geräusche als Geschmack auf der Zunge wahrzunehmen.

Diese kleine Erkenntnis heute Morgen, so nicht weltbewegend sie auch ist, hat mich irgendwie gefreut. Sie lässt mich mein Mensch-Sein, mein So-wie-ich-bin-Sein spüren, sie macht mir klar, dass ich lebe, dass ich wahrnehme, dass ich Teil eines Netzes aus unverständlichen, aber als Farben, Gerüche und Geschmack wahrnehmbaren Impulsen bin.

Nicht mehr und nicht weniger.

Wie sozial können Medien eigentlich sein?

Warum ich zurzeit mehr auf Twitter & seit gestern neu auf Ello bin als im Blog unterwegs bin? Weil es mir in dieser kurzen Form eher zurzeit am besten gelingt, meine Gedankensplitter und -blitze, Winzigweisheiten, möglichen Wahrheiten, Erkenntnisse, Lachmomente und Mitmenschlichkeiten in relativ konzentrierter Form in Worte zu fassen.

Nun ja … die sogenannt sozialen Soziale-MedienmacherInnen wollen doch alle eh nur das Eine: Ihren Kundinnen und Kunden die von ihnen gewählten Inhalte servieren. Jene Inhalte, die grad am meisten Kohle bringen.

Machen wir uns doch nichts vor. Auch kostenlos bloggen, twittern, fb-en, ello-en hat einen Preis, denn Server, Hoster, Programmierende und Support kosten Geld.

Doch wo ist die Grenze zwischen Werbung und Manipulation? Darüber wurde gestern unter dem Hashtag #RIPTwitter heftig diskutiert. Twitter will, um die roten Zahlen wieder in schwarze zu verwandeln, möglicherweise die Timeline dem Zufall sprich gewissen Relationen überlassen. Wie bei Fakebuch. Nicht mehr chronologisch, chaotisch, zufällig … sondern zensuriert, manipuliert. Die Ankündigung wurde inzwischen relativiert. Twitterpowerseidank.

Und ich bin noch immer da. Auch ich … noch immer.

Falls ihr mich hier vermissen oder dort suchen solltet, findet ihr mich da:
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Instagram ⇒ hier klicken

Zwei Tipps fürs Auge und Gemüt

Gerne empfehle ich euch, mal wieder auf Pixartix, dem Bilderblog, vorbeizuschauen. Unser zweiter Drei Bilder-Zyklus hat bereits vor einem Monat begonnen und schon fünf KünstlerInnen haben ihre Bilder-Trilogien erzählt. Heute geht es weiter mit dem ersten Holzweg von Irgendlink.

Und wenn wir schon bei Irgendlinks Abenteuern sind. Er steht − nämlich, vermutlich oder vielleicht? − mal wieder in den Startlöchern für eine weitere Radreise. Diesmal mit Ziel Gibraltar. Seine Gedanken vor der Reise gibt es neu nicht auf dem Irgendlink-Blog, sondern hier:
⇒ europenner.de. ⇐

Jaaa, der Europenner lebt, man muss ihn nur zuweilen aus seinem Winterschlaf wecken.