Was für ein erholsamer, nährender Sonntag! Ausschlafen. Den Tee ins Bett gebracht bekommen. Nähe. Vertrautheit. Geborgenheit. Sonne wider Erwarten. Lust, die gestern an Land gezogene Einladung, gemeinsam mit Irgendlink Bilder auszustellen, heute aufzugleisen. Die Zeit läuft. Bereits in vier Wochen, am 11. September, ist Walnussfest in G.. Dort sind wir eingeladen, einen Tag lang unsere Kunst zu präsentieren, iPhone-Kunst vorwiegend. Gewünschter Schwerpunkt: Naturaufnahmen aus der Umgebung. Nichts allzu verrücktes. Möglicher Nebeneffekt dieser Begegnung: Wir können, wenn nichts dagegen spricht, ein kleines Ausstellungsgebäude langfristig bildnerisch gestalten.
Nach dem Gespräch mit dem Verantwortlichen gestern Abend haben wir am Küchentisch unsere Hirne gestürmt und alle Ideen aufgeschrieben, die uns zur Umsetzung eingefallen sind. Denn das Problem ist in der Tat die Umsetzung, denn wir können nicht einfach Bilder, die nur für G. passen, ausstellen. Dazu haben wir weder die Zeit noch das Geld und schlimmstenfalls würden wir auf diesen sitzenbleiben.
Ein bisschen verkauft Frau – und Mann auch – schon die Seele, wenn sie (oder er) sich bei der Themenwahl dem Anlass und dem Publikum anpassen soll. Ich sage mir jedoch, dass ja trotzdem jedes meiner Bilder meine Handschrift tragen wird, selbst wenn ich mich thematisch angleiche. So what? Mir fällt kein Zacken aus der Krone, wenn ich mich von gegebenen Themen, die ja nicht abwegig sind, inspirieren lasse.
Das liebe Geld: Qualität hat ihren Preis. Bilder herstellen lassen kostet. Kosten, die ich für meine Kunstwerke selbst trage. Da es eine Freiluftausstellung sein wird, haben Irgendlink und ich uns für auf Aludibond gedruckte Bilder entschieden. Eine sehr praktische Technik, die allerdings nicht billig ist. Wir werden beide je etwa zehn Bilder ausstellen sowie eine gemeinsame Fotomappe mit weiteren Bildern, die bestellt werden können, auflegen. Weitere Ideen sind noch nicht druckreif aber in der Mache. Die Bilder, die wir zeigen, werden sowohl für den Anlass in G. passen, doch wir können sie auch am anschließenden Weekend, dem 17. und 18. September, im Offenen Atelier – hier auf dem Gehöft – ausstellen können (zur Liste: hier klicken, Seite 13 oben).
Ja, ich werde erstmals Bilder ausstellen. Irgendlink hat mich eingeladen, beim Offenen Atelier mitzumachen, bei dem er jährlich ein Wochenende lang seine Ateliertüren für Besuch aus aller Welt öffnet. Die Veranstaltung wird im Rahmen des Kultursommers vom OrgaTeam Meyer-Grönhof/Lohrengel organisiert, in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Bildender Künstler Rheinland-Pfalz (BBK) und im Auftrag und mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur (Zitat Internet). Soviel zum Hintergrund.
Im Vordergrund stehen jede Menge Kunstschaffende, die ihre Kreationen teilen sowie sicht- und erfahrbar machen wollen.
Schnitt.
Beim Frühstück beschlossen wir spontan, einen der Rundwanderwege von G. zu erwandern und dabei Bilder zu sammeln. Genug für die Ausstellungen hätten wir ja, doch da war die Lust auf neue Bilder … Gesagt getan. Für mich gibt es kaum etwas schöneres als mit meinem Liebsten und der Kamera unterwegs in der Natur zu sein.
Über hundertvierzig neue Bilder habe ich mit nach Hause gebracht. Es gibt viel zu tun, doch Kunst zu schaffen ist eine Arbeit, auf die ich mich freue und die mich nährt. Genau so sollte Arbeit sein, eigentlich!

Bild: Ideensammlung. Das hintere Bild denke ich mir als mögliches Ausstellungsraumelement. Vorne: ein Entwurf/Stilleben.
spannend! wünsche euch viele Begeisterte und den ein und anderen Verkauf…
mail mir doch mal die daten von diesem fest- und wann Ihr dort seid.
und bitte – was bedeutet: aufgleisen?
gruß von sonja
liebe sonja
mail folgt.
aufgleisen? kennt man/frau dies wort in dtld nicht?
ich bin immer wieder überrascht, welche worte hier geläufig sind und welche nicht 🙂
aufgleisen heißt soviel wie einfädeln, entwerfen, andenken …
herzlich, d.
So Gelegenheiten nutze ich zur Stellungnahme gegenüber der eigenen Arbeit (Auswahl usw), Nutzen und keine Kosten hat eher der Veranstalter. Nun ja, man kann sich in gewisser Weise geehrt fühlen. Gutes Gelingen und Grüß U.
genau, und darum werden wir nach reiflichem abwägen absagen. wir konzentrieren uns aufs offene atelier. immerhin hat das ganze ein paar prozesse ausgelöst und das ist doch gut!
Da kann man ja neidisch werden! 😉 Hey, ich wünsch dir ganz viel Erfolg bei der Ausstellung. Aber vielleicht ist das gar nicht so wichtig wie die Zeit, in der du die Ausstellungsstücke erschaffen hast. Ich finds toll, freu mich für dich!
danke, liebe anhora. deine mitfreude tut mir grad sehr gut … und ja, das kunst schaffen ist immer viel wichtiger als das geschäft. und doch, wenn sich andere mitfreuen, freut es mich natürlich sehr 🙂 aber bitte nicht neidisch werden, gell!