Von Hochsitzen und Tiefpunkten

Wie es sich wohl lebt, so auf einem Hochsitz? Und was sich da oben wohl so alles anstellen lässt? Irgendlink und ich phantasieren drauflos, während wir – grün, blau und waldbraun geniessend – von Hochsitz zu Hochsitz pilgern. Endlich Frühling. Über zwanzig Grad. Langes T-Shirt reicht längst.
So viele Bilder wie gestern habe ich schon lange nicht mehr gemacht. Ein letztes noch, sage ich mir, denn wir sind auf dem Rückweg zum Auto. Da, diese morastige Grube zwischen Wiese und Straßenrand! Ein Fußabdruck, ein Schuhprofil – könnte das nicht sogar ein Straßen & Wege-Bild für die aktuelle pixartix-Serie werden?
Ich setze meine Fuß auf den Morast, fast wie einen Stempel, und hebe bereits den zweiten. Leider kann ich meinen rechten Fuß nicht mehr rechtzeitig bremsen, denn der linke ist bereits schuhtief versunken. Dem rechten gelingt es, sich schnell wieder aus dem Dreckloch zurückziehen, während der linke tiefer und tiefer gezogen wird. Das iPhone in der linken Hand, mit geöffneten Fotoprogramm, bildet von alleine ab, was geschieht (das letzte Bild unten).
Nur dank Irgendlinks beherzter Rettungsaktion, beschrieben und bebildert auch in seinem Blog, konnten ich und (noch fast wichtiger) mein iPhone das Abenteuer relativ unbeschadet überstehen. Barfuß zurück zum Auto. Barfuß Autofahren … damit kann man eh nie früh genug im Jahr anfangen!
Tja, um Höhe- und Tiefpunkte herum kommt eben niemand.
(das ist eine Galerie: Bild 1 anklicken und so weiter …)


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Bilder:
undogmatische Appspressionismen (iPhoneArt mit Gimpunterstützung).

Neues aus Mietzenhausen

Heute mal wieder ein kleines Rätsel …
Sie …
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plus Faktor x gleich …
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x 25 gleich …
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Wer hat eine Idee, was Faktor x (= y mal z) sein könnte? Nein, diesmal gibt es keine Preise zu gewinnen … just 4 fun … 🙂
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Bilder:
undogmatische Appspressionismen (iPhoneArt mit Gimpunterstützung).

Literatur einmal anders

Gestern Abend in der Galerie Prisma. Wir genossen Literatur. Texte von Tucholsky. Doch für einmal nicht in Form einer klassischen Lesung, sondern als literarisches Cabarett.
Texte und Lieder, die Tucholsky für und über Frauen (und Männer) geschrieben hat. Interpretiert wurden die Texte und Lieder von Silvia Bervingas (als Margot Müller im vorletzten saarländischen Tatort bekannt geworden) und Helmut Hofmann (Piano). Eine geniale Vorstellung!
Er telefoniert (vorher):

IMG_3514_smSie telefoniert (mitten in der Vorstellung):

IMG_3508_be_smIch schreibe (nach der Vorstellung):
Das Rauschen der Stimmen
Kanon aus Wörtern
neue Melodien
so noch nie gewesen
immer ähnlich
nie gleich
Wörterrausch
und Champagner im Blut
Gespräche sprudeln
und gewinnen an Tiefe
die reden,
verlassen in Wortbooten das Ufer
spülen dem offenen Meer zu
die Paddel im Boot
lassen sie sich treiben
Kontrolle wie lose Seile
spröde Seile, die genauso lange halten,
wie wir sie nicht überstrapazieren
ungefragt zerreißen sie sonst
und nun ist da Meer – uferlos
wir alle mittendrin
Gespräche zerrinnen durch die Ritzen
Stimmen
verstummen
unbestimmt
(verstimmt oder stimmig)
akustischer Leerraum
kurz
Stille
nun wieder Fülle
Wörter tanzen erneut
ich ersehne das Ufer
Mein Kopfkissen. Das Bett.
Bin ich müde!
Lass uns heimgehen, Liebster!

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Bilder:
undogmatische Appspressionismen (iPhoneArt mit Gimpunterstützung).

neulich im Weinrebenpark

Weil Freundin M. (1) auch heuer wieder ein Jahr älter geworden ist, aber an ihrem Festtag – dazu Ostersamstag – arbeiten musste, besuchten wir sie einfach an ihrem Arbeitsort in Dietikon/ZH, nämlich in Bruno Webers Skultpurenpark, auch Weinrebenpark genannt. Dort, wo ich vor vielen Jahren ebenfalls eine Zeitlang gearbeitet hatte. Ein schöner Nachmittag, der in einen gemütlichen Abend bei ihr zuhause überging …
Bereits früher habe ich hier und hier über den Weinrebenpark berichtet und Bilder eingestellt. Den unten gezeigten Wassergarten kannte ich so – mit See – noch nicht, er wurde erst im letzten Sommer eingeweiht. Der daran angrenzende Wassergartensaal ist ein wahres Bijou für Augen und Sinne und kann für Feste gemietet werden


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Bilder:
undogmatische Appspressionismen (iPhoneArt mit Gimpunterstützung).

aufgelöst

Liebe Leserinnen und Leser
Ihr seid einfach wunderbar. Dass ich euch so einen langen Artikel wie den letzten zugemutet habe, ist ja eins, doch dass ihr auch noch so angeregt mitdiskutiert und mitgerätselt habt, freut mich echt total.
Vier Leserinnen und Leser haben mir die richtige Lösung gemailt:
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Der Autor heißt Philip Roth und das Buch Nemesis*
Gewusst haben dies
Karin Träumerleswelt, die das Buch ihrer Tochter geschenkt hat (und – wer weiß? – das Buch vielleicht und hoffentlich auch noch lesen wird?),
Uwe Heckmann, der das Buch gleich nach Erscheinen gelesen hat,
mb aka Frau Haushundhirsch, die das Buch vor einer Weile gelesen hat und last but not least,
Anhora, die das Buch lesen will, wenn sie meine doch etwas detailreiche Buchbesprechung vergessen haben wird …
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Erster und zweiter Preis:
Signierter Kurzgeschichtenband „Nachtfalter“, worin ich mit zwei Kurzgeschichten vertreten bin (auch drei Jahre nach Erscheinen noch knackig und gruselig).
Dritter und vierter Preis:
Eine Touchnote-Kunstpostkarte, die von A-Z auf dem iPhone gestaltet worden ist und direkt von dort aus zu euch nach Hause flattern wird.
Ich werde jetzt alle vier Namen auf Zettel schreiben – noch mehr Trommelwirbel bitte! – und ziehen ….
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(leider ist der Fokusmotor meines iPhones kaputt (Wackelkontakt) – drum die Unschärfe, nix für ungut)
And the Winners are …
1. Preis: Anhora
2. Preis: Karin Träumerleswelt
3. Preis: Frau Haushundhirsch mb
4. Preis: Uwe Heckmann
Nochmals großes Dankeschön fürs Mitmachen und eure Lesetreue!
Herzliche Grüße, Sofasophia
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* weitere Rezensionen auf …
text-und-zeit.de
egotrip.de

Lenz im Prisma

Was so eine Gruppen-Ausstellungseröffnung alles zu tun gibt, ist nicht zu unterschätzen. Gestern haben wir den ganzen Tag an den Feinheiten gearbeitet wie Rahmung, Verpackung und Präsentation der kleinen Bilder für den „Offenverkauf“, Etikettierung und dergleichen Kleinkram mehr.
Im Prisma herrschte reger Betrieb, als wir kurz nach 17 Uhr eintrafen. Die Stunden der letzten Dinge. Da wird noch ein bisschen Hand angelegt und dort noch ein wenig gerade gerückt. Doro rennt mit ihren schön glasierten Raku-Kugeln herum, um den besten Platz zu finden. Irgendlink klebt die Etiketten an die Wand, während ich bei Optiker F. meine neue Brille hole. Und schließlich kommen die ersten Gäste.

Hier ein paar (leider nicht sehr gute) Schnappschüsse. Mein iPhone kommt bei wenig Licht deutlich an seine Grenzen …

Blooß kään Stress – besser noch eine Tasse Kaffee trinken! -> Bild: unterste Reihe, zweites von rechts. | Irgendlink mit Interessierten im Kunstgespräch -> Bilder: zweitoberste Reihe, zweites von rechts und erstes unten links
Lenz 1
Artur verrät uns sein Geheimnis: zwei seiner Bilder passen zusammen. Psst, nicht weitersagen. -> Bilder: zweites von links in der obersten Reihe und erstes unten links. | Irgendlinks Bilderwand -> Bild: ganz rechts in der obersten Reihe.
Lenz 2
Erst danach, wieder zuhause, merken wir, wie müde wir sind. Wie viel Energie wir für die Ausstellung aufgewendet haben. Wie anstrengend das alles war. Endlich vom Tisch … Puh …
Und doch, es war angenehm … und schön, dass soo viele Leute gekommen sind.
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Bilder und Montage:
Appspressionismen (iPhoneArt)

katzenweise …

… oder das erste Bild zu meinem neuen Katzenblog? 😉
mietzforblog
Warum Mietze unsere Hausschuhe mag, ist mir ein Rätsel. Ob es als Kompliment zu verstehen ist? Verstehe einer die Katzen – verstehe einer die Menschen!
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Bilder und Montage:
Appspressionismen (iPhoneArt)

Unter der Decke

Wieder hat sich die Welt um mich herum in einen weißen Pelz gehüllt, einen nassen, kalten Pelz, der sie isoliert und vor Eisschmerz schützt. Ich gestehe dennoch, dass ich genug von Kälte und weißem Einerlei habe. Täglich schiele ich auf die Prognosen und zähle die Tage, bis nachts wieder Plusgrade sein werden und wir hier, auf dem einsamen Gehöft, die Wasserleitungen erneut öffnen können. Fließend Wasser ist nicht zu unterschätzen!
Sonntags, im Oberwürzbacher Wald auf Geocachingtour*, haben wir uns diese angekündigten Schneefälle ja kaum vorstellen können, doch gestern, in Saarbrücken unterwegs, war der kurze Frühlingseinbruch von letzter Woche nur noch eine Mär.
Jetzt leben solle der Mensch … Stimmt ja, zumal es jetzt viel zu tun gibt. Irgendlink trifft Vorbereitungen für die Ausstellung LENZ, an der er mit seiner Kunstgruppe Prisma beteiligt ist (Flyer großklickbar).

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Wer weiß, vielleicht hast du Zeit und Lust, bei der Vernissage mit uns anzustoßen? Herzliche Einladung!

Und wenn ich schon am Verbreiten guter Nachrichten bin: Auf Sofasophia appt die Welt zeige ich heute ein Bild, das ich zu meinen eigenen Favoriten zähle: Love Your Shadows (und gestern das Rohbild dazu).
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Habe ich eigentlich hier mal vom neuen Zyklus auf pixartix_dAS bilderblog erzählt? Strassen & Wege lautet das aktuelle Thema. Wieder beteiligen sich bereits ganz unterschiedliche FotokünstlerInnen, die sich täglich abwechseln. Andere werden später dazustoßen.
Viel Spaß beim Reinschauen!
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* Geocaching ist eine Outdoor-Schatzsuche in der realen Welt. SpielerInnen dieses Spieles versuchen, versteckte Behälter, Geocaches genannt, mithilfe eines Smartphone oder GPS-Gerätes zu finden, um anschließend ihre Erfahrungen online zu teilen. Mehr auf www.geocaching.com.

In Teufels Küche und zurück

Kennst du eigentlich Hinterweidenthal?, fragt der Liebste beim Spätstück. Er schmiert sich genüßlich ein Brot, sein Appetit kehrt offensichtlich zurück.
Hinterweidenthal? Ich runzle die Stirn. Joke oder wahr?, überlege ich, gewohnt daran, dass Irgendlink zuweilen schräg denkt und gerne mit Wörtern spielt. Hinterweidenthal klingt definitiv gut erfunden. Befinde ich. Schüttle den Kopf. Warte, was nachkommt.
Da könnten wir geocachen* heute, sagt er nun. Wenn du magst.
Ich zücke mein iPhone, öffne die Geocaching-App* und weiß zehn Sekunden später, dass es diesen Ort tatsächlich gibt – mitten im Pfälzerwald – und dass er eine ziemliche Cachedichte hat. Was für Sehenswürdigkeiten spricht. Der Teufelstisch – klingt das nicht mirakulös?
Ist es auch!,
bestätigt Irgendlink. Ich lade mir auch gleich noch den Cache „Tunnelblick“ aufs iPhone und ein paar weitere. Mal schauen, wie wir mögen. Beide sind wir noch auf Halbmast, doch es zieht uns mächtig raus in die Natur, raus in den Wald.
Die Anfahrt beschert uns den Blick auf eine Großbaustelle namens B 10. Neue Straßen werden gebaut, ganze Waldabschnitte wurden dazu gerodet. Rote Erde liegt offen. Mondlandschaften. Unterwegs in Teufels Küche? Da geht es heiß her, wie man sieht. Kalte Küche wäre hier undenkbar.
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Wir wandern vom Parkplatz zur Tischplatte des Teufels und staunen über dieses Kunstwerk der Natur. Uralt. Verwittert. Roter Buntsandstein. Erodiert. Magisch.
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Anschließend wandern wir zum Geocache „Tunnelblick“, den Irgendlink aka Pfaelzer vor vielen Jahren versteckt hat. Eine wunderschöne Ecke, trotz naher Bundesstraße. Wir hören nichts außer Vogelgezwitscher und unsere Echos, die wir im Tunnel klingen lassen.
Friedlich und still ist es hier. Zuerst zaghafte Regentropfen, kurz nur, dann Frühlingssonne vom Feinsten.
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Unterwegs schießen wir das eine oder andere Bild, ein Regenbogen guckt kurz zwischen den Wolken hervor und wir zwei kommen langsam wieder zu Kräften.
Betreten auf eigene Gefahr – müsste das nicht überall im Wald stehen? Im ganzen Lebensdschungel? An jeder Hausecke, sage ich, als ich diese Tafel hier sehe. Das ganze Leben ist Betreten-auf-eigene-Gefahr!
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Unterwegs bunter Kleinkram …
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Und zu guter Letzt auf dem Rückweg noch ein Abstecher in Blinkyblankys Atelier.
Wie bunt Leben doch sein kann!
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Bilder:
undogmatische Appspressionismen (iPhoneArt mit Gimpunterstützung).
* Geocaching ist eine Outdoor-Schatzsuche in der realen Welt. SpielerInnen dieses Spieles versuchen, versteckte Behälter, Geocaches genannt, mithilfe eines Smartphone oder GPS-Gerätes zu finden, um anschließend ihre Erfahrungen online zu teilen. Mehr auf www.geocaching.com.