Wieder einmal haben wir die Gewitterwarnungen ignoriert. Ist ja noch ewig hin. Um 18 Uhr sind wir sowieso wieder da. Sagen wir. Und die Wahrscheinlichkeit ist eh nur bei 30%.
Wir wollten gestern ja einfach nur baden und wandern. Und dazu war das ein perfekter Tag. Endlich nicht mehr so heiß.
Nicht zu weit weg wollten wir, darum schlug ich den Ohmbachsee vor, in welchem wir schon vor einem Monat geschwommen sind. Die Wanderung dazu hat uns das Internet vorgeschlagen und weil ich die entsprechende App nicht habe, übertrug ich einfach ein paar Eckpunkte in meine GPS-App. Der Rest würde sich finden, und tat er auch.
Im Wald.
Vom Parkplatz am Westzipfel des Sees aus wanderten wir im Uhrzeigersinn Richtung Nordosten. Nach einigen Kilometern auf einem asphaltierten Wanderweg tauchten wir endlich in den Wald ein, fast wie in Schweden murmelnd, und genossen die relative Kühle. Herrliches Gewölk über uns, das sich nach und nach grauer färbte; und als wir gerade ein Gehöft passierten, fielen ein paar erste schwere Tropfen.
Sollen wir uns unterstellen, bis der Regen, das Gewitter, vorüber ist? Wir überlegten kurz. Warten auf ein vielleicht nicht eintreffendes Gewitter oder weiterlaufen? Was wäre, wenn wir ins Gewitter kämen? Wenn wir klitschnass würden? Bis zum Auto waren es etwa vier bis fünf Kilometer. Als nach den ersten dicken Tropfen keine weiteren mehr folgten, wanderten wir entschlossen weiter. Im Wald würden die Bäume den Regen abhalten, zumindest eine Weile. Wir wanderten ziemlich zügig voran, denn trotz allem war von oben nass zu werden nicht wirklich das, was wir wollten. Lieber von unten, im See. Aber das könnten wir uns vermutlich abschminken.
So wanderten wir südwestwärts und hörten das sich nähernde Gewitter hinter uns, links von uns. Der Wind lärmte übermütig in den Bäume und wir schielten zwar ab und zu auf die Karte, um herauszufinden, wie weit es bis zu der nächsten Unterstellmöglichkeit wäre, doch richtig Angst hatten wir erstaunlicherweise nicht.
Unsere worst cases: Klitschnass werden und/oder vom Blitz getroffen werden. Wir haben Glück im Unglück, sagen wir zueinander, wenn es anfängt zu blitzen, halten wir uns einfach an den Händen, dann trifft es uns beide gleichzeitig. Galgenhumor.
Das Gewitter rumpelt mal näher, mal ferner, aber der Regen bleibt aus. Wir erreichen den Ort Gries ohne nass zu werden. Der Himmel vor uns klart auf, hinter uns ist er noch immer grau, aber das Gewitter hat eine andere Richtung eingeschlagen als wir.
Schließlich erreichen wir den Ostzipfel des Sees und beschließen den See außenrum zu umwandern, um so wieder zu unserer Badestelle vom letzten Mal zu gelangen, denn jetzt gibt es kein Halten mehr. Wie erwartet sind diesmal kaum Menschen am See. Die Luft hat etwa 24 angenehme Grade, das Wasser dürfte ähnlich warm sein. Nachdem ich aus dem Wasser steige, dünkt es mich gar, die Luft sei kühler als das Wasser. Herrlich erfrischend ist die lauwarme Brühe dennoch.
Am See
Wir ziehen uns an, bevor wir frieren und wandern zurück zum Auto. Elf Kilometer sagt die App, inklusive des kleinen Stücks Irrweg. Auf dem Rückweg wird der Himmel wieder grau und dunkel. Da haben wir ja echt mal wieder Glück gehabt.
Auf dem Rückweg.
Und als wir zuhause in der Künstlerbude hocken, regnet es dann doch noch. Ein bisschen.
oder Drei Tage Leben aus den Bordmitteln
oder Mit dem Liebsten in den Alpen (#mdLidA, mein Twitterhashtag)
Endlich doch noch ein bisschen raus. Ein bisschen was wie Ferien. Mit möglichst wenig Gepäck wandernd unterwegs sein. So der Plan. Wir wollten unterwegs sein ohne auf Einkaufsmöglichkeiten angewiesen zu sein, denn auf über tausend oder gar zweitausend Höhenmetern, zumal am Wochenende, könnte es schwierig werden, einen offenen Laden aufzutreiben. Wir schafften es mit Kocher, Wasser, Lebensmitteln und Übernachtungskram auf nur rund zehn Kilo pro Person. Plusminus. Omni mecum porto. Mein Wandermantra. Ich trage alles (was ich brauche) mit mir.
Mit dem Gedanken, doch noch so ein mehrtägiges Abenteuer zu wagen, hatten wir seit Wochen gespielt, und dann war da auf einmal dieses eine Wochenende ohne Termine und Pflichten. So packten wir am Freitagmorgen unsere Siebensachen und fuhren gegen Mittag los in die Berge. Bruthitze. Richtung Thusis zuerst und von dort dann westwärts den Berg hoch. Bei Ober Rascheins haben wir mein Autochen zweieinhalb Tage stehen lassen und machten uns von dort zu Fuß und per ÖV auf den Weg. (Route: siehe unten*)
Ein Freund führt seit Juni die Alp Bischola-Summerbeiz und hat uns quasi hergelockt. Darum sind wir schließlich auch als erstes dorthin und haben uns ein wenig an die für uns doch ungewohnte Höhe (knapp 2000 m. ü. M.) akklimatisiert. Zwischen Parkplatz und Bergrestaurant liegt der wunderschöne Pascuminersee. Noch zuhause haben wir ihn als ersten Lagerplatz auserkoren und zum Glück waren am Freitagabend noch nicht so viele Leute dort wie am Sonntagnachmittag. Am Freitagabend waren nur noch eine Frau mit ihrer Tochter dort. Sie zelteten ebenfalls direkt am See. Eine Jugendclique hatte sich zum Glück etwas weiter weg auf einer Anhöhe eingerichtet. [Als es dunkel war, ließen die doch tatsächlich ein Feuerwerk steigen. Auf 2000 m. ü. M.! Was für Volldeppen!]
Beat, der Wirt, hieß uns herzlich willkommen und servierte uns – da es (neben dem Käseteller) das einzige Gericht ohne Fleisch war – einen Eblysalat. Na ja. Immerhin habe ich es mal wieder probiert, aber Ebly und ich werden wohl nie Freundinnen. Dafür schmeckte die Nussschnitte göttlich, eine Bündner Spezialität, die süchtig macht. Und die zwei Kuchenstücke, die er uns als Bettmümpfeli mit auf den Weg gegeben hat, als Geschenk des Hauses, schmeckten – am See genossen – einfach nur wunderbar. Annettes Zucchini- und Zitronencake sind echt eine Entdeckung!
Zurück am See war es ziemlich unruhig. Wir beobachteten eine Weile das Geschehen, bevor wir schließlich doch direkt am See und bei der Feuerstelle unser Lager einrichteten. Die Idee, ohne Zelt zu schlafen, ließen wir aber bleiben, weil es doch recht feucht und kühl wurde. Und weil eine Mutter und ihre halbwüchsige Tochter sich zu uns gesellten, als wir gerade das Feuer entfacht hatten.
Gut schlafen geht anders. Für eher schlaflose Nächte ist unsere winzige Sardinendose, pardon unser hübsches kleines Wanderzelt doch ein bisschen eng**, so dass ich bei der ersten Morgendämmerung aus dem Zelt schlüpfte und herumspazierte. Etwas, das ich daheim nie tun würde, da ich ja eher eine Eule als eine Lerche bin. Es war jedenfalls einer der schönsten Sonnenaufgänge, den ich je erlebt habe.
Nach einem herrlich erfrischenden Morgenbad frühstückten und packten wir, um den Tguma hochzuwandern (knapp 2200 m. ü. M.). Um ins Safiental zu gelangen, mussten wir von dort aus über sehr steile Serpentinen etwa tausend Höhenmeter abwärts steigen. Was mir mal wieder so richtig fett in die Knie gefahren ist. Sie schrien laut, ich schwör! So sehr, dass ich unten, am Stausee, angekommen – die letzten zwei Kilometer mit zig Pausen wegen der brutalen Schmerzen –, kaum mehr gehen konnte. Wir fanden zum Glück bei einem Holzlager direkt am See einen tollen Nachtplatz, von wo aus wir auch gleich im nahen Bach Wasser holen konnten. Beide waren wir sooo müde, dass wir – nach dem Essen und einer Katzenwäsche im Bach – um halb zehn schon in den Schlafsäcken waren und bis kurz vor Sonnenaufgang durchschliefen. Ha, geht doch!
Meinen Knie ging es am Morgen deutlich besser, aber an den zuhause geplanten Aufstieg zur Alp Bischola respektive nach Ober Rascheins, wo das Auto stand – diesmal auf einer andern Route als beim Abstieg – war nicht wirklich zu denken. Also setzten wir den am Samstagnachmittag gefassten Plan um, mit ÖV so nahe wie möglich ans Auto ran zu kommen. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass ich zwar relativ schmerzfrei aufwärts und geradeaus gehen kann, aber nur mit relativ starken Schmerzen abwärts.
Wir studierten Karten und Höhenprofile und entschieden uns, mit ÖV zum Glaspass oder bis kurz davor zu fahren und von dort die letzten, nicht erschlossenen Kilometer nach Ober Rascheins zu wandern. Der Glaspass war im Grunde direkt über uns, die wir in Safien Carfil, am Stausee, lagerten. Von hier unten hinaufzusteigen hieße aber mit dem Feuer spielen, denn ich war ja nicht schmerzfrei. Immerhin waren die Schmerzen aber über Nacht erträglich geworden.
Um auf den Glaspass zu kommen, mussten wir die ganze Gebirgskette umfahren, um von der anderen Seite auf den Pass zu kommen. Heißt, wir mussten das Safiental abwärts mit dem Postauto, dort dann mit dem Zug dem Rhein abwärts ins Vorderrheintal zurück nach Thusis und von dort mit dem Postauto hoch zum Pass. Verrückte Rundreise! Aber schön wars. Trotz Maske.
Auf der Karte zeigen die roten Bömbel in Uhrzeigerrichtung unsere Rundfahrt an. (Den Link zur Karte gibt es hier und ganz unten.)
Screenshot der Karte
Irgendlink und ich hatten tatsächlich unsern Spaß, denn Postautofahren in den Bergen ist ja schon ein tolles Erlebnis. 🙂 Und die Rhätische Bahn ist auch irgendwie angenehm. Zum Glück hatten wir unsere Masken dabei und die behielten wir dann bis auf dem Glaspass auf, denn es gibt ja immer so Menschen, die … (aber das ist jetzt doch ein anderes Thema.)
Die Strecke vom Glaspass nach Ober Rascheins war nicht allzu anspruchsvoll, eine etwa vier- bis fünf Kilometer lange Wanderung rüber zum Parkplatz mit vielleicht zweihundertfünfzig Höhenmetern aufwärts und ein bisschen weniger abwärts. Wir wählten halb absichtlich, halb zufällig jene Route mit den wenigsten steilen Abstiegen und errreichten – nach einer köstlichen Picknickrast auf einer Bank mit Blick auf den Piz Beverin – gegen drei Uhr das Auto. Weil es meinen Knien noch immer relativ gut ging – super wäre übertrieben, aber ich hatte keine starken Schmerzen – und der Tag noch zu jung war, um bereits nach Hause zu fahren, beschlossen wir, nochmals ins Beizli zu wandern. Eine knappe halbe Stunde rauf, eine knappe halbe Stunde runter. Ohne Gepäck. Auf dem Rückweg wollten wir ein letztes Mal im Pascuminersee baden.
Im Beizli angelangt, freuten wir uns darüber, auch Annette noch zu sehen, die Partnerin des Beizers. Es herrschte Hochbetrieb, doch nach 17 Uhr wurde es ruhiger und wir hatten Zeit, ein bisschen auszutauschen. Eile hatten wir ja keine und die angenehme Temperatur um die 25 Grad war es wert, solange wie möglich zu bleiben. Auf dem Rückweg dann wieder alles abwärts. Und ja, ich habe das bewusst in Kauf genommen. Ich ahnte, dass das für meine Gelenke nicht so gut sein würde, doch ein letztes kühles Bad im Pascuminersee wollte ich mir eben nicht entgegen lassen. Unten angelangt pochten meine Kniegelenke wieder heftig. Gut, dass Irgendlink fuhr.
Inzwischen geht es den Gelenken zum Glück wieder besser und auch der Muskelkater-aus-der-Hölle verkrümelt sich so langsam. Und ja, unsere Bordmittel haben gereicht und wir hatten am Schluss sogar noch ein bisschen Nüsse und Dörrfrüchte übrig. Oh, warte! Da war doch noch dieser köstliche Cake im Alp Bischola-Summerbeizli. Den darf ich nicht vergessen. Der war nämlich nicht Bordmittel, der war Zugabe.
Was bleibt? Erinnerungen. Viele Bilder. Filmchen mit Kuhgebimmel und Bergbachrauschen. Und immer wieder bleibt mir diese Sehnsucht nach dem nächsten Mal, wenn der Berg ruft.
Tag 1
Aufstieg: Alpwiesen unter Blauhimmel
Wegweiser mit gelb-rotweißen Bergwanderungen
Irgendlink von hinten beim Aufstieg
Kuh von hinten auf erhöhter Weide
Bergsee vor Bergmassiv unter Blauhimmel
Bergsee, im Vordergrund Wiese, im Hintergrund Bergmassiv
Weidende Kühe, Kälbchen uns zugewandt
Wanderwegweiser auf dem Bischola-Pass
Alp Bischola-Bergrestaurant: Sonnenschirme unter Blauhimmel in Bergumgebung
Zwei Wanderrucksäcke an Stange gelehnt
Wieder der Bergsee mit Bergmassiv im Hintergrund, vorne und drumrum Wiesen
Feuerstelle vor See und Bergmassiv
Alpglühen bei untergehender Sonne
Tag 2
Vor dem Sonnenaufgang: See, Berge. Alles im Dämmerlicht, hinten ein erster orangefarbener Streifen
Dämmerung in den Bergen: Die ersten Spitzen färben sich rosa
Blick von unten auf den See, den Hügel darum und das Zeltlager mit unserm Zelt und dem unserer beiden Nachbarinnen.
Die Bergspitzen sind schon ein bisschen mehr in rose Morgenlicht getaucht. Die Wiesen im Vordergrund sind noch im Schatten.
Sonnenaufgang vom Hügel oberhalb des Sees. Die Sonne taucht alles in goldenes Licht, der See glänzt.
Die Sonne hat die Wiese am See erreicht und auch der Piz Beverin im Hintergrund ist im Sonnenlicht.
Blick aus dem Zelt auf den See und das Bergmassiv dahinter. Spiegelungen im See.
Auch das Zelt ist nun in der Sonne. Irgendlinks Hand greift nach der Kaffeetasse, die vor dem Zelt steht.
Kühe im morgendlichen Gegenlicht vor dunstigen Bergen in der Ferne.
Irgendlink schwimmt im See Richtung Bergmassiv zu.
Wir wandern bergan auf Tguma. Rechts im Bild ist ein Zipfel der Alp Bischola zu sehen, die wir bereits hinter uns gelassen haben. Ich steige bergan, Irgendlink fotografiert von oben.
Nochmals ein ähnlicher Bildausschnitt, diesmal mit Alp Bischola im Bild, Alpwiesen, Hügel, Berge unter Blauhimmel.
Irgendlink von halber Höhe aus fotografiert, wie er immer weiter auf dem Grat auf den Berg steigt.
Oben angelangt: Ausblick auf den weiterführenden Grat zum nächsten Bergspitz und die Aussicht in die Weite.
Noch ein Ausblick in die Weiten.
Irgendlink sitzt auf dem Tguma am Boden auf der Wiese und betrachtet seine Aufnahmen im Handy. Hinter ihm das Gipfelkreuz.
Die erste Seite des Gipfelbuches, in das wir uns eingetragen haben.
Weiter geht es auf dem Grat.
Ich genieße die Aussicht vom Grat aus in die Weite.
Irgendlink strebt auf dem Gratweg dem nächsten Gipfel entgegen. Von weitem fotografiert.
Beim nächsten Wegweiser steigen wir abwärts. Im Bild die Wegweiser und Irgendlinks Rucksack.
Bei der nächsten Siesta landet ein Schmetterling auf meinem Hosenbein.
Dieser Screenshot zeigt die Serpentinen des Abstiegs zum Stausee im Safiental. Sehr sehr steil. Tausend Höhenmeter abwärts geht es.
Wir sind unten angelangt. Ich habe Knieschmerzen-from-Hell. Aber wir sind beide glücklich, es geschafft zu haben.
Wir improvisieren aus einem Brett und Steinen eine Sitzbank bei einem Holzlagerplatz, wo wir später unser Zelt aufbauen.
Nach dem Essen spült Irgendlink am Bergbach, der gleich nebenan in den Stausee fließt, den Topf mit einem Grasbüschel und Wasser.
Der Stausee in der Dämmerung, umgeben von Bäumen, Kiesbänken, Hügeln.
Unser Bach mit viel Kies und Geröll.
Tag 3
Morgendämmerung: Bergspitze in der Sonne, Wälder, Wanderweg und Wiesen noch im Schatten.
Die Sonne erreicht bereits ein bisschen mehr Land, doch beim Zelt im Vordergrund ist noch immer Schatten.
Drei Steine stabilisieren die Zeltheringe im kiesigen Boden.
Auslegeordnung: Auf gefällten Baumstämmen sind unsere Sachen ausgebreitet, damit die Sonne die Morgenfeuchte trocknen kann.
Am Stausee ein Blick in die Hügel. Alphütten auf den Wiesen. Darüber Wald. Alles spiegelt sich im See.
Noch ein Blick auf den Stausee und in die Hügel. Alphütten auf den Wiesen. Darüber Wald. Alles spiegelt sich im See.
Schon fast ist alles eingepackt. Die Sonne hat unseren Platz erreicht.
Die zwei fertig gepackten Rucksäcke lehnen an der provisorischen Sitzbank.
Postautohaltestelle unter Bäumen.
Bei der Postautostation steht unter Bäumen ein Wanderwegweiser mit den umliegenden Zielen.
Ein Schmetterling hat sich auf Irgendlinks Buff gesetzt.
Im Postauto: von hinten nach vorn fotografiert bei der Station Versam Post.
Vor diesem Dorflädchen saßen wir vor Jahren auf unserer Rheinwanderung.
Kirche Versam, vom Postauto aus fotografiert. Vorne Wiesen, hinten Gebirge, darüber Blauhimmel.
Wir können vom Postauto aus hinunter in die Rheinschlucht schauen, wo wir vor Jahren gewandert sind.
Bahnhof Versam-Safien. Auch hier waren wir vor Jahren schonmal.
Ein großes Gebäude, das wie ein Wohnhaus aussieht. Links im Bild unser Postauto.
Der rote Zug der Rhätischen Bahn nach Reichenau-Tamins ist eingefahren. Menschen steigen ein und aus.
Blick vom Zug aus auf den Rhein. Im Hintergrund Felswände, darüber Blauhimmel.
Und noch ein Blick vom Zug aus auf den Rhein. Im Hintergrund Felswände, darüber Blauhimmel.
Station Trin, vom Zug aus fotografiert. Auch hier wieder ein Gebäude, das wie ein Wohnhaus aussieht. Dahinter Bäume.
Im Zug bei einer Tunneldurchfahrt fotografiert Irgendlink uns beide als Spiegelbilder im gegenüberliegenden Fenster.
Bahnhof Reichenau-Tamins: Warten auf den Anschlusszug nach Thusis. Vorne Schienen, hinten Gebäude, darüber Drähte und Blauhimmel.
Wir überqueren den Rhein, der sich hier aus Vorder- und Hinterrhein zusammensetzt. Blick auf Brücke, dahinter Flüsse, Bäume, Berge und Blauhimmel.
Eisenskulptur zeigt eine wartende Frau mit Koffern und Regenschirm auf einem Bahnsteig des Bahnhofs Thusis.
Fensterfront im Bahnhof Thusis aus roten, hell- und dunkelblauen Quadraten, darunter wartende Menschen. Von unten, die Treppe hoch fotografiert.
Auf der Passhöhe des Glaspasses auf dem Postautowendeplatz angelangt. Viele Autos parken hier.
Viele Tafeln zieren den Wanderwegweiser auf dem Glaspass. Wir nehmen den Weg Richtung Ober Gmeind.
Unterwegs. Blick von unserer Picknickbank aus.
Natürliche Skulpturen aus vom Wetter geschliefenen Wurzeln.
Irgendlink fotografiert von weitem, wie ich zu zu den Holzskulpturen gehe. Sie stehen inmitten von Gras, Gebüsch und Bäumen. Drumherum Berge.
Holzskulptur ragt in den Himmel.
Wir erreichen in der Nähe der Skiliftstation einen künstlichen See, was wir den Tafeln am Zaun entnehmen.
Der eingezäunte künstliche See, inmitten von Alpwiesen.
Aussicht von einer Ruhebank aus.
Der See von nahe, Steine am Ufer.
Steinmauer mit Flechten bei einem Haus am Ende des Weges.
Verschlossene, hölzerne Türe auf der Rückseite einer Holzhütte, davor Gebüsch.
Blume im Kuhmist. Was wohl zuerst war?
Im Bergrestaurant auf der Alp Bischola, wo alles anfing …
Auf dem Rückweg fotografiert Irgendlink nochmals die Umgebung und ich ihn.
Kühe grasen am Straßenrand nahe des Parkplatzes. Hinter ihnen eine Alphütte und dahinter Berge.
Im Auto sitzend ein letzter Blick zurück.
*Für die Karte (hier) habe ich drei Wegpunktefarben verwendet. Der unterste der blauen Bömbel markiert den Parkplatz und ist somit Ausgangs- und Schlusspunkt. Die blauen Wegmarkierungen gehören zu den Tagen eins und zwei, die lilafarbenen gehören zur Wanderung am Sonntag und die roten markieren unsere Reise per ÖV. Die Karte liest sich im Uhrzeigersinn.
**Das Sponsoring für ein leichte(re)s größeres Wanderzelt für zwei Personen ist hiermit eröffnet. 😉
Was für ein wunderbarer Platz! Obwohl es hochsommerlich heiß und Ferienzeit ist, halten sich nur wenig Menschen hier, am Ohmbachsee, auf. Wie schön! Ein Badesee vom feinsten, umgeben von Wald, unweit eines WoMo-Stellplatzes, eines Campingplatzes und eines Restaurants. Erstaunlich eigentlich, dass hier nicht mehr Leute sind, die baden oder mit Tretbooten durch das Wasser schippern.
Am Ohmbachsee
Es ist Montagnachmittag. Wir umrunden den See halb, bis wir eine Stelle finden, die uns gefällt. Sie ist geradezu perfekt: Halbschatten und dazu eine sehr nahe Einstiegstelle. Außerdem sind wir hier fast allein. Etwa zwanzig oder dreißig Meter entfernt sitzt – oder vielmehr liegt – ein anderes Paar. Als wir uns niederlassen und umziehen, kommen ein paar Radler:innen vorbei – eine Familie, die sich kurz an der schönen Aussicht erfreut – und eine kleine Pause machen, danach weiterradeln.
Wir schwimmen eine Weile und legen uns danach naß auf unsere Tücher. Herrlich ist das. Ich döse ein. Als ich die Augen öffne, stelle ich fest, dass sich etwa zehn Meter neben uns eine junge Familie niedergelassen hat. Wir nicken und lächeln uns zu. Das Kleinkind, vielleicht acht oder neun Monate alt, gluckst und giggelt und kann mich gar nicht mehr aus den Augen lassen, nachdem wir uns ein erstes Mal angeschaut haben.
Ich beschließe, da ich inzwischen wieder trocken bin und die Hitze bereits wieder an mir knabbert, ein weiteres Mal schwimmen zu gehen. Hilft nämlich auch gegen den Lärm der Militärflugzeuge, die das Gebiet hier immer mal wieder großräumig überfliegen. Gibt es etwas Erholsameres und Beglückenderes als mit den Ohren im Wasser auf dem Rücken im Wasser zu liegen und den Wolken beim Wolkensein zuzuschauen?
Nachdem ich mich wieder auf mein Tuch fallen gelassen habe, landet unweit von uns eine Familie. Schlägt auf, trifft es eigentlich besser oder: nimmt Land ein. Papa, Mama, ein etwa neun- oder zehnjähriges Mädchen, ein etwa zwölfjähriger Sohn an der Grenze zum Stimmbruch. Und ein Hund. Ich mag Hunde. Wirklich. Sehr. Meistens jedenfalls.
Was soll ich sagen? Zuerst sind sie ja dort hinten und ziehen sich um. In gebührendem Abstand zu uns, zur jungen Familie. Das junge Paar hat inzwischen das Bady in einen Badeanzug gepackt, da es – nachdem Irgendlink und ich geschwommen sind – auch ungedingt ins Wasser will. Es hat sichtlich Spaß daran, von der Mutter durch das kühle Naß gezogen zu werden. Zwischen uns und dem Paar ist eine angenehme Nachbarschaft entstanden.
Nun aber stürzen sich die beiden Kinder in die Fluten. Die Einstiegstelle ist, recht nahe von uns und darum ist es nicht verwunderlich, dass sie an uns vorbei müssen. Was aber dann doch verwunderlich ist, wie selbstverständlich und wie rücksichts- und grußlos sie das tun. Wir alle werden schlicht nicht wahrgenommen. Sie rufen nach den Eltern und die kommen schließlich auch ans Ufer. Papa in Badehose, ebenso grußlos, baut sich vor uns auf, also an der Einstiegstelle vor uns. Und schließlich kommt auch die Mama mit Hund an der Leine (immerhin), der zuerst direkt auf das junge Paar und ihr Kindchen zuhält. Immerhin nimmt die Frau dann die Leine und damit den Hund zu sich. Immerhin. Man darf ja schon dafür dankbar sein. Uns ignorieren Hund und Menschen. Sind wir überhaupt da, also sichtbar?
Wir ziehen uns rasch um, hier wird es uns zu ungemütlich. Zum Glück waren wir nochmals im See. Jetzt hätten wir daran keinen Spaß mehr. Vorbei mit der Ruhe.
Wie so ein Tintenfleck!, sagt Irgendlink, als wir zurück zum Parkplatz schlendern. Wie so ein Tintenfleck haben die sich ausgebreitet.
Und natürlich frage ich mich immer, ob es an mir liegt und meiner Empfindlichkeit oder ob manche Menschen einfach immer weniger Aufmerksamkeit für ihre Umgebung haben. Für ihre Mitmenschen. Nur noch ihr Ziel sehen; wie so ein Tintenfleck alles überschreiben, was im Weg ist.
[Zum Glück wollten wir eh gehen, denn ich hatte ja noch eine lange Fahrt, zurück in die Schweiz, vor mir.]
Als wir uns ins Auto setzen, ist weder klar wohin wir wollen noch wo wir landen werden. So ist es immer mal wieder bei uns. Einzig das Was ist klar: Vom Was haben wir eine ungefähre Vorstellung: Schöne Umgebung, Natur, Wald.
Das nahe Frankreich lockt. Lothringen und Nordvogesen liegen gleich um die Ecke. Irgendlink steuert unser Gefährt. Bei jeder Abzweigung beschließt er erst unmittelbar vor dem Abbiegen, ob es jetzt rechts oder links rum gehen wird. Was ich zuweilen mit ’ich habs gewusst!’ oder mit ’Oh, das hab ich jetzt nicht erwartet!’ kommentiere.
Auf einmal sind wir auf der Straße nach Bitche, jenem Weg, den ich seit elf Jahren monatlich einmal fahre. Auf dem Rückweg nach meinen langen Wochenenden beim Liebsten. Ich liebe diese Strecke, die Weite dieser Gegend, sanftes hügeliges Kulturland, Obststreuwiesen, Wälder … ab und zu ein Gehöft.
Und auf einmal sind wir beim großen Kreisel am Ende der D35A. Normalerweise fahre ich da geradeaus durch, doch diesmal fahren wir die dritte Ausfahrt raus und – zack! – stehen da drei kunstvolle, menschliche Metallskulpturen auf der Wiese, die ich bisher, obwohl man sie vom Kreisel aus sehen kann, noch nie beachtet habe. Merkwürdig eigentlich, wie mein Blick durch die immer gleichen Wege, die ich gehe, getrübt und beengt wird.
Wir steigen aus und gehen näher ran. Fotografieren. Der Himmel macht mit und bietet einen spektakulären flauschwolkigen Hintergrund. Centre d’Arts steht auf einer Metalltafel am Weg. Aha.
Das wollte ich mir schon immer mal angucken!, sagt Irgendlink. Wir folgen der Straße ins Dorf Schorbach und parken direkt beim Centre d’Arts, dem lokalen Kunstzentrum. Hölzerne Rundbauten auf Pfählen – moderne Pfahlbauten – beherbergen Kunstobjekte. Aha.
Die Dame am Eingang informiert uns. Freier Eintritt. Kollekte, erklärt sie auf Französisch, da ich mich nach dem Eintrittspreis erkundige. Wir würden gern zuerst spazieren gehen, sagen wir und erfragen die Öffnungszeiten. Passt. Aha.
Und so machen wir uns auf den Weg. Eine Art Rundwanderung direkt vom Centre aus. Schön ist es, unterwegs, und erinnert uns – einmal mehr – an Schweden. Das Licht, die Wolken, die Stimmung, die Farbe der Erde. Man muss manchmal gar nicht soo weit gehen, um dieses gute Gefühl von Fern-weit-und-Fremd zu erlangen, wonach wir uns oft sehnen, wenn uns die Decke auf den Kopf zu fallen droht. Die Idee, dass es viele Kilometer zwischen unserm Zuhause und unserm Reiseziel braucht, hockt nichtsdestotrotz hartnäckig in unseren wohlstandsverwöhnten Köpfen.
Als wir wieder zurück beim Centre sind, setzen wir uns erst mal kurz in den Schatten, essen etwas Mitgebrachtes und trinken Ludwigswinkeler Brunnenwasser vom Vortag. Tut das gut.
Nun aber die Masken aufgesetzt und dann rein in die Ausstellung. Den christlichen Kontext der Werke blende ich aus und lasse mich von den Skulpturen, Fotos, Objekten und Gemälden in den runden Gebäuden ansprechen.
Nach einer weiteren Pause im Garten, wo noch mehr Skulpturen, diesmal aus Stein gehauen, stehen, machen wir uns auf den Heimweg. Nicht ohne vorher einen staunenden Blick auf die große Tafel am Wegrand geworfen zu haben, auf welcher unzählige Rundwanderungen erwähnt werden. Ha. Wir kommen wieder!
Mehr Infos zum Centre d’Arts gibt es hier:
Die Webseite des Zentrums (Link)
Ein kleiner Film auf Youtube (Link)
Drei menschliche Skulpturen aus Draht auf roten Betonsockeln, auf Wiese unter wolkigem Blauhimmel: ein Kind und zwei Erwachsene
Drei menschliche Skulpturen aus Draht auf roten Betonsockeln, auf Wiese unter wolkigem Blauhimmel: ein Kind und zwei Erwachsene
Blauhimmel mit flauschigen Wolken
Detailaufnahme des Oberkörpers einer Skultpur
Zwei Skulpturen von hinten vor wolkigem Blauhimmel
Im Wald eine Gruppe Bäume auf Felsen mit Sitzbank
Kleiner See, umgeben von Bäumen, die sich im Wasser spiegeln
Efeuranken
Blick auf das Dorf Schorbach unter wolkigem Grauhimmel
Altes Haus mit Scheune, die zwei verschlossenen Fenster und die kleinen Fensterchen des Scheunentors wirken wie zwei Gesichter nebeneinander.
Holzskulptur von Josef Pyrz im Centre d’Arts in Schorbach
Weitere Holzskulptur von Josef Pyrz im Centre d’Arts in Schorbach
Rückseite eines bunten, transparenten Kunstobjekts in den Farben Blau und Türkis von Françoise Bissara-Fréreau.
Kunstobjekt auf Jute, Holz und Schnur von Claude Braun.
Kunstobjekt auf schwarzem Metall, das eine stilisierte Weltkugel mit miteinander verbundenen Strichfiguren darstellt.
Wie wir gestern überlegten, in welcher Gegend wir wandern könnten, fiel mir die Wasgau-Seen-Runde ein. Vor einem Monat hatten wir die erste, die westliche Hälfte dieser ungefähr zwanzig Kilometer langen Wanderung genossen. Es war ein bisschen wie in Schweden gewesen, hatten wir am Abend resümiert. Und dass wir bald einmal wiederkommen würden. Wäre jetzt nicht genau der richtige Zeitpunkt für die zweite gekommen? Diesmal also wollten wir die östliche Route erwandern. Das Auto würden wir in Fischbach parken.
Gesagt, getan und schon bald tauchten wir in eine geradezu paradiesische Waldzwischenwelt mit herrlichen Wegen, kleinen Bächen, Weihern, Seen und da und dort einem Rastplatz ein. Badeplätze fanden wir zwar keine, doch im Wald war es verhältnismäßig kühl und ein paar Wolken sorgten immer dafür, dass wir nicht zu sehr ins Schwitzen kamen. Über die Wanderung berichtet übrigens Irgendlink hier sehr inspirierend.
Erst als wir Stunden später die ausgeschilderte Route verlassen, um zum Auto zurück zu gelangen und dazu Fischbach queren, bekommen wir eine volle Ladung Sonnenhitze ab. Ausgerechnet jetzt haben sich die Wolken nämlich verzogen und über uns wölbt sich ein hochsommerlicher Blauhimmel. Die Sonne heizt uns ein.
High Noon. Fast ausgestorbenes Dorf. Wir durchqueren einen Ortsteil, den es vor wenigen Jahren noch nicht geben haben kann. So neu wie hier alles aussieht! Legohäuschen an Legohäuschen an einer Avenue, die etwas amerikanisch-kleinstädtisches ausstrahlt. Spießig herausgeputzte Gärten, wohin wir auch schauen.
Auf einmal ein lautes Bimmeln. Ich starre mein neues Gebraucht-Handy an und frage mich, welchen Klingelton ich da bloß eingestellt habe. Aber nein, das Bimmeln ist weiter weg. Und erklingt ein zweites Mal. Und da vorne, ich glaube meinen Augen nicht zu trauen, biegt ein Eiswagen um die Ecke. Und bimmelt erneut. Der erste Eiswagen meines Lebens. Nein, falsch, natürlich sah ich schon Eiswagen, aber noch nie habe ich einen fahren gesehen und noch nie einen um die Ecke bimmeln gehört. (Kleiner Nachtrag am Rande: Seit Beginn der Wanderung befinden wir uns auf der Kalorienpromenade. Passt perfekt! ;-))
Irgendwann stehen wir in der Mitte des Dorfes. Nur noch ein kleines Stück und wir sind beim Auto. Noch ein letztes Stück durch dieses fast ausgestorben wirkende Dorf. Und auf einmal sind wir nicht mehr in Kleinstadt-USA, sondern in Spießbürger-Deutschland. Steingarten an Steingarten. Als wäre das hier ein Wettbewerb. Alles Wilde wird konsquent ausgemerzt und zurechtgestutzt. Es tut mir weh, diese Gärten zu betrachten, es tut weh, mir vorzustellen, wie diese Nachbarinnen und Nachbarn sich gegenseitig mit Spießigkeit zu übertreffen versuchen und sich selbst dabei auch gleich mit beschneiden. Ein einziger Garten erfreut meine Sinne: wild und bunt, wie ich es mag.
Nach so viel Augenweh ist uns nach Frankreich. Aber zuerst ist uns nach Wasser. Wir halten beim Saarbacher Hammer und schwimmen eine Runde, um uns abzukühlen. Beim Ludwigswinkeler Dorfbrunnen, der für sein sauberes Wasser bekannt ist, füllen wir ein paar Flaschen und danach fahren wir schließlich über Hirschthal und Bitche zurück zum Einsamen Gehöft.
Der architektonische Unterschied von Frankreich nach Deutschland ist wohltuend. Liebevoll gebaute Häuser mit Gärten, die diesem Begriff alle Ehre machen, eine so ganz andere Atmosphäre. Hach, die Nordvogesen … Und ach, was für ein Schauspiel am Himmel! Die Natur ist meine Lieblingskünstlerin.
+++
Unsere gestrige Wanderkarte (Link) > siehe die blauen Bömbel in der östlichen Hälfte der Rundwanderung.
Und nun noch ein paar Bilder:
Wald
Wald und Mensch und See
Wald und See
Baum
Wald, Wiese und Weg
Skulpur, rechts ein Mann, links eine Frau
Skuriller Baumstrunk
Wolkenhimmel
Waldsee mit flossartigem Abfluss
Waldsee mit flossartigem Abfluss
Wald spiegelt sich im See
Waldsee mit Spiegelung
Wanderschuhe auf Sand vor Gras
Ebereschenfrüchte (Vogelbeeren)
Sitzen auf einer kleinen Brücke, Füße, Geländer mit Infotafel
Ende der Rutsche vom Baumwipfelpfad des Fischbacher Biosphärenhauses
Die Rutsche vom Baumwipfelpfad des Fischbacher Biosphärenhauses
Gemalte Landkarte der Region
Skulptur aus Holz, sitzende Frau mit Buch
Wegweiser in der Pampa vor abendlichem Himmel mit dunklen Wolken über hellem Horizont
Getreidefeld
Blick über das Land, Abendstimmung, Wolken, Windräder
Etwas über zwei Jahre sind seit meiner ersten allein und ohne Zelt in der Natur verbrachten Nacht vergangen. Ausgeheckt hatte ich die Idee damals mit der lieben Freundin M. (2). Beide übernachteten wir irgendwo an der Aare, sie dort, ich hier in der Nähe. Ein Erlebnis, das ich damals als sehr bereichernd erlebt habe und gerne als Inspiration weiterempfehle.
Ich brauche sie hin und wieder, diese Abenteuer außerhalb meines gewohnten Alltags. Ich brauche Wald, ich brauche Erde unter den Füßen. Ich brauche Abenteuer und Abwechslung, auch wenn es oft nur etwas relativ Kleines, zeitlich Kurzes ist – ein sogenanntes Mikroabenteuer also, wie Outdoorerlebnisse in nächster Nähe neuerdings heißen. Aber besser klein als gar nicht. Und ja, ich weiß, dass das ein Privileg ist. Privilegiert bin ich auch dadurch, dass ich auf dem Land, inmitten von Flüssen und Wäldern, wohne.
Seit einiger Zeit geistert die leise Idee in M.s und meinem Kopf herum, dass wir eigentlich auch mal zusammen eine Nacht in der Natur verbringen könnten. Anläufe genommen haben wir dazu schon einige, doch entweder spielte das Wetter nicht mit oder der einen oder anderen kam etwas Kurzfristiges oder die Befindlichkeit dazwischen.
Vor einigen Tagen war ich mit dem Gedanken aufgewacht, dass dieses Wochenende eigentlich ein neuer Anlauf fällig wäre. Vielleicht würde es ja endlich klappen. Irgendwie wunderte es mich so gar nicht, dass ich – als ich an jenem Morgen mein Mailprogramm öffnete – eine Mail von M. fand, die genau die gleiche Idee gehabt hatte. Nach ein paar Hin- und Hermails einigten wir uns darauf, uns am Samstag Nachmittag um 16 Uhr am Bahnhof Brugg zu treffen.
Kurz nachdem wir uns begrüßt haben, beichtet M. mir, dass sie später Lust auf ein Bierchen haben können würde. Ich meinerseits beichte ihr, dass ich nur eine Flasche Bier mitgenommen hätte, für mich, aber selbstverständlich würde ich diese gerne mit ihr teilen oder – noch besser – ich würde ihr schnell eine kaufen gehen. Für sie hätte ich darum keine mitgenommen, weil sie ja keinen bis nur sehr wenig Alkohol trinke. Ich hupse schnell in den nahen Laden und schon bald wandern wir los. Vorbei an Königsfelden, runter an die Aare. Wie erwartet tummelt sich dort viel Volk. Fast jede Badebucht ist besetzt. Für uns kein Problem, denn wir wollen ja eh weiter wandern, vorerst nordwärts zum Wasserschloss.
Inzwischen ist es richtig warm geworden und uns beiden ist nach einem baldigen Hupser in die Aare, die Reuss oder die Limmat. Sobald wie möglich verlassen wir die Straße und wählen aarenahe Waldweglein. Bei der Brugger Kläranlage überqueren wir die kleine Fussgänger:innenbrücke um auf der anderen Seite eine erste Badestelle zu finden.
Ab ins Wasser, wie gut das tut! Ein Nebenarm der Aare, lauschig, wohltuend kühl. Erfrischend.
Nach einer kleinen Pause gehen wir über die Brücke zurück und schlagen uns auf schmalen Pfaden zum Wasserschloss durch, wie der Zusammenfluss der Reuss in die Aare heißt. Hier gilt es nun, eine Entscheidung zu treffen. Rechts, der Reuss entlang Richtung Süden, links der Aare entlang Richtung Stroppelinsel.
Seit ich diese Halbinsel vor einigen Jahren zufällig entdeckt habe, ist sie rasch eine meiner liebsten Badestellen geworden. Zwar sind immer ein paar Menschen dort, aber immer sehr angenehme. Auch ist sie nie überlaufen, denn man kommt nicht direkt mit dem Auto hin. Selbst das Fahrrad muss draußen warten, denn um auf die Wiese zu kommen, muss man durch ein Drehkreuz. Eingezäunt ist der Zipfel der Halbinsel, weil auf dem Grasland eine Herde Hochlandrinder weidet. Friedliche, sanfte, zottelige Tiere mit schönen, riesigen Hörnern. Und ja, auch mit M. war ich schon das eine und andere Mal hier und so wundert es mich nicht, dass sie sich für diesen Platz entscheidet. Eine falsche Entscheidung kann es hier eh gar nicht geben.
Ich lotse uns also über die Eisenbahnbrücke nach Vogelsang und schließlich quer durch Wohnquartiere zum Anfang des Wanderwegs, der in die Badestelle am nördlichen Zipfel der Halbinsel mündet.
Unterwegs überlegen wir, wo wir später unser Lager aufschlagen könnten. Die Badewiese noch außerhalb der Kuhweide ist, so denken wir, eine erste ernsthafte Alternative. Dass wir auf der weitläufigen Weide übernachten könnten, ist noch kein Thema. Schließlich sind wir fast die einzigen, die sich an diesem Samstagspätnachmittag noch hier aufhalten. Angenehm ruhig ist es. Schnell klettern wir in die Schwimmanzüge und stürzen uns ins die Nicht-Fluten. Ah, herrlich! Genau die perfekte Temperatur. Wohltuend kühl, aber nicht kalt.
So langsam macht sich ein kleiner Hunger breit. Wir arrangieren ein Picknickbüffet auf der Wiese und genießen die mitgebrachten Leckereien. Und Bier. Und mal wieder eine Zigarette oder zwei.
Inzwischen sind alle anderen Menschen, die da gewesen oder nach uns gekommen sind, wieder weg. Und so langsam kommt die Müdigkeit. Die letzten Nächte habe ich nicht sonderlich gut oder viel geschlafen. Wir beschließen also, solange wir noch genug sehen, unsere Lager auszubreiten. Unterlagen, Matten, Schlafsäcke. Die Rucksäcke stellen wir vorsorglich an einen nahen Baum, an welchem auch unsere nassen Badesacken hängen. Ein tolles Lager das!
Zähneputzen, Pinkeln und ab ins Bett. Langsam ist es kühler geworden, der Schlafsack wärmt. Wir genießen den Sonnenuntergang, die Abendstimmung, erzählen einander von anderen Wildübernachtungen. Das Feierabendkonzert der Vögel untermalt unser Gemurmel. Die äsenden Rinder, eben noch weit weg, näheren sich einer Futterstelle mit Heu. Immer noch ziemlich weit weg. Ich strecke mich aus – ah – und schließe mich entspannend die Augen. M. sagt: Du, da sind zwei Kühe.
Wie jetzt? Huch, die sind ja direkt hinter uns und dann auch schon direkt neben mir. Nein, ich habe keine Angst. Nicht um mein Leben jedenfalls. Respekt aber schon, denn ich möchte nicht wirklich und unbedingt so nahen Kuhbesuch. Das dann doch nicht. Der Bulle und die Kuh haben sich nun zwischen mich und den Baum geschoben und schnuppern an unseren Rucksäcken herum. Sie gehen sehr behutsam und bewegen sich unendlich langsam. Von ihnen geht keine Bedrohung aus. Weil ich dennoch Respekt vor den großen Hörnern, halte ich mir den Arm übers Gesicht, wir verhalten uns ruhig. Da der Bulle immer näher kommt und mich nun ein bisschen anstupst, wirklich nur ganz sachte, aber bei jeder Kopfbewegung die Hörner mitbewegt, wird es mir doch ein bisschen mulmig (da wusste ich übrigens noch nicht, dass es ein Bulle ist). Ich rede ruhig mit den Tieren und bitte sie, doch woanders hinzugehen. Die einzige Angst, die ich habe, ist, dass die Rinder meine Luftmatratze betreten und sie so kaputt machen. Ganz langsam schlüpfe ich aus meinem Schlafsack, umkreise M., die noch links von mir in ihrem Lager liegt, und gehe von vorne auf die Tiere zu. Ich versuche, die Technik, wie man Pferde ohne Peitsche, mit bloßem Gegenübertreten, zu Rückschritten bringt, auf die Kühe anzuwenden, doch ich scheitere. Ich bin zu wenig überzeugend. Und zu wenig überzeugt. Schließlich sind wir hier die Gäste. Die beiden schauen mich mit lieben Augen an und warten einfach ab, was wir zu tun gedenken.
Inzwischen ist auch M. aufgestanden und wir versuchen gemeinsam mit sanftem Bitten die beiden Tiere wegzuschicken. Als wir auch zusammen keinen Erfolg haben, ziehen wir unsere Schlaflager, soweit es geht, aus dem Einflussgebiet der großen Kuhfüße. An meine Turnschuhe komme ich nicht ran, die liegen genau zwischen den beiden Tieren. Auch M.s Flipflops müssen wir liegen lassen, ebenso wie unsere Rucksäcke und die Badesachen am Baum. Den Rest packen wir so gut es geht zusammen und spazieren mit dieser ersten Ladung – es ist schon nach Sonnenuntergang, doch noch hell genug, um den Weg zu sehen – zum nördlichsten Zipfel der Wiese und der Insel. Dahin, wo sich die Insel verjüngt, mit unmittelbarem Blick auf den Zusammenfluss von Limmat und Aare. Eine wunderbare Stelle, flacher als der erste Lagerplatz. Absolut perfekt. Hier wollen wir bleiben.
Mit wieder leeren Händen gehen wir nochmals zurück, um zu sehen, ob wir an unsere restlichen Sachen herankommen. Können wir. Einzig M.s Flipflops bleiben irgendwo unter dem Bullen liegen, denn ja, der Bulle hat sich genau da hingelegt, wo eben noch M.s Lager war. Oke. Die wollen ja nur schlafen. Gut so, gut für uns.
Als M. später nochmals nachschauen geht, liegt die ganze Herde genau dort, wo wir eben noch lagerten. Ob diese Tiere immer am gleichen Ort schlafen? Ob wir ihre Lieblingsstelle besetzt hatten? Oder ob es für die Rinder deshalb dort so spannend war, weil wir uns dort hingelegt hatten? Wir werden es nie erfahren.
Noch eine ganze Weile liegen wir kichernd undzuweilen prustend in den Schlafsäcken und erzählen uns das Erlebte immer wieder neu. Herrlich, trotz des Schreckens. Als es immer dunkler wird, zündet der volle Mond wie ein Suchscheinwerfer direkt auf unser Nachtlager. Wow! Hat was.
Später, ich bin das erste Mal eingedöst, höre ich plötzlich Menschenstimmen und Ghettoblaster-Musik. Ganz nahe. Huch, da sind ja doch Menschen!, sage ich erwachend. Ein paar Taschenlampen leuchten zu uns. Die Musik verstummt. Flüsternde Stimmen junger Menschen, die sich wieder entfernen und sich woanders einen Platz suchen. Später hören wir Stimmen, nicht laut; junge, rücksichtsvolle Menschen, die sich vermutlich ein Nachtbad gönnen wollen. Später Gitarrenklänge und Gesang, weit genug weg um nicht zu stören.
Ich schlafe in Etappen. Das Rauschen der beiden Flüsse, der Tinnitus, Frösche, Enten, irgendwann größtmögliche Stille. Sterne am Himmel. Der wandernde Vollmond. Der Geruch von Gras und Erde und Wasser. Und ein bisschen Kuhmist, ja, das auch.
Gegen Morgen sehe ich die orangefarbene Sonne hinter den Bäumen, wie schön!, doch ich döse erneut ein. Gegen sieben ist die Blase dann bereit für eine erste Leerung und so ziehe ich mir die warme Jacke an und schlüpfe in die geretteten Turnschuhe. Für barfuß ist es mir doch noch ein klein bisschen zu kühl. Ein erster kleiner Spaziergang. Wie schön es ist. Wie still. Wie friedlich. Wie schön doch so ein Sommermorgen ist! Diese saubere Luft.
Die Rinder sind bereits am futtern und auf unserm ehemaligen Lagerplatz liegen einsam und verlassen M.s Flip-Flops, die ich mitnehme, im Fluss wasche, die Wassertemperatur teste und ein Bad zu nehmen beschließe.
Zurück beim Lager ist M. auch aufgewacht. Sie hat Cold Brew-Kaffee dabei, ich eine Thermosflasche mit gestern gekochtem Heißwasser für meinen Tee (zur Nachahmung empfohlen), sodass wir beide mit unseren Aufwachgetränken in den Tag starten können. Schließlich das Morgenbad, wohltuend, erfrischend. Schnell in die Kleider, bevor ich friere.
Ich bekomme fast nicht genug von dieser Insel, spaziere herum, genieße die Stimmung, die Sonne, die langsam zu wärmen beginnt.
Es ist halb neun, als wir unsere Sachen gepackt haben und loswandern wollen. Während ich noch die letzten Dinge verstaue, merke ich gar nicht, dass eine der Kühe sich uns genähert hat. Nummer 3802, unser Abschiedskomitee. Neugierig beschnuppert sie meinen Rucksack. Ich kann es nicht lassen und muss unbedingt ein Bild schießen. Irgendwie mag ich diese sanften, diese beharrlichen Tiere.
Barfuß spaziere ich neben M. zurück zur Straße. Bevor wir wieder ein Stück durch die Quartierstraßen gehen müssen, ziehe ich mir die Schuhe wieder an. Auf weichen Wegen gehe ich sehr gern barfuß, Straßen aber sind nichts für mich.
Als wir wieder zurück über der Eisenbahnbrücke sind, schlage ich vor, dass wir der Reuss entlang zurückzuwandern könnten. Zurück durchs Kunzareal und am Wehr vorbei über eine weitere Brücke. Bei der Gebenstorfer Reuss-Badi hupsen wir nochmal kurz ins kühle Nass. Diesmal ist es die Reuss. Es ist bereits wieder heiß geworden und wir schwitzen. Eine junge Frau, die einzige Anwesende auf dem Platz, warnt uns vor der starken Strömung, weshalb wir nicht schwimmen, sondern nur ein kleines Reintunk-Erfrischugsbad nehmen und uns anschließend unter die Duschen stellen. Aaaah. Wie gut das tut. Ich beschließe, das Badekleid anzubehalten, da wir ja eh bald daheim sind.
Dort gibt es Frühstück. Und endlich noch mehr Kaffee, diesmal heißen, für die liebe M.; was muss, das muss.
Was für ein tolles Abenteuer das war! Aber, äh, so Mikro nun auch nicht, nein, eigentlich richtig groß und in 3D.
Wenn ich so erschöpft bin wie diese Woche, hilft eigentlich nur noch wandern.
Wie oft, wenn die Wanderschuhe locken, fahren wir nach Bözberg auf den Bözberg. Im Dorfteil Kirchbözberg der sehr weitläufigen Gemeinde parken wir bei der Kirche und beschließen spontan, Richtung Sennhütten zu wandern, diesem kleinen Weiler, den ich bisher nur vom Hörensagen kannte.
Kaum haben wir Oberbözberg hinter uns gelassen, bergan wandernd, betreten wir Neuland. Verrückt eigentlich, wie sehr uns die nahe Umgebung oft unbekannt bleibt. Normalerweise lockt ja das Ferne mehr, doch gerade in den letzten zwei Monaten haben wir sowohl hier als auch ins Irgendlinks Wohnumgebung neue, nahe Wanderschätze entdeckt. Gestern auch wieder. Eintauchen in die Wald-und-Hügelwelt. Wohltuendes Im-Wald-Gehen, moderat bergan, hinter uns ein herrliches Alpenpanorama, die Schneeberge der Zentralschweiz zum Greifen nah.
Unterwegs zwischen Wiesen und Feldern philosophieren wir, wie schön und wertvoll doch Alleen sind, wie sehr doch Schattenbäume rechts und links des Wegen sowohl der Umwelt gut tun als auch uns Wandernden doch das Leben versüßen würden. Immerhin können wir uns immer mal wieder von Kirschbaum zu Kirschbaum mundrauben, denn ein paar Bäume stehen zum Glück ja doch am Wegrand. Und ach, was für eine wunderbare Frucht doch so eine Kirsche ist!
Und auf einmal sind wir im Weiler Sennhütten. Ein kleines Bergrestaurant, Take & Sitz, lädt zum Verweilen ein. Schön weit auseinander sind Tische auf dem Gelände verteilt, ein paar Menschen wuseln herum, vom Nachbarhof ennet der Weges dudelt Volkstümliches, das ich sonst ja nicht wirklich mag, aber hierher passt, und wir holen uns am Tresen etwas zu trinken. Kaum haben wir uns hingesetzt, hopst ein Kater auf unsern Tisch und will nur genau etwas: Gestreichelt werden. Zuerst oben, dann am Bauch. Wie so ein Brotteig breitet er sich auf dem Tisch aus und lässt es sich gut gehen.
Später gesellt sich die Wirtin zu uns und wir erzählen uns gegenseitig Geschichten von Katzen und Hunden und werden auch gleich noch ihrer Hündin Carma vorgestellt, einer sehr zutraulichen Mischlingshündin. Kater Courage hat sich nun wieder verabschiedet und später tun wir es ihm gleich, holen beim Wirt noch ein paar Tipps für die Weiterwanderung über Kästhal zurück nach Kirchbözberg ab und machen uns auf den Weg.
Zuerst Richtung Effingen, hat er gesagt, dann aber steil runter nach Kästhal. Der schmale Wanderweg nach Kästhal ist fast zugewachsen, so dass wir an einer besonders dichten Stelle beschließen, direkt querfeldein durch den Wald abzusteigen. Unten, am Waldrand, angelangt hält uns ein elektrischer Zaun auf. Die Kuhweide ist groß und die Kühe weit weg, weshalb wir beschließen, ein Stück über die Kuhweide zu gehen. Wozu gibt es schließlich Wanderstöcke, wenn nicht um elektrische Zäune herunterzudrücken um bequem darüber steigen zu können? Nach einem weiteren Wald- und Quer-über-die Wiese-Stück sind wir wieder auf Kurs.
Kästhal ist ein Nest am Ende der Welt. Oder mittendrin? Wer weiß das schon so genau. Jedenfalls kommen wir uns vor wie irgendwo in den Bergen, nicht wie gerade mal ein paar Kilometer von den nächsten Kleinstädten in einem sehr dicht besiedelten Kanton entfernt.
Wieder bergan steigend peilen wir wieder jenen Weg nach Bözberg an, den wir teils bereits gegangen sind. Auf einer schattigen Bank angelangt vespern wir Mitgebrachtes und genießen das Alpenpanorama in der Ferne, den Blick in die Weite.
Kurz vor Kirchbözberg dann eine letzte Schattenbank. Unter uns das Dorf. Du, wie lange waren wir eigentlich unterwegs? Eine Woche? Ach nein, nur ein paar Stunden.
Eine Biene setzt sich auf meinen Arm und leckt mich ab. Hat die mich eben Blüte genannt? Ich mag das, ihr zuzugucken, wie sie sich ganz langsam vorantastet bis sie genug hat und weiterfliegt.
Als wäre das alles nicht schon genug des Guten steht auch noch unweit des parkenden Autos ein Bücherschrank und natürlich können wir nicht widerstehen, lesen je ein Buch aus und geloben, das nächste Mal neue Bücher mitzubringen.
Wir könnten doch den Flösserweg wandern?, sagte Irgendlink. Es war Pfingstsamstagmorgen und wir beide wieder genesen. Dann müssten wir nicht autofahren. Dann könnten wir einfach von hier aus loslaufen.
Gute Idee. Anfangen tut der Weg nämlich in Stilli, ein paar Kilometer von hier aus. Mit den ungefähr zwanzig Kilometern der kleinen Fernwanderung wäre das doch eine perfekte Zweitageswanderung. Die könnten wir doch?
Also packen wir unsere Wanderrucksäcke. Wie immer nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich. Diesmal nehme ich meinen leichten Wanderrucksack, den ich zwar schon ewig, aber kaum je eingesetzt habe, da er als Tagesrucksack zu groß ist und für mehrtägige Wanderungen knapp zu klein. Wir haben wohl mit je anderthalb Liter Wasser je so um die zehn Kilo auf dem Rücken, inklusive Essen und Kocher. Ohne Zelt und ohne Tarp, nur mit Schlafsäcken und Matten.
Zuerst runter an die Reuss. Zum Wasserschloss, dem Wasserzusammenschluss von Reuss und Aare, von da aus die Limmat ihr letztes Stück begleiten bevor sie zur Aare wird. Schließlich überqueren wir bei Stilli die Aarebrücke, wo am Ortseingang der Flösserweg offiziell beginnt. Oder aufhört. Denn eigentlich fängt er ja in Laufenburg an, wo wir aufhören werden. Und Flösserweg heißt er deshalb, weil ihn die Flösser nach getaner Arbeit gegangen sind. Mit den zu Flossen zusammengebundenen Baumstämmen sind je drei Mann zusammen nach Laufenburg geflösst, haben dort ihre Stämme verkauft und sind mit den Seilen auf dem Rücken wieder zurück nach Stilli gewandert. (Filmtrailer)
Da wir außer uns selbst keine Baumstämme oder Seile von A nach B bewegen müssen, haben wir uns für die Gegenrichtung entschieden. Auch mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass wir – sollten wir doch noch nicht ganz fit sein – recht schnell wieder daheim wären.
Sehr abwechslungsreich ist diese Wanderung, meistens Kies- oder Waldwege, mal Wiesen, mal Trampelpfade und so wenig Teerstraßen wie möglich. So in etwa würde ich das Terrain beschreiben. Die Steigungen waren nicht ganz ohne, aber immer absehbar. Und wann immer wir uns eine Ruhebank gewünscht haben, hat sie sich um die nächste Ecke materialisiert.
Dennoch meldet sich meine noch immer nicht verheilte Fersenspornentzündung je länger je schmerzhafter und als wir über Hottwil ins Tal heruntergucken, es war kurz vor sieben Uhr, beschliessen wir, ein Nachtlager zu suchen. In den Hügeln nicht immer ganz einfach, weil Hügel eben hüglig sind, sprich abschüssig. Wir haben den Wald verlassen und werden von einer Herde Schafe herzlich begrüßt. Oder jedenfalls lauthals. Vor uns liegen Weinberge, die wir uns spontan nicht als Nachtlager vorstellen können. Oder doch? Hm.
Warte nur, der Lagerplatz wird uns finden!, spricht Irgendlink uns Mut zu. Die langjährige Wander- und Reiseerfahrung hat es uns ja gelehrt: Es gibt immer einen Platz, an den wir unsere müden Häupter und Knochen betten können würden.
Ich schlage vor, dass wir uns zwischen zwei Reihen Reben, da wo die breiteren und flacheren Stellen sind, aufbauen. (Wobei aufbauen so ja nicht ganz stimmt, denn da war ja kein aufbaubares Zelt im Gepäck.) Diese Denke gehört zur Strategie. Sich gedanklich mit einer nicht ganz idealen Lagerstelle anfreunden, die wir bereits auf sicher haben könnten und dann aber trotzdem weitergucken. Nochmals ein paar hundert Meter weiter gehen.
Die Hüttchen zwischen den Reben sehen alle privat aus. Bis auf das eine, das mit Infotafeln zum Weinanbau behängt ist, einen Unterstand mit einem Tischchen hat und genug Bodenfläche für zwei Schlafende. Wäre ein Klasse Windschutz!, sagen wir und haben nun schon zwei nicht ganz ideale Optionen. Oder da drüben, bei jenem Hüttchen, das Wieschen? Da könnten wir uns doch hinlegen!, sage ich. Wir schauen es uns von nahem an, schauen weiter, schauen herum.
Was ist denn das dort?, fragt Irgendlink und deutet etwa zwanzig oder dreißig Meter weiter. Eine Art halb bewachsenes Rebendachgitter verheißt Gutes.
Wir finden einen sehr schönen Rastplatz mit Feuerschale, Brennholz, zwei großen Steintischen und genug Bodenfläche für uns zwei. Perfekt! Ein bisschen windgeschützt sind wir hier sogar auch. Es ist langsam kühl geworden, die Sonne ist im Landeflug und putzt sich die Zähne, während wir unser Fertigreisgericht auf dem Feuer wärmen.
Irgendlink hat zwei Bierflaschen mitgeschmuggelt. Was für ein Schelm! Wir genießen die abendliche Stille. Das Dorf unter uns, Hottwil, wirkt von hier oben wie ausgestorben. Nur die Kirchenglocke zählt die Stunden. Nicht zu laut zum Glück; und gut, dass sie die Viertelstunden ungezählt verstreichen lässt.
Mit Bier am Feuer. Was für ein Glück. Was für ein Tag. Was für eine Stimmung. Die fetten dunklen Wolken haben sich verzogen. Der Mond steigt auf. Noch halb, aber zunehmend. Ich mache, bevor es dafür zu dunkel sein wird, mein Nestchen für die Nacht bereit. Auch Irgendlink rollt die Matte und packt den Schlafsack aus und als es dunkel wird, schlüpfen wir, schon ein bisschen fröstelig, in die warmen Hüllen.
So warm wie auch schon geben sie uns aber diese Nacht nicht, denn die Luft ist feucht und legt sich als Kondenswasser auf alles. Nicht dass ich total schlottern würde, aber so richtig warm geht anders. Und schlafen ebenfalls. Ich döse immer ein bisschen ein, bis ich wieder frierend die Seiten wechseln muss. Unten ist warm, oben und auf der Irgendlink abgewandten Seite ist kalt.
Irgendlink geht es ähnlich. Ohne die Seideninlays hätte ich wirklich gelitten, so ist es eher ein erdulden. Es ist wohl schon nach Mitternacht, als wir endlich im Taschenlampenlicht die Schlafsäcke zusammenkoppeln. Beide liegen wir nun im je eigenen Seideninlay wie in einem Kokon als kalte Löffelchen in der noch kälteren Besteckschublade und versuchen dem Nicht-Schlafenkönnen die kalte Schulter zu zeigen.
Erst gegen Morgen findet uns der Sandmann. Auf einmal schlafen wir da und dort die eine oder andere Halbstunde. Und irgendwann ist es auf einmal wieder richtig hell, als ich aus dem Traumland auftauche, die ganzen vielen Sterne – die Himmelssonnensprossen, die ich zu zählen versucht hatte -, sind wieder weg und die Sonne färbt die Hügel vis-à-vis rötlich. Und das ist es, warum ich es so liebe, draußen zu übernachten, ohne Zelt. Die Morgen sind anders als im Haus, draußen sind sie freundlicher. Die Morgen sind Geburten. Immer wieder.
Als ich mich aufsetzen will, hält ich die Schwerkraft zurück. Hoppla, ich bin ja angekoppelt. Autsch. Ein Lachflash am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Muskelkater nicht unbedingt, aber der darf. Der gehört dazu.
Die Schlafsäcke sind oberflächlich klitschnass, kein Wunder, dass sie nicht wärmen konnten. Ich entkopple mich und packe Irgendlink wieder schön ein. Es ist nun schon ein paar Grad wärmer. Vielleicht schon elf oder zwölf Grad. Beim Pinkeln bestaune ich die Sonntagmorgenwelt.
Als das Wasser im Trangiatopf kocht, ist auch Irgendlink aufgestanden und die Sonne hat nun auch unseren Platz erreicht und wärmt uns auf. Ein feines, rustikales Frühstück aus Brot und Käse stärkt uns für die Weiterwanderung. Inzwischen trocknen die Schlafsäcke. Bald packen wir und wandern weiter.
Nach dem Abstieg ist zuerst ein ziemliches Stück Dorf- und Landstraße angesagt, bis wir wieder über Feld-, Wald- und Wiesenwege gehen können. Wil. Mettau. Orte, die ich nur dem Namen her kenne. Oder noch nicht mal das.
Ein Gefühl von Ferienwanderung macht sich breit. Weit weg von daheim. Diese gute Art von Fremdsein. Alles ist gut.
Wir rasten im Stundentakt. Müeslistängel. Und Kirschen sowieso. Wir mundrauben uns an Kirschbäumen entlang durch die Lande, sozusagen. Mit stets vollem Mund. Sie sind aber auch zu gut, diese Fricktaler Kirschen.
Auf einmal sehen wir die Aare. Aber nein, das ist ja der Rhein. Hier ist die Aare ja bereits Rhein geworden. Langsam steigen wir ab und irgendwann sind wir unten, am Fluss, der uns nun bis Laufenburg begleiten wird. Und wir ihn.
Noch etwa anderthalb Kilometer sind es. Ein letztes Stück Weg. Pralle Sonne. Mittagshitze. Hunger. Lass uns rasten, sage ich. Wir suchen einen Picknickplatz und finden Halbschatten, Gras und Rheinrauschen. Wir essen das letzte Stück Brot und die Käsereste, nichts schmeckt besser unterwegs. Wasser haben wir noch genug, an einem Hottwiler Brunnen aufgefüllt. Und noch ein Müeslistängel. Und eine Mütze Schlaf auf Irgendlinks Matte. Die Köpfe auf den Rucksäcken in einer jahrelang erpropten Liegetechnik namens Po-an-Po, bei der beide auf einer Matte Platz finden.
Und dann rückt dieses Laufenburg immer näher. Wie oft ich Irgendlink hier schon abgeholt habe! Ich mag das herzige Städtchen mit seiner gut erhaltenen Altstadt. Einige Leute baden im Rhein. Der Anfang sei kalt, sagt einer, den wir fragen. Aber nur ein paar Sekunden, nachher sei es himmlisch. Glaube ich aufs Wort, bin dann aber doch froh, dass ich das Badezeug nicht dabei habe.
Wir spazieren zum Bahnhof, es ist knapp nach halb vier, ein Postauto nach Brugg steht da. Er fahre in zwei Minuten wird uns beschieden. Was für ein Timing!
Als wir unsere Plätze ganz hinten, maximal weit weg von allen andern, gefunden haben, löse ich unsere Tickets auf dem Handy. Die Zivilisation hat uns wieder.
Guck, das sind wir alles gewandert, sagt Irgendlink als wir auf dem Rückweg bis Mettau fahren, bevor die Busroute dann von unserer Wanderroute abweicht.
Das letzte Stück dann wieder zu Fuß. Nicht der kürzeste Weg, sondern der angenehmste. Boah, was sind die Beine und Füße müde, als ich mich daheim aufs Sofa plumsen lasse! Glücklich und wohlig müde bin ich. Und reif für die Badewanne.
Alles vibriert. Die Luft schwirrt. Unzählige winzige Insekten glitzern im Sonnenlicht. Vor uns Bäume, hinter uns eine Felswand und rechts ein kleiner Wasserfall. Idylle vom feinsten. Blauhimmel, dazu eine sehr angenehme Lufttemperatur.
Rechts oben, am Hang, beobachte ich etwas Dunkles. Zuerst halte ich es von der Größe her für ein Eichhörnchen, doch dann stelle ich fest, dass es ein großer Vogel ist. Eine Krähe? Oh, der hat ja eine rote Haube, guck mal!, sage ich zu Irgendlink. Also doch keine Krähe. Was für ein schönes Tier!
Nun setzt sich der große Vogel auf einen abgebrochenen Baumstamm und hämmert los. Ein Specht? Hätte ich doch in der Schule besser aufgepasst! Sein Ruf tönt wie ein Ballon, den man – aufgeblasen – losfliegen lässt. Die entweichende Luft klingt dem Ruf dieses Vogels sehr ähnlich. Heute schließlich verrät mir das Internet, dass es ein Schwarzspecht ist. (So klingt er: https://www.deutsche-vogelstimmen.de/schwarzspecht/Und so sieht er aus: https://www.ecosia.org/images?q=schwarzspecht…)
Später, am Kneippbecken, eine kleine Wassertreten-Pause. Und der Beschluss noch nicht zurück zum Auto zu gehen, sondern noch einen zum Katzenfels zu spazieren, etwas mehr als einen Kilometer entfernt, wo wir uns, kurz pausierend und philosophierend, an den Holztisch setzen, der dort für müde Wandersleute steht.
Seit ich das Buch von der Schnecke lese [Das Geräusch einer Schnecke beim Essen von Elisabeth Tova Bailey], achte ich mich mehr denn je auf Unscheinbares in der Natur. (Vielleicht ist sogar der Lockdown mitverantwortlich.) Ich nehme Umwelt und Natur jedenfalls noch sinnlicher wahr als zuvor.
Der Tisch wirkt wie ein natürliches Terrarium für Ameisen. Wie wenig ich doch von ihnen weiß!, geht es mir durch den Kopf. Ich lasse mich ein und beobachte. Natürlich betrachte ich ihr Verhalten mit menschlichen Augen und natürlich versuche ich mit meinem menschlichen Wissen und Bewusstsein zu verstehen, was sie tun und warum. Wohin sie wuseln und was sie beabsichtigen.
Grundlosigkeiten kann ich mir bei einem Tier wie der Ameise, die es gemeinsam mit ihren Artgenoss:innen immerhin schafft, eine hochkomplexe Ameisenkolonie zu bauen, kaum vorstellen. Und doch: Meine eine Ameise hier, auf dem Tisch, wirkt trotz ihrer vermeintlichen Zielstrebigkeit doch sehr desorientiert.
Wohin will sie mit dem winzigen Holzstückchen hin, das etwa dreimal so lang ist wie sie selbst? Soll es Teil ihrer Behausung werden? Zuerst hängt sie es unter sich fest und geht damit wie mit einem dicken Bauchbeutel ein paar Zentimeter weit. Nur um sich einmal im Kreis gedreht wieder an der Ausgangsstelle einzufinden. Das Ding ist ihr aus den Armen und Beinen gerutscht. Sie lässt es los und geht ein bisschen ohne Ballast herum. Vielleicht ruft sie um Hilfe? Vielleicht überlegt sie, wäre sie denn ein Mensch, warum sie dieses Ding gleich noch wohin tragen wollte und ja, wohin überhaupt?
Sie packt es wieder an, allerdings nicht mehr so behände wie vorhin. Eher ein bisschen wacklig. Diesmal krabbelt sie über die etwa zwei Milimeter hohe Kante vom einen Tischbrett zum andern hoch und wäre dabei fast in der Ritze hängengeblieben. Sie schiebt sich nun etwa zwanzig Zentimeter weiter, immer geradeaus. Aha, doch irgendwie eine erkennbare Richtung! Kurz hilft ihr eine andere Ameise, die dann aber wieder loslässt und weiter in die vorher eingeschlagene Richtung rennt. Überhaupt: Wie sie rennen, die Ameisen!
Bald hilft eine zweite, aber auch sie hat bald genug. Oder wollte sie sogar meiner Ameise das Holzstück abnehmen? So richtig klar wird es nicht. Bald ist meine Ameise wieder müde vom Schleppen und macht erneut eine Pause. Geht ein bisschen ohne Ballast umher. Sondiert das Gelände. Kommt wieder zurück zum Holz, lädt es sich wieder auf und geht damit weiter. Aber zurück, also in die Richtung, woher sie kam. Zurück zur Ritze also. Diesmal fällt sie hinein. Oder lässt sie das Stück gar absichtlich hineinfallen? Und gibt es da eine Absicht? In der Ritze tummeln sich viele Ameisen und nun ist meine für mich, so ganz ohne Holzstück, nicht mehr als meine Ameise erkennbar.
Menschliche Effizienz geht anders. Oder bilden wir uns wenigstens ein.
Was weiß denn ich? Was weiß denn ich vom Leben in der Natur und vom geheimen Leben der Ameisen? Eins weiß ich allerdings: Ameisen hinterlassen ihre Umgebung niemals so kaputt wie wir. Und Hühner eher auch nicht.
Rötliches Maranshühnerei mit Sommersprossen
Der heimische Gockel
Ein Maranshuhn
Ein Stein mit Hashtag #Pfalzsteine im Offline-Leben
Auf der Vorderseite des Steins ist ein Comicgesicht aufgemalt
Fassade im Dorf Reifenberg
Eintauschen in den Wald
Im Wald
Waldweg
Trockenes Flussbett
Beim kleinen Wasserfall
Der kleine Wasserfall beim Näherkommen
Nahe am Wasserfall
Blick aufwärts ins Blättergrün
Bäume, Wald, Sonne, Grün
Irgendlink fotografiert den Wasserfall
Blick nach oben zum Blauhimmel, eingerahmt von Baumwipfeln
Nochmals ein Aufwärtsblick mit Sonnenlicht in den Bäumen
Da oben, der Schwarzspecht, leider nicht sichtbar im Bild, aber angedeutet
Hier nun noch der visuelle Soundtrack zu Irgendlinks heutigem Blogartikel über unsere kleine Wanderung vom letzten Sonntagnachmittag, nachzulesen bei ihm drüben. (Link)
Panorama mit Wiesen, Rapsfeld, Streuobstbäumen unter hellgewolktem Himmel
Im lichten Tannenwald hat ein gestürzter Baum einen Anhänger kaputtet
Der guckt mich doch an, der Baum!
Lichter Nadelwald
Spinnenfüße einer Tanne
Noch mehr Tannenwald
Da liegt eine Botschaft aus Tannzapfen: I herze di
Irgendlink kommt zurück zu mir, von der Hochsitzjagd
Schluchtiger Wald
Irgendlink und der Weg
Wir haben das Ziel erreicht, eine Schutzhütte. Wie es von hier aus wohl weitergeht? Irgendlink befragt bei Schwachnetz die Karten.
Überbelichteter Tannenblick
Normal belichteter Tannenblick
Eine Furt über den Bach
Da rüber auf die andere Seite?
Nein, hier können wir besser rübergehen …
Steil hügelan: Da oben steht eine Bank!
Und schließlich haben wir sie erreicht. Vier Füße erholen sich …
Rundumblick von der Bank aus
Noch ein Rundumblick
Hand in Hand
Weitblick unterm Nussbaum
Ein Blick zurück über Land
Löwenzahn, verblüht bereits, in meiner Hand
Traktorradspuren im frischgemähten Gras
Wir entscheiden uns, den Weg über die Wiese zu nehmen, weil er sich so schön geht
Und noch ein Rundumrückblickpanorama mit Rapsfeld, Streuobstbäumen und wolkigem Blauhimmel
Eine Lichtung, die zum Wildzelten geradezu einlädt. Ein bisschen wie Schweden. Oder wie in der Provence.
Der doppelte Irgendlink (Panoramaaufnahme mit Irgendlink rechts und links im Bild)