Neuanfang II

1  > hier!

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Dass sein Vater kein Kontrollfreak war, machte das Ganze sehr einfach. Meinte er. Bis er eines Tages aus der Schule kam und seinen Vater am Küchentisch über den monatlichen Zahlungen brütend vorfand.

Sag mal, sagte dieser, sag mal, hast du von meinem Konto Geld abgehoben? Mir fehlen fünfhundert Franken. Zuerst hatte Janus gelogen. Doch lügen war schwieriger als klauen. Allmählich kam sein Vater auch hinter die Geschichte mit dem gestohlenen Fahrrad, das Janus weiterverkauft hatte. Ein paar Puzzleteilchen waren ihm eben früher schon aufgefallen. Sie waren einfach nicht aufgegangen. Blöd war sein Vater ja nicht!

Scheiße, wieso mache ich das überhaupt?, hatte Janus sich immer wieder gefragt. Eine Antwort darauf fand er keine, war dennoch irgendwie froh, als das Ganze ans Licht kam. Und das, obwohl einige Folgen alles andere als angenehm gewesen waren. Immerhin war seine Mutter, die mehr als fünfhundert Kilometer entfernt lebte, sofort angereist.

Viele Gespräche zu dritt. Beschlüsse, die gefasst wurden. Ein Vertrag, dass er das geklaute Geld abarbeiten müsse, wurde aufgesetzt und von allen unterschrieben. Es gehe darum, die Verantwortung für sein Tun zu übernehmen, sagten die Eltern. Na ja, irgendwie hatte er es genossen, zu sehen, wie die beiden sich um ihn sorgten. Fast wie früher. Immer wieder hatten sie gefragt, was er denn vermisst habe. Was er jetzt von ihnen brauche. Was er von ihnen gebraucht hätte. Seine Ma hatte gesagt, wie leid ihr das alles tue. Und sein Vater hatte sogar geweint.

Waren am ganzen Chaos denn seine Eltern Schuld? Klar, sie waren manchmal ganz schön schwierig. Vielleicht das Alter. Außerdem war sein Vater oft einfach nur peinlich. Gezofft hatten sie in der letzten Zeit oft. Seit er in der Oberstufe war, hatten die Zankereien zugenommen. Seit sein Vater angefangen hatte, mehr darauf zu achten, ob Janus seine Haushaltpflichten auch wirklich erledigte. Seit sein Vater strenger war. Na ja. Noch immer kein Kontrollfreak zwar, aber eben doch strenger als früher.

Früher war es einfacher gewesen. Zum Beispiel damals, als Pa mit Jana zusammen gewesen war. Eine richtige Familie waren sie gewesen. Jedenfalls übers Wochenende. Sara hatte damals noch zuhause gewohnt und mit Jana hatten sie immer über alles reden können. Über alles. Sie hatte Sara und ihn ernst genommen. Na ja, reden konnten sie natürlich auch jetzt noch zusammen. Theoretisch zumindest.

Sie hatten oft etwas zusammen unternommen, zu dritt oder zu viert. Hatten viel gespielt. Waren Snowboarden und Ski fahren gegangen. Im Sommer baden. Im See oder in der Aare. Hatten viel zusammen gelacht. Und wenn Jana etwas von ihm gefordert hatte, war es immer sehr einfach gewesen, es zu tun. Sie hatte ihm immer alles genau erklärt und alles war ganz logisch gewesen. Zwar hatte sie ihn oft herausgefordert und auch mal bestraft, doch hatte sie ihn eben einfach verstanden. Anders als Pa. Schließlich hatte sie Janus vor drei Jahren gefragt, ob sie seine neue Patentante sein dürfe. Statt seiner abgetauchten. Klar, hatte er gesagt. Ja, gerne. Und sich mächtig gefreut.

Seine Welt war eine Weile stehen geblieben, als Jana sich von Pa getrennt hatte. Wem hätte er sagen können, wie komisch sich das Nachhause-Kommen nun anfühlte? Zwar sah er Jana hin und wieder und sie unternahmen zusammen Dinge, die beiden Spaß machten, doch es war einfach nicht mehr das gleiche.

Mit Janas Nachfolgerin Daniela hatte Janus sich nie wirklich verstanden. Die war sehr streng gewesen, vor allem hatte sie wenig Humor – jedenfalls da, wo es ihn, Janus, betraf. Außerdem hatte Janus damals bereits die Oberstufe besucht und sich in der Freizeit meistens mit seinen Kumpels getroffen, so konnten sie sich gut aus dem Weg gehen. Ihm konnte es sowieso egal sein, mit wem sein Vater rummachte. Daniela war denn auch bereits wieder abgetaucht.

Zum Glück war die neue Klasse so cool. Einige seiner alten Mittelstufe-Klassenkameradinnen und -kameraden waren auch hier, die meisten kannte er bloß vom Sehen. Nein, auch sie waren keine Engel, doch es war nicht zu übersehen, dass die Lehrerin sie alle mochte. Und umgekehrt.

So machten Lernen und Schule Spaß. Und das Leben auch. Wie hatte er das bloß vergessen können!

Intermezzo I

Wie gut ich es habe! Wie gut es mir geht!

Alle Buchstaben sind da. In meinem Bett. Jene sichtbaren, die auf meinem Schreibblock neben mir geschlafen haben. Dazu all die unsichtbaren, die Schlange stehen. Ein paar davon drängeln und schubsen und wollen geschrieben werden. Sie stellen sich bereits genau in der richtigen Reihenfolge hin, so dass ich sie nur noch betrachten und aufschreiben kann.

Wie gut ich es doch habe!

Neuanfang I

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Mann, was für ein Unterschied! Ich wusste ja gar nicht, dass Schule so Spaß machen kann!, dachte Janus. Er schrieb sich die Aufgabe von der Tafel in sein Notizheft ab und setzte sich bequemer hin. Die Kleingruppe, mit der er zusammen arbeiten würde, hatte sich in der hinteren Ecke links versammelt. Er kannte noch nicht alle, denn er war ja erst seit zwei Wochen in dieser Klasse. Seine alte war aufgelöst worden. Seit mehr als einem Jahr, genauer seit sein Klassenlehrer krankgeschrieben und beurlaubt worden war, hatten sich die Zustände zusehends verschlechtert.

Mit jeder neuen Stellvertretung war die Stimmung in der Klasse ein paar Grad mehr gesunken. Am Schluss war es kaum mehr möglich gewesen, dem Unterricht zu folgen. Nein, auch er war kein Engel gewesen, im Gegenteil. Mit seiner Verweigerung und mit seiner Schlampigkeit hatte er es den Lehrkräften auch nicht eben leicht gemacht. Er war verschiedentlich ermahnt worden, zumal auch seine Leistungen zu wünschen übrig ließen. Wann hatte es eigentlich angefangen, dass ihm alles aus dem Ruder lief? Im Frühling irgendwann? Damit, dass sein Kumpel ihn zum Mitrauchen hinter dem Schulhaus überredet hatte? Er, der Rauchen eigentlich Scheiße fand, hatte sich nicht getraut, nein zu sagen. Doch er war immerhin schon fast vierzehn. Und alles andere als ein Weichei. Wider Erwarten hatte ihm die Zigarette sogar geschmeckt. Das Zeug, das sein Vater rauchte, roch nur halb so gut. Riechen und selber rauchen war offenbar ein großer Unterschied. Außerdem war es cool, einen Glimmstängel in der Hand zu halten. Irgendwie.

Ein paar Wochen später hatte ein anderer Kumpel, der auch ab und zu mit ihm und Tino hinter dem Schulhaus geraucht hatte, eine Hanfblüte mitgebracht. Sie beschlossen, sich nach der Schule auf der Halfpipe-Anlage zu treffen. Auch daraus war bald einmal eine Gewohnheit geworden. Freitagnachmittags auf der Halfpipe. Natürlich hatte Severin mit der Zeit Geld gewollt. Woher er das Gras hatte, wussten sie nicht. Janus wohnte seit zwei Jahren in einer Männer-WG. Sein alleine erziehenden Vater hatte das ehemalige Zimmer von Janus‘ Schwester Sara, die vor zwei Jahren zuhause ausgezogen war, an Manuel untervermietet. Und Manuel kiffte. Es müsste doch nicht so schwierig sein, hin und wieder ein bisschen von dessen Zeug abzuzweigen? Immerhin war Manuel ja tagsüber auf Arbeit.

Wie das mit dem Klauen gekommen war, wusste Janus nicht mehr genau. Zuerst da ein bisschen Hasch, dann dort ein wenig Geld. Schließlich lag die ec-Karte seines Vaters rum und da er wusste, wie der Code lautete, zog er eines Tages ein paar Hunderter.

(Fortsetzung folgt > hier!)

doch novembrig

Nach dem gestrigen Schreibtreffen durch die Straßen von Bern nach Hause radelnd, beschloss ich, endlich mit meinem diesjährigen Novemberschreiben anzufangen. Wo ich doch die Einschreibegebühr eingezahlt habe! Doch ich würde alle Ideale, alle Plots, alle Ziele über Bord werfen. Einfach schreiben. Was grad kommt. Kein Anspruch auf eine Geschichte.

Der Titel? Keine Ahnung. Echt wahr, das ist der Titel. Vorläufig – wie immer.

Ein privates Weiterbloggen also, oder eine Erweiterung des privat geführten Tagebuches. Mittels der Tastatur denken irgendwie. Wörter kotzen. Immer drauflos.

Im Blog werde ich Ausschnitte daraus einfügen. Eine gute praktische und vernünftige Lösung.

Anfänglich habe ich ja mal rumerzählt, dass ich doch einfach meine im  Blog geschriebenen Wörter in die Zählmaschine eingeben könnte. Was so natürlich nicht der Idee des Novemberschreibens entspricht. Und was so auch nicht den erwünschten Effekt hätte, dass ich mehr schreiben würde, als ich eh schon schreibe. Weshalb ich diese Idee verworfen habe. Die neue Idee des Keine Ahnung-Buches ist da doch viel besser. Ideale loslassen.

Und hier nun ein Ausschnitt aus meinem heutigen Geschreibsel.

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Gern haben ist der Anfang allen Schmerzes, aller Freude …

Würde ich nicht gerne haben – Menschen, Dinge – würde sie zu verlieren nicht weh tun. Würde erinnern, würde vermissen, würde erkennen nicht weh tun. Wenn. Wenn ich die Fähigkeit, gern zu haben, nicht hätte, wäre das Leben schmerzfrei. Doch kein Leben mehr.

Ist es die Sehnsucht nach dem Ideal, nach dem ganz persönlichen Ideal, das uns am Leben erhält? Das uns weiterhoffe, das uns weiterträumen, das uns weitergehen lässt? Ist, falls wir eines Tages das Ideal gefunden haben – in uns, außerhalb unserer selbst – alles gut? Oder das Leben sinnlos geworden, da es nichts mehr zu suchen gibt? Wie erstrebenswert, wie gesund ist es überhaupt, unser Ideal zu erforschen, ihm nachzurennen? Wie viel einfacher wäre es, unsere Ideale loszulassen! Entspannender wäre es, uns mit dem Unidealen zufrieden zu geben. Zufriedenheit? Da wollen wir, da will ich doch hin! Ich sage ja eh immer, dass das Leben nicht ideal ist. So what?!

Dies zu akzeptieren kann doch nicht so schwierig sein. Hieße es aber, zu resignieren? Aufzugeben? Oder eben erst recht zu leben? Hieße es womöglich, fortan ziellos zu sein, so ganz ohne Ideale? Sich zu verirren.

Kann ich denn nicht einfach Ideale als Ziele haben und zugleich den unidealen Status des Lebens akzeptieren? Na, das mache ich wohl eh schon die ganze Zeit. Und das ist es wohl auch, das mich eben weiterleben wollen lässt?

Ist Leben gehen? Ist es warten? Ist es suchen? Oder einfach nur sein?

Alles. Nichts.

Ob mir das je genügt? Je genügen wird? Ich will mehr. Sogar das mehr-wollen tut weh. Leben TUT weh. Heute tut Leben weh. Schön weh. Und schmerzlich weh.

Was wäre, wenn

Wäre ich ein Bild, wäre ich bestimmt in surrealistischer Manier gemalt. Oder expressiv. Die Farben unwirklich. Die Übergänge zwischen Vorder- und Hintergrund nur angedeutet. Unschärfen. Unklar die Nuancen. Unfassbar Alles. Nichts. Farben, wo sonst keine sind. Unter den Grautönen die Ahnung von Tiefe. Auch die leeren Stellen dürften sein, denn alle sehen in ihnen etwas anderes. Und in den gemalten Partien sowieso. Mut zur Abstraktion würde aus dem Bild sprechen.

Wäre ich ein Baum, dann bitteschön eine Buche. Oder eine Birke. Auch ein Nussbaum wäre in Ordnung. Oder eine Linde vielleicht, auf einem Hügel? Ich würde meine Blätter abschütteln, im Herbst, mich auf die neuen freuen und die Zeit dazwischen verschlafen. Mich dösend über die Kinder freuen, die an meinen Ästen eine Schaukel aufhängen.

Wäre ich eine Speise, wäre ich süßsauer. Oder scharf. Eine Mischung aus diesem und jenem. Curry. Früchte. Gemüse. Jedes Mal wieder anders.

Als Frucht wäre ich bestimmt als Cherimoya gewachsen. Wer kennt die schon? Doch wer sie einmal gekostet hat …

Welches Tier ich wohl wäre? Schildkröte, Spinne, Schmetterling oder doch lieber Gecko? Katze Miez?

Als Farbe wäre ich heute bestimmt kürbisfarbig. Ich würde der Sonne zublinzeln, die heute den angekündigten Regen ausgetrickst hat.

Und wäre ich ein Auto, wäre ich gern meins. Gemeinsam haben wir schon so vieles geschafft und auch die heutige Prüfung werden wir bestehen! Jawohl! Daumendrücken erlaubt …

Feuer

Die Farben
sind gewählt
Vertrauen
Liebe
Lebensmut
ich weiß
dass Glasuren
im zweiten Feuer
ihre Farben
wechseln
weiß wird
blau
angerührt mit Tränenfluten
mit Wut auch
und mit Trauer
Verzweiflung
Entsetzen
Verlustangst
doch
und
vor allem
mit dem Wunsch
zu leben
weil ich das Leben liebe

© by Sofasophia (dm) 2003

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Liebe als
Feuer ins Eis gibt Dampf
blind auf alles Gewesene

nichts mehr ist
wie vorher schon gar nicht
das Neue noch flirrend diffus

© by Rébecca K

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Freitagmorgens im Bett, könnte dieser kleine Text hier heißen. Denn damit fängt er an: Freitagmorgen. Genießen. Dem Gerütteltwerden der Ascheschublade lauschen, ihrem Ächzen, und horchen, wie sie sich erleichtert. Das Rascheln von Papier. Scheite, die mit sicherer Hand im Ofen aufgeschichtet werden und sich dabei klopfend näher kommen. Kurzes Aufheulen eines Streichholzes, dessen Flamme gleich darauf ins Papier beißt. Schließlich zischt, knistert und singt das Feuer für uns. Der Ofen dröhnt und ich fühle mich göttlich. So klingt Glück.

Ich höre deine leisen Schritte auf der Treppe und schon liegst du wieder in meinen Armen.

© by Sofasophia (dm)

unerträglich

Wie verschieden doch die Welten sind, in denen ich mich aufhalte!, kritzle ich während des Protokollierens der morgendlichen Sitzung auf den Rand des Blocks. Bei der Arbeit stehe ich mitten in einer kalten Welt voll sozialer Ungerechtigkeit. Der Wind pfeift uns immer schärfer um die Ohren. Trotzdem kämpfen wir, meine Kolleginnen, meine Kollegen und ich gemeinsam – oft genug hilf- und machtlos, doch ausdauernd und hartnäckig – gegen Armut und Hunger, gegen Willkür, Ausgrenzung, Vorurteile und Ungerechtigkeit. Wir setzen uns für Menschen und ihre Rechte ein. So gut das eben geht. Wir sind die Guten und das fühlt sich, ich gestehe es, nützlich und gut und vor allem natürlich wunderbar sinnvoll an.

Wir setzen uns auch dafür ein, dass Alltagsmenschen wie ihr da draußen für die Not in der Welt sensibilisiert werdet. Machen Spendenaufrufe und andere Aktionen. In der zweite Hälfte der Sitzung diskutierten wir konkrete Möglichkeiten, wie Integration auch noch umsetzbar ist. Spannende Ansätze finden ans Tageslicht, kommen von der Basis her, und alles dreht sich darum, wie wir sie am effizientesten umsetzen können.

Wie anders ich in meinem privaten Leben ticke! Ich kopple mich von all dem Elend, mit dem ich beruflich zu tun habe, so gut es geht, ab. Verdränge ich? Wohl nicht. Ich komprimiere, wandle um. Wechsle die Position und versuche eben, das andere auch zu sehen. Den Rest der Welt. Meine Wahrnehmung richtet sich nun auf all die schönen Dinge, die es eben auch gibt. Und auf Genuss. Das ganze Leid schicke ich in die Ferien. Schaue Glück. Rieche Natur. Spüre Freundschaft. Berühre wohltuendes und angenehmes. Lebe lachend. Drücke aus, was ich denke und fühle.

Kontraste, die beim Hinschauen manchmal fast weh tun. Manchmal beinahe unerträglich sind.

Doch wie sagt Luisa Francia bisweilen sinngemäß in ihren Kursen, die ich jahrelang besucht habe: Wenn es dir gut geht und du gut für dich sorgst, hebst du das Niveau der lebensfördernden Kraft auf der Welt. Und das kommt letztlich allen und allem zugute!

Ein Ziel, das ich anstrebe. Unbedingt! Eine Art, eine Kunst, die Welt lebenswert zu erhalten. Wie sinnlos dieses Unterfangen vielleicht auch ist.
Doch, gopfertelli, ich mag diese Welt! Und ich mag ihre Menschen. Und ihre Tiere! Und das Leben …

… ach ja, und ich mag es ganz besonders, morgens um sieben solche SMS vom Scheff zu erhalten: Habe bereits Gipfeli geholt!

Hörst du die …

Ruhe

Nur noch schnell das Auto zum Mechaniker bringen, am Donnerstag ist Prüfen angesagt!

mich fallen lassen wollen

Pneus wechseln!

gehalten werden wollen

Huch! Fast hätte ich den Termin bei Frau K. vergessen!

einfach sein

Hast du an die Sitzung gedacht, Sofasophia?

nichts tun

Morgen früh um acht Uhr!

schlafen bis genug

… und ans Gipfeliholen auch?

genießen

Aber ja doch!

nicht denken müssen

Ich denke doch …

durchatmen

… immer …

nichts …

… an alles!

bloß sein

nie mehr ohne ihn

Ein Leben ohne ihn kann ich mir bereits nicht mehr vorstellen. Obwohl er deshalb kein Aufhebens macht, ist er im Grunde genommen sehr sensibel. Er weiß stets – und stets genau! –, was mir gut tut. Er weiß, was ich mag und was ich brauche. Zufall, nennt er das. Kein Vergleich zu seinen Vorgängern. Mit dem neuen hatte ich noch nie Probleme. Gute Qualität. Nicht ganz billig. Seine Kapazität dürfte grösser sein, ansonsten habe ich nichts auszusetzen.

Er lenke mich ab, sagen böse Zungen. Er dröhne mich zu. Nein, das stimmt so nicht. Wenn ich Ruhe will, nehme ich sie mir trotzdem. Oft gehe ich ohne ihn aus. Will ich in die Natur, darf er zuhause bleiben. Da lausche ich lieber den Liedern der Vögel, dem Rauschen des Windes, dem Knirschen von Kies und Laub unter den Füssen. Doch bin ich in der Stadt unterwegs, im Bus, auf der Straße oder im Auto bin ich froh über seine Gesellschaft. Auch beim Reisen ist er ein toller Gefährte und verbindet mich mit zuhause. Sobald ich ihm zuhöre, bekomme ich jenen Sound, den ich mag. Wie viele Stücke er doch kennt! Und sein Gespür für das richtige zur richtigen Zeit ist untrüglich. Nein, ohne meinen mp3-Player möchte ich echt nicht mehr sein.

Was ich zurzeit gerne höre? Das da: www.myspace.com/katisbasement

Mehr auch unter: http://poesiedesalltags.blogspot.com/

Literarischer Mittwochsblog

Als Thema für unseren nächsten literarischen Wochenmitter wünsche ich mir von Euch Texte rund um das

Feuer …

Die Texte dürfen so vielfarbig wie der Herbst sein: Assoziativ, verspielt, lyrisch oder prosaisch, tiefschürfend, banal, sinnlich, traurig, fröhlich. Absichtslos. Und neu sind auch kleine Geschichten erwünscht!

Mailt mir doch Eure Texte bis Mittwoch um 17 Uhr an
sofasophia ((at)) lebenswertvoll.ch.

Ich werde am Mittwochabend wieder einen Blogartikel daraus weben.
Herzlichen Dank!