Was wäre, wenn

Wäre ich ein Bild, wäre ich bestimmt in surrealistischer Manier gemalt. Oder expressiv. Die Farben unwirklich. Die Übergänge zwischen Vorder- und Hintergrund nur angedeutet. Unschärfen. Unklar die Nuancen. Unfassbar Alles. Nichts. Farben, wo sonst keine sind. Unter den Grautönen die Ahnung von Tiefe. Auch die leeren Stellen dürften sein, denn alle sehen in ihnen etwas anderes. Und in den gemalten Partien sowieso. Mut zur Abstraktion würde aus dem Bild sprechen.

Wäre ich ein Baum, dann bitteschön eine Buche. Oder eine Birke. Auch ein Nussbaum wäre in Ordnung. Oder eine Linde vielleicht, auf einem Hügel? Ich würde meine Blätter abschütteln, im Herbst, mich auf die neuen freuen und die Zeit dazwischen verschlafen. Mich dösend über die Kinder freuen, die an meinen Ästen eine Schaukel aufhängen.

Wäre ich eine Speise, wäre ich süßsauer. Oder scharf. Eine Mischung aus diesem und jenem. Curry. Früchte. Gemüse. Jedes Mal wieder anders.

Als Frucht wäre ich bestimmt als Cherimoya gewachsen. Wer kennt die schon? Doch wer sie einmal gekostet hat …

Welches Tier ich wohl wäre? Schildkröte, Spinne, Schmetterling oder doch lieber Gecko? Katze Miez?

Als Farbe wäre ich heute bestimmt kürbisfarbig. Ich würde der Sonne zublinzeln, die heute den angekündigten Regen ausgetrickst hat.

Und wäre ich ein Auto, wäre ich gern meins. Gemeinsam haben wir schon so vieles geschafft und auch die heutige Prüfung werden wir bestehen! Jawohl! Daumendrücken erlaubt …

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