Resümeehrchen

Gestern Nachmittag kamen wir in Genuss einer der kürzesten Konzertansagen, die ich je gehört habe:
„Hattet ihr schon mal Sex ohne zu schmusen?“
Das Publikum druckst an einem Ja herum.
„Na, dann wisst ihr ja, wie das ist. Es geht. Aber etwas fehlt … So ähnlich ist ein Gurtenfestival ohne sie! Es geht zwar, aber eben … etwas fehlt …  Darum sind sie dieses Jahr wieder da …
PATENT OCHSNER!

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=QAwMtjXOn4Y]

Später dann die Entdeckung des Tages für mich: Travis … Geile Bühnenpräsenz … okay, okay, Easylistening, ziemlich nett … aber dennoch: Warum auch nicht? EDIT: Hier könnt ihr mich hüpfen sehen … Pogo-Weltrekord!

Zwischen den Konzerten sammeln geschäftstüchtige Kids PET-Flaschen, Teller und Gabeln ein, denn für alles bekommen sie Depot. Supererfindung, das Cup Conzept, das seit Jahren auf allen Berner Veranstaltungen Pflicht ist. Eine weitere Supererfindung machten ein paar Teens, die mit ihrem fahrbaren PET-Containter ebenfalls Flaschen sammelten. Nicht für die eigene Tasche allerdings, sondern um ein Öko-Projekt zu unterstützen. Um den Reiz des Spendens zu erhöhen, applaudieren sie lautstark, wenn jemand eine Flasche einwarf. Nur schon ihr Applaus und ihre Begeisterung war eine Spende wert!

Geschirr kostete  temporär, dafür war Rauchen und Kiffen gratis. Jedenfalls passiv. Dauerflash garantiert? 🙂

Sofasophia über den Altersunterschied zwischen I. und E. (O-Ton):
„Ist doch gut, wenn er älter ist als sie. Dann hält er länger. Männer laufen ja eh früher ab!“

Mehr zum Gurtenfestival 2009 und hier noch mehr Gurtenfestival

EDIT:

Und noch mehr

Tag der Schlangen

warten
Stau stehen
Verdichtung
Ellbogen
rosa Gummistiefel
Schlamm
aha!

Gurten 09 017_sm
ankommen
Handys in Action
SMS
suchen
finden

Gurten 09 016_sm

himmelblau
lachen
mitsingen
Sounds voll gut

Gurten 09 024_sm

klatschen
pfeifen
schreien

Gurten 09 030_sm

Gurten 09 034_sm

Gurten 09 043_sm

viel Energie
viel Materie
Dichte

Gurten 09 048_sm
Dräcksäck überall
in gelb
viel Wasserverbrauch
und Bier
und noch viel mehr WC-Papier

viel Luft
viel Himmel

= Gurten 2009!

Von Spatzen und Menschen

Er landet im Sturzflug und schnappt sich, noch bevor er zu stehen kommt, das kleine weisse Teil, das auf dem Boden liegt. Spukt es wieder aus, weil es nicht wirklich essbar ist. Obwohl es für ihn so ausgesehen hat. Nichts ist, was es scheint, darum packt er es erneut. Spukt es nochmals aus. Es schmeckt noch immer nicht. Schade. Da landet Spatz Nummer zwei neben ihm und interessiert sich ebenfalls für das weisse Teilchen.

Jetzt, wo Spatz Nummer eins Konkurrenz hat, wird das Ungeniessbare spannend, obwohl er fast schon akzeptiert hat, dass es weder als Nist- noch als Futtermaterial taugt. Nummer zwei hopst neben Nummer eins her und will das Ding ebenfalls. Nummer eins hält es fest. Er spukt es erst wieder aus, nachdem er sich hüpfend aus der unmittelbaren Nähe von Nummer zwei entfernt hat. Und so weiter und so fort.

Mein Zug fährt ein und ich kann die Szene nicht weiterverfolgen. Hat Nummer eins beschlossen, Nummer zwei das Teil zu überlassen? Oder hat er es mit in sein Nest genommen? Wie Menschen irgendwie, denke ich, während ich den Zug nach Fribourg besteigen will. Wie Menschen?

Allerdings nicht wie die beiden Clowns auf dem Perron … Eine rote Nase, ein bisschen weisse Schminke, roter Schal und Hut, weisses Hemd, rote Schlabberhose – so wenig braucht es, um Menschen zu erheitern und Freude zu teilen. Die beiden Clowninnen tun nichts anderes, als uns Aus- und Einsteigende lächelnd zu motivieren, das zu tun, was wir eh tun würden: aus- und einzusteigen. Kein Gesicht bleibt starr. Auf einmal lächelnd sich alle zu und plaudern mit Herr und Frau Unbekannt. Ob die beiden Frauen dafür bezahlt werden?, frage ich mich. Ob sie das für die SBB machen? Für die Stadt Bern? Wozu? Machen sie es womöglich einfach für sich selber, aus Spass, aus Freude am Freude schenken? Zeit und Lachen verschenken, wer macht das noch?

Na ja. Etwas ähnliches tut die Fribourgerin N. Und ich auch. Wir schenken einander von unseren Talenten. Sie gibt mir eine Behandlung und ein Interview, ich schreibe dafür über sie und ihr Heilerinnen-Netzwerk im nächsten Spuren. Und beide lächeln wir uns beim Abschied zu. Auch ohne rote Nase.

Noch mehr Seerosen

Was passiert mit all den Wörtern, die nicht geschrieben werden? Was mit all den Buchstaben, die sich in mir zu Wörtern verdichten, zu Sätzen verweben und nicht outgeputet werden? Die im Herz bleiben, im Kopf, im Bauch, im Hirn, im Darm oder sonst wo. Ob es so was wie Wörterverstopfung gibt und ob auch Bloggende darunter leiden können, obwohl sie doch regelmässig outputen? Und wie das wohl nichtschreibende Menschen auf die Reihe bringen? Könnte so eine Verstopfung gar der Anfang einer körperlichen, einer chronischen Krankheit sein? Oder gibt es Menschen, die sich nicht ausdrücken? Hab ich gestern Abend notiert. Am Gerzensee.

Gerzensee2

Heute beim Lesen der Notiz an eine Stelle aus „Wintergewölbe“ gedacht. Jean, die Protagonistin, spinntisiert an einem Heilpflanzen-Ratgeber für fiktive Krankheiten herum. Diese oder jene fiktive Pflanze für diese oder jene Krankheit: Beinwelltinktur dreimal einatmen, wenn der linke Zeh schmerzt, weil der Nachbar nicht gegrüsst hat. Zum Beispiel. Oder wie wäre es mit etwas, das dabei hilft, nichtausgedrückte Gedanken zu verdauen? Anne Michaels Beispiele sind viel allerdings witziger. Eine ganze Seite voll, die ich kopieren wollte. Aber vergessen habe. Womit wir beim Nachteil von Bibliotheksbüchern wären:  Sie müssen termingerecht losgelassen, zurückgelassen werden. Was mir jeweils richtig weh tut. Vor allem bei jenen Büchern, die mich einige Zeit begleitet haben und die ich, wie „Wintergewölbe“, der definierten Leihfrist wegen gestern zurückbringen musste. Ich lege solche Bücher jeweils ganz schnell auf den Tisch und schaue weg, um mir den Abschied erträglicher zu machen. Schnell und schmerzlos. So wie ich alle Abschiede am liebsten hinter mich bringe.

Apropos Abschiede und Sentimentalitäten … War ja witzig! Gestern, am Gerzensee, sass ich die ganze Zeit keine zwei Meter neben einer Frau, die ich über einige Ecken, doch auch persönlich, kenne! Erst um neun, kurz bevor die Sonne im Gerzensee versank, erkannten wir uns wieder. Okay, ich war im Wasser und habe gelesen (Eveline Haslers neuestes).  Also nacheinander, nicht gleichzeitig natürlich.

Wiedersehensfreude. Weisst du noch … Sogar ihre Kollegin half: Warst du nicht damals …? Ja, stimmt. Da war ich. Vor fünf Jahren. An einem Ritual. Und schon kannten wir alle einen Haufen gemeinsame Leute. Wie immer.

Jaja, diese „Weisst du noch!“ Mein Leben scheint aus zahllosen Damals!“ zu bestehen. Nur schon auf dem Weg zum Gerzensee, wenn ich durch die Dörfer fahre, steigen unzählige Erinnerungen auf. Sentimentalität. Sentiment. Sehnsucht? Wehmut? Nein, ich will, was war, nicht mehr zurück. Warum tut es dann doch so weh? Gopf.

Erinnerungen sind abgebrochene Zweige. Absichtlich oder versehentlich. Oder aus Notwendigkeit. Um Not zu wenden. Doch Abbrüche sind eben Wunden. Wie viele Zweige ich wohl schon abgebrochen habe?

Wir drei Frauen sind jedenfalls bald in der Gegenwart angelangt. Und auch diese wird irgendwann ein „Weisst-du-noch“ abgeben.

Seerosen

Eigentlich sind es vor allem die „sinnlosen“ Tätigkeiten, die mich am meisten beglücken. 😉 Was beweist, dass nicht Materielles und Messbares über Wert und Sinn entscheidet.

Gerzensee

Plaudern … Diskutieren … Lesen … Schreiben … Schwimmen …
Musik hören … Schlafen … und schon ist Sofasophia glücklich!

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Heute haben wir den Scheff in die Ferien geschickt. Auch gut. Nach dem Abschiedskuss, schon unter der Türe, entdeckten wir, über die einheimischen Naherholungsgebiete fachsimpelnd, dass er wie ich fürs Gerzenseeli schwärmt … Witzig, wo das doch sonst kaum jemand kennt. Während er nun nach XYZ düst und im engen Flieger sitzen muss, gönn ich mir ein genüssliches Bad  …
Gerzensee, ich komme!

Winterhöhle

„… das Schreckliche, das einer Seele durch Schönheit angetan werden kann … „

Ein Satz, der mich nach Luft schnappen lässt.  „Wintergewölbe“ von Anne Michaels hat mich nach einem längeren Unterbruch nun endlich doch gepackt hat. Dieser dreihundertfünfzig Seiten dicke Roman erzählt von Heimat und Heimatlosigkeit, vom Verpflanztwerden, von der Illusion von Liebe und jener Liebe, die so schön ist, dass sie unerträglich wird. Von Harmonie auch. Und deren Gegenteil. Kein Easyreading, dieses Buch, sondern eins, das meine ganze Aufmerksamkeit beansprucht, das mich innehalte heisst, Sätze wieder und wieder kauen lässt, um sie ein klein bisschen leichter verdauen zu können.

Gestern, vor dem Einschlafen, gedacht: „Wer einmal jene unfassbare jenseitige Schönheit erlebt, gesehen, geahnt, an ihr geschnüffelt, sie gerochen, geschmeckt, ertastet, gespürt hat, wer einmal den Himmel und den letzten Vorhang offen gesehen hat, für diesen Menschen ist alles, was danach kommt, ein Abklatsch, eine Imitation, eine Irritation. Die Ansprüche sind hinterher unfassbar. Nichts und niemand kann sie erfüllen. Dieser Mensch weiss nun nicht, ob er sich darüber freuen soll, dass er sie gesehen hat, diese absolute Schönheit, oder sie verfluchen und sich wünschen, er hätte damals weg gesehen. Und er weiss nicht, wie er inmitten dieser Unvollkommenheit leben kann.“

Heute, beim Lesen meiner gestrigen Notiz ahne ich: Dieser Mensch bin ich – dieser Mensch sind wir alle. Wir alle haben sie gesehen. Irgendwann. Irgendwo. Und da, in uns, ist sie noch immer. Deshalb die Sehnsucht. Deshalb die Unzufriedenheit …

Mein Weg, damit zu leben, ist es, mich mit der Unvollkommenheit zu versöhnen. Ohne dabei die Augen vor der Schönheit in und um mich zu verschliessen.

Dominoeffekt

Hätte ich nicht ungefähr die Hälfte meines bisherigen Lebens geraucht, wäre ich vielleicht heute nicht so fit, wie ich es heute bin. Alles klar? Nicht? Oukei, hätte und wäre gelten nicht, ich weiss, ich weiss, aber der Rest stimmt … ehrlich wahr! Denn ganz vieles lässt sich neu erfinden!

Weisch, ich webe hier ein paar Zipfelchen zusammen, die ich in den letzten Wochen mal fester mal loser zu fassen gekriegt habe. Alles ist relativ“ zum Beispiel das eine, oder alles ist verlinkt“ ein anderes und „wir sind all das, was wir glauben“ ein drittes. Alles? Hoppla! Das Wort „alles“ tut immer so verdammt wichtig, ich weiss. Es tut, als sei in diesen fünf Buchstaben die ganze Welt – halt, was sage ich da? – das ganze Universum eingepackt. „Alles“ tut grenzenlos. Und für einmal lassen wir ihm den Spass obwohl wir ja wissen, dass alles relativ ist … Ooops, da ist es es schon wieder …

Item. Back to Topic … Ein paar Zipfelchen will ich hier verweben. Biografische natürlich, wie könnte es auch anders sein, wo wir alle doch immer mit unsrer Biografie im Rucksack unterwegs sind.

Hätte ich also damals, mit süssen 16, nein zur Zigarette gesagt, wäre ich heute woanders. Wie gesagt, vielleicht viel weniger fit als jetzt. Wo und wie ich wäre? Ich weiss es nicht. Ist auch müssig. Dennoch habe ich bisweilen Lust, mir auszumalen, wie die „andere“ Sofasophia heute unterwegs wäre. Hätte sie auch irgendwann begriffen, dass sie gar nicht so bewegungsunlustig ist, wie sie immer geglaubt hat? (Wie meine Sportlehrpersonen mir ständig – mit ihren Noten – weismachen wollten und wie ich eines Tages zu glauben angefangen hatte …) Hätte die Andere wohl auch eines Tages zu joggen angefangen, wie jene Sofasophia, die ich heute und hier bin … die im Frühling endlich mit rauchen aufgehört und dafür mit laufen angefangen hat? Und die heute bereits süchtig nach diesem Zustand von Trance geworden ist, der sich nach einer Viertelstunde laufen oder so einstellt. Süchtig nach diesen Hormonen, die der Körper jeweils ausschüttet und die ich bis vor Kurzem ins Reich der manipulativen Werbemärchen verbannt hatte.  Als eine Erfindung der Gesundheits- und der Sportartikelbranchen.

Neulich – im Wald – überkam mich Panik: Was mache ich bloss im Winter? Nein, in ein Fitnessstudio will ich nicht. Ist mir zu … ähem, *hüstel* zu bieder? Irgendwie sowas eben … Und die innere Schweinehündin überwinden, um mir grossräumig ein Studio zu suchen, das meinen Ansprüchen genügen könnte …? Nö, keine Lust! Ausserdem kostet das …

Bestimmt gibt es ein Trainingsteil, das meinem Bewegungsbedürfnis entspricht!, dachte ich. Und fand in einem Katalog genau das, was ich mir vorgestellt hatte. Visualisierung? Mit Hilfe von Google und ricardo.ch hatte ich mir ein paar Mausklicks später ein Teil ersteigert, das ich nun gestern im Jura abholen konnte.

Nein, die Lady auf dem Bild bin nicht ich.  Doch ein solches Teil, mit dem sie trainiert, steht nun in meiner Wohnung! Ehrlich: Es macht total Spass! Bin gestern so auf die Schnelle 6 km ge“joggt“.

orbitracDoch zuvor habe mir eine wunderbare Reise  geschenkt. Bin im Auto, mit lauter Musik und singend natürlich, durch eine der schönsten Landstriche der Schweiz gefahren, durch den Jura, einer meiner Lieblingsgegenden! So voller Schönheit. So voller Kontraste … Mal wild, mal sanft,  zuweilen hügelig und dann wieder weit … Grüne Wälder, Felder, gemähte Wiesen … Felsiges Gelände …  Bäche … Irgendwann werde ich wohl mal im Jura wohnen. Vielleicht jedenfalls. Wenn ein paar weitere Dominosteine gefallen sind.

Wer weiss?

Kopfstand mit Krone

Titel zu finden macht mir in der Regel Spaß. Dennoch frage ich mich bisweilen, ob ich nicht, wie in fast allen Bereichen meines Lebens, nun auch beim Blogen wieder in der Leistungsfalle gelandet bin. *seufz*

Bewusstes und unbewusstes Handeln. Mein grosses Thema zurzeit. Selbstbeobachtung. Was motiviert mich? Woran glaube ich? Ich bin, was ich glaube. Ich lebe so, wie ich es mir erlaube.

Wer mich kennt, weiss um meine Ambivalenz zum grossen Themenkreis Wünschen, Visualisieren und zum ganzen Machbarkeitshype, der Materialistinnen und Esoteriker gleicherweise befallen hat. Dennoch komme ich nicht umhin, tagtäglich zu sehen, wie wahr wird, was wir denken. Obwohl mir nicht immer ganz klar ist, was zuerst da war. Ich sehe, wie eintrifft, was wir vermeiden wollen, weil wir dem Anti-Wunsch so viel Aufmerksamkeit geben. Und ich sehe auch, wie eintrifft, was wir uns wünschen.

Wünsche weise, es könnte sich erfüllen!, sagt Luisa Francia bisweilen. Das bewusste Wünschen ist allerdings nur ein kleiner Teil unserer Realität, viel grösser ist das, was wir unbewusst glauben. All diese verinnerlichten Sätze. Wie hat doch Mutter damals gesagt …? Vater auch! Wir glauben und es wirkt.

Heute morgen habe ich beschlossen, nicht mehr länger Sklavin meiner alten Selbst- und Weltbilder zu sein. Ich nehme mir meine Freiheit. Ich will die alten Muster ein letztes Mal betrachten, würdigen. Danach Überflüssiges entsorgen (Sondermüll? Kompost?). Werkzeug dazu habe ich inzwischen eigentlich genug. Kraft gewiss auch. Nur am Mut fehlt es mir. Wie so oft. Die Königin meines Reiches zu werden, heisst Mut zur Eigenmacht. Endlich.

Ich frage mich einmal mehr, ob solches anderen einfach in den Schoss fällt. Womöglich ist es bloss so ein dämlicher Glaubenssatz von mir, dass ich glaube, mir alles mühsam erarbeiten zu müssen.

Denn vielleicht ist ja alles ganz anders!

Heute fällt mir kein kluger Titel ein. Sorry!

Wochenende! Um ein Uhr die Bude verlassen. Und entschleunigen …

Ich liebe diesen Übergang, doch manchmal fällt es mir schwer, das Tempo herunterzufahren und ich bin auch zuhause noch mit hundertachtzig Sachen unterwegs. Bei der Arbeit, im eiligen Funktionieren, im Handeln und Reagieren steckt so viel Ablenkungspotential. Aktivismus im Blut. Obwohl ich doch in meiner Freizeit  überhaupt nicht hetzen muss …

Immer wieder beschäftigt mich die Frage, wie ich in diesem hektischen Wirbeln bei mir selber bleiben und sein kann. Besonders dann, wenn ich nicht leisten mag. Weder in der Bude noch zuhause.

Diese Frage habe ich heute Nachmittag – unter anderem – mit einer Therapeutin diskutiert, über die ich unter anderem im nächsten Spurenheft schreiben werde. Sie ist Teil eines Frauennetzwerks, über das ich berichten soll/darf/will/kann. Nach einer wunderbaren Tibetan Tantra Pulsing-Behandlung erhielt ich Tee trinkend Einblick in eine mir bis anhin unbekannte Arbeitsweise. Was für eine Bereicherung mein Schreibjob doch ist!

Geht es in all unserm Unterwegssein und Erfahrungensammeln denn nicht schlicht und einfach darum, dass wir unser Bewusstsein für die vielen Perspektiven des Lebens öffnen? Dazu will ich zeitlebens bereit sein. Für neue Wege und neue Möglichkeiten. Und dabei  mich selber. Sein. Ganz.