undichtbar

Geschmeidig sei mein Schreibstil, hörte ich neulich. Na ja. Ist ja fast so schmeichelhaft wie zu hören, dass ich nett sei.

Glatt und nett und ohne Widerhaken.

Wie viele Kanten brauche ich, damit du hängenbleibst? Genügen meine Webkanten? Wie eckig muss ich sein, um gelesen und gesehen zu werden? So ich das will (natürlich will ich das …). Doch von wem? Von jenen großen Tieren, die den exklusiven literarischen Tee aufbrühen?

Womöglich blogge ich, weil ich meinen literarischen Tee am liebsten aus meiner eigene großen Tasse trinke. Weil ich die Absichtslosigkeit und Vergänglichkeit des Bloggens mag …

Ich schreibe für das große schwarze Loch.
Für den Augenblick.
Für das Vergessen.
Für mich.
Für dich.
Für jetzt.

Schwupps. Und schon vorbei.

Die Dichte der Dichtung
an der Webkante meiner Gewebe gebrochen
scheißt Buchstaben
die wir verschlingen
noch und noch
und noch
ohne Punkt
und
ohne Komma
ohneLeerschlagsogar
Schnell
schneller
noch schneller
verdauen wir
kaum noch
all die
Buchstabenbilder
Buchstabengebilde
Buchstabengewebe
schlucken sie runter
würgen manchmal
weil sie
uns
im Hals stecken
bleiben
und uns
danach
schwer im Magen liegen…

Sorry, dieses undichte Gedichte muss hier fertig sein,
denn ich muss mal …