in der zweiten Reihe

Jippie, ich habe frei!

Ich muss heute Nachmittag nichts tun, gar nichts!

versus

Ich muss heute Nachmittag Nichtstun!

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Dauert das denn noch ewig?

Hey, du, wie lange noch?

Sag doch was!

Hallo! Hallooo! Noch da?

Aber ja doch! Siehst du denn nicht, dass ich am Pause machen bin? Wann endlich begreifst du, dass Ruhe notwendig ist?

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Gespräche mit Xenö sind ziemlich anstrengend. Er ist so verdammt ehrgeizig, finde ich.

Bin ich denn wirklich noch nicht lange genug in der ersten Reihe gestanden? Was übrigens nicht immer ein Zuckerlecken ist! Sich exponieren, Verantwortung tragen, den Karren ziehen, Entscheidungen treffen, strengt an. Alle wollen immer aufwärts, alle reden von Wachstum und Entwicklung, von Karriere und Erfolg. Ich halte mir derweilen die Hand vor den Mund, damit die anderen nicht sehen, wie ich gähne.
Wie anstrengend ein Leben im ständigen Komparativ doch ist!

Wie gerne würde ich mich frühpensionieren lassen. Nur noch tun und vor allem lassen, was ich will. Genießen. Kreieren. Und falls das nicht geht, dann lasst mir doch wenigstens meinen Platz in der zweiten Reihe! Da ist es weniger anstrengend.

Wenn dies Altwerden ist, ist es wohl voll okay, alt zu werden. Ich glaub, ich mach ein Nickerchen!

3 Kommentare zu „in der zweiten Reihe“

  1. hört sich nach „zwei seelen ach in meiner brust“ an- einmal müde, erschöpft, insel-bedürftig-
    dann wieder voller elan und sehnsucht nach autenthischen tätigkeiten, kreativ und so, du verstehst?
    ich versteh das auch gut:-)

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