… im Rückspiegel – Teil 1

Teil 1
Donnerstag, 13.5. – Sonntag, 16.5.10

Während ich meine Bilder, die ein paar wunderbare Tage im Süden dokumentieren, auf dem Bildschirm durchblättere und bearbeite, verebbt mein Blues allmählich.

Die letzten Tage waren ein wahres Wechselbad der Gefühle. Aus dem sonnigen Süden direkt ins Büro gespült zu werden, wo mich Berge von Arbeit schon am zweiten Tag glauben lassen, seit meinen Ferien seien bereits Jahren vergangen, ist nicht schön. Gar nicht schön. Reizüberflutung, Kopfweh und, wie gesagt, Blues …
Trotz erfrischendem Bad im Gerzensee mit meinem Liebsten am Dienstagabend.

Jetzt, an J.s Küchentisch sitzend und Bilder betrachtend, kehrt allmählich die Sonne zurück ins Herz. Vielleicht auch in das meiner BlogbesucherInnen?

(Anklicken vergrößert die Bilder).

Am zweiten Tag nach einer kurzen Nacht im Auto. Frühmorgens auf meiner Weiterreise in den Süden.

Bei Millau: Blick auf die höchste Brücke der Welt.

Mindestens so schön wie die Brücke …

Endlich da. Borredà: Unser romantisches Hotel für die ersten beiden Nächte …

Tagesausflug in den Pyrenäen: La Pobla de Lillet.

Unterwegs im Dorf.

In den Jardines Artigas von Gaudì in La Pobla de Lillet: Mein Lieblinkskünstler in Aktion.

Zurück im Dorf …

Fortsetzung des Tagesausfluges …

Unterwegs an die Costa Brava. Irgendwo …

Gleich hinter unserem Camping in San Pere Pescador. Windig, aber wunderschön.

ungefähre Reiseroute auf Google Maps

(Fortsetzung folgt)

Kontraste

Es braucht sie, diese starken Kontraste. Es braucht Zeiten unfassbarer Freiheit, grenzenlos scheinender Zeit und unbeschreiblichen Glücks, um Schweres, Anstrengungen, Banalitäten und den häufig grauen Alltag ertragen zu können. Die Schnittstellen dazwischen sind oft unerträglich.

Und lebensgefährlich …

… ein paar Kontraste

Last but not least ein Kontrast der Marke „Was wäre, wenn du Alzheimer hättest?“ (beantwortet von  J.) …

Pink Glove Dance

Bitte schaut euch diesen Film an und leitet ihn an alle Frauen (und Männer) weiter, die ihr kennt!

Hier tanzt das ganze Personal eines Krankenhauses gegen Brustkrebs.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=OEdVfyt-mLw]

Wenn es gelingt, diesen Film eine Million Mal laufen zu lassen, erhält das Spital von der Firma mit den rosa Handschuhen eine grosse Spende zur Behandlung von Brustkrebs.

Also … „forward it“ an alle, die ihr kennt!

Schichten II

Eine neue Geschichte. Neue Schichten. Eine auf die andere. Wie Steinmännchen, Steinfrauchen. Am Fluss des Lebens. Wenn er in sich zusammenfällt der Turm, war es nicht nur der letzte Stein, der schief lag. Vielleicht war es der unterste. So genau wissen lässt sich das nicht. Wissen. Eine Geschichte lässt sich nicht wissen. Sie lässt sich nicht voraussagen. Sie lässt sich nicht machen. Sie lässt sich nicht schönen. Sie ist. Eine Schicht. Dann die nächste.

Die erste wäre ein rauer Stein. Einer mit Dellen. Die Kindheit. Vielleicht. Chronologie lassen wir mal außer Acht. Wer weiß schon, was wirklich zuerst war? Ich glaube an den Kreis. Auch bei Geschichten. Sie fangen nirgends ans und hören nirgends auf. Happy-Ends? Forget it! Fortsetzungsgeschichten!

Die alte Frau, die vorbei geht, da draußen, sie trägt ihre Geschichte. Jede Falte ein Jahrring, wie ihn Bäume haben. Jede Falte eine eigene Geschichte. Genau so, nicht anders. Der nächste Stein. Unten oder oben. Okay, bauen lässt sich besser nach oben. Und auch Bäume wachsen so. Dem Licht entgegen. Auch die Blumen.

Der nächste Stein schön flach und glatt. Großflächig. Nett. Praktisch. Da lässt sich ganz schön viel drauf packen. Schicksale, Tiefschläge. Enttäuschungen. Abstürze. Tränen. Aber auch Glück. Glück hat Punkte. Glück hat ganz viele Knubbel auf der Oberfläche. Es muss sich in der Hand so anfühlen, als wäre alles drauf, was es an Glücksempfinden überhaupt gibt. Komprimiert. Ein Handschmeichler voller Glück. Entkomprimierbar, wenn ich ihn von Hand zu Hand reiche. Von der linken zur rechten. Und zurück. Und in die Hände meiner Freundinnen und Freunde. Oder eben, wenn ich ihm im Turm, im Steinfrauchen mit einbaue. Das immer größer, immer höher, immer wackliger wird, je länger ich lebe, je länger ich baue. Fällt es zusammen, ist nicht, wie ich schon sagte, der letzte Stein schuld. Keiner. Alle. Egal. Vielleicht ist die Höhe egal.

Alles bleibt unfertig. Jedes Leben. Zusammenfallende Türme – Mut zur Lücke. Mut zum Scheitern. Mein Plädoyer für jene, die am Boden sind. Steine. Menschen. Wieder aufstehen dennoch. Den Staub abklopfen. Den nächsten Stein in die Hand nehmen. Weiterbauen. Immer weiter. Diese Sehnsucht, etwas zu hinterlassen, deine Spur. Deinen Namen. Deine Steinskulptur meinetwegen. Deine Geschichte. Keine neue Geschichte also, immer nur deine. Immer nur meine. Alle gleich, denn in allen ist alles drin. In mir drin ist ein bisschen von Leonardo da Vinci, der das gleiche Wasser getrunken hat wie ich. In mir drin ist auch ein bisschen Gahndi, ein bisschen Lenin auch und sogar Hitler. Shame on me.

Der nächste Stein? Seine Oberfläche fühlt sich glatt an. Seine Farbe … keine Farbe. Einfach nur steingrau. Okay, das ist auch eine Farbe. Seine Farbe. Wie meine Farbe meine Farbe ist und meine Muster meine Muster sind. Mit ein bisschen Mutter Teresa und mit ein bisschen Stalin mit drauf. Und drin. Steingrau also. Fühlt sich kühl an, wird warm an der Sonne, im Feuer porös. Jurastein. Kalkhaltig. Hat schon viel gesehen. Wie er wohl hierhergekommen ist? In der Tasche eines kleinen Mädchen vielleicht, denn er sieht anders aus als die Steine, die sonst hier liegen. Er ist steingrauer, er ist glatter. Alt. Uralt. Älter als ich je werden kann.

Ich lege ihn auf den Turm. Ganz oben drauf. Der letzte Stein.
Vorläufig …

wie innen so aussen

zur Nacht der Hexen …

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=-QE2gGUP5gw]

magic … there’s a little witch in evry women today!

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=Y_S93xMn_uo&feature=related]

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… wie hier üblich werden die Bilder durch anklicken groß.
Pix und Copyright by sofasophia.

Mein Doppelleben

Habe ich meine Kamera oder mein Notizbuch unterwegs mit dabei (erstes weniger häufig als zweites), passiert zweierlei mit mir: Ich bewege mich auf zwei Zeitebenen.

Beim Fotografieren denke ich bereits an das spätere Bild und beim Schreiben liebäugle ich bereits mit dem fertigen Text. Zielstrebigkeit, Produktorientiertheit oder einfach Freude am Erschaffen? Zugleich bin ich gegenwärtige und zukünftige Betrachterin, Leserin. Zeitgleich wie ich die betrachtete Gegenwart konserviere, erlebe ich jedoch diese Gegenwart unglaublich intensiv. Wohl weil ich fotografierend und schreibend viel genauer hinsehe.

Nachdem ich heute mit ein paar Schreibfreaks aus meiner Schreibgruppe marathonschreibend unglaublich viele Wörter geschrieben hatte und mein Kopf einem Bienenhaus glich, zog es mein Fahrrad und mich in den nahen Wald. Mein Wald. Mein „Bremer“, was wäre ich bloß ohne dich!