gestreichelt

Wenn Träume wahr werden, laufen wir Gefahr, sie in unseren Erwartungen zu ertränken. So dimmte ich auf der Fahrt nach Bayern meine Vorfreude und meine Erwartungen den bevorstehenden Steinhau-Kurs betreffend auf Normalmaß herunter. Sogar an Umkehren hatte ich gedacht, noch in der ersten Hälfte, da ich mich gesundheitlich nicht sehr fit fühlte. Die Fahrt auf kaum bekannten Straßen forderte mich mehr heraus als auch schon und der dichte Freitagnachmittagverkehr zehrte zusätzlich an meinen Nerven. Was für ein Gemetzel! Auf der zweiten Reisehälfte fuhr ich dann auch in jeden Stau, der irgendwie möglich war. Baustellen-Nadelöhre, eins am anderen. Das kleine Dorf in der bayrischen Oberpfalz erreichte ich schließlich freitagnachmittags mit dreiviertelstündiger Verspätung.
Obwohl ich mitten in die Einführung des Steinhauhandwerkes hineinplatzte, wurde ich von allen Seiten sehr herzlich willkommen geheißen. Bald schon konnten wir aus einer riesigen Auswahl unseren ganz persönlichen Stein auslesen. Stopp. Eigentlich war es – jedenfalls bei mir – eher so, dass der Stein mich ausgelesen hat. Ein knapp fünfzig Zentimeter hoher und in der Grundfläche etwa zwanzig Quadratzentimeter messender Sandstein mit einer bezaubernden Maserung, und ein paar witzigen Bruch- und Sägespuren, die mich sofort faszinierten.

Kaum liegt er auf den Böcken bereit, beginnen meine Hände zu kribbeln. Schon nach den ersten Schlägen fühlt sich das Werkzeug in meinen Händen so an, als hätte ich schon immer damit gearbeitet. Zuerst betone ich die bereits vorhandenen Formen der Sägestellen. Ein Markstein soll es sein, weiß ich auf einmal. Ein Jetzt-Stein. Eine Momentaufnahme. Die eine Seite blickt rückwärts, die andere vorwärts. Doch der Stein, sein Herz, seine Mitte, ist immer Jetzt. Ich.
Während ich Schicht um Schicht abtrage, tauchen Bilder auf. Die innere Gestalt des Steins wird sichtbar. Eine Kugel, geborgen in einer Welle, die Flügeln gleicht, entsteht mit gezielten Fäustelschlägen auf das gut geschliffene Spitzeisen. Mit dem Beizeisen lege ich die Kugel auf zwei Seiten frei und schleife sie mit einer Art metallenem Bimsstein fein. Immer wieder streichle ich den Stein. Wie schön er sich anfühlt!
Nur in winzigen Schrittchen komme ich vorwärts, obwohl mein Stein keiner der superharten Sorte ist. Kein Marmor, wie ihn T., ein anderer Teilnehmer, unter Mühen bearbeitet. Kleine Schrittchen lehren mich Geduld. Doch da ich ebenfalls in Glückshormonen schwimme, wie Teilnehmer M. formuliert hat, finde ich die Arbeit zunächst überhaupt nicht anstrengend. Erst nach etwa zwei Stunden, es ist Abendbrot-Zeit, spüre ich die Anstrengung in den Knochen und Muskeln. Eine befriedigende, beglückende Müdigkeit.
Die Tischgespräche sind so anregend, dass kaum zu glauben ist, dass sich die meisten eben erst kennengelernt haben. Altersmäßig sind wir gut durchmischt. Der Jüngste und der Älteste der Gruppe sind Männer. Mit Walburga, der Leiterin, sind wir fünf Frauen in den besten Jahren. Die kurze Nacht reicht zum Glück aus, mich für einen intensiven Arbeitstag zu stärken. Bei einer kurzen Morgenrunde spazieren wir als Gruppe von Stein zu Stein und hören der Künstlerin oder dem Künstler und ihrem Objekt ein wenig zu. Angeregter Austausch. Assoziationen. Gesichter des Steins, die sich offenbaren. Schönes Miteinander.
Wieder am eigenen Stein angelangt, tauche ich ein in meinen eigenen Prozess ein. Zuweilen verliere ich mich im Detail, um dann wieder ein paar Schritte zurückzutreten und das Ganze auf mich wirken zu lassen.
Wer bist du, Stein?, frage ich oft. Was willst du mich lehren? Sein Material, das nicht homogen ist, sondern, wie bei Sandsteinen üblich, zwischen steinhart und bröselig abwechselt, da er eine Verkittung von lockerem Sand ist, fordert mich laufend heraus. Während die einen Stücke mit kleinster Anstrengung herausbrechen – oft mehr als mir lieb ist – spitze ich bei anderen mit so viel Kraft, dass es mir schwindlig wird. Wie im Leben begegne ich auch hier Situationen, die einfach fließen, dann wieder solche, an denen ich mir schier die Zähne ausbeiße.
Stein, mein Lehrer, bei dir gibt es keine Abkürzungen! Will ich schnell arbeiten, geht es bestimmt erst recht nicht voran. Du lehrst mich, mein Tempo zu finden.
Immer wieder tauche ich in meditatives Fließen ein. Der Klangteppich der sechsstimmigen Schläge würde mich unter anderen Umständen nerven. Hier aber erinnert er mich an vergangene Trommeltrancereisen. Ein Selbsterfahrungskurs der etwas anderen Art! Ein sehr erdiger allerdings. Ich höre zu denken auf und begreife intuitiv, warum ich Steine und die Arbeit mit ihnen so mag. Eine nicht in Worte zu fassende Verwandtschaft ist es.
Ein Schrei lässt mich zusammenzucken. Teilnehmerin I., die neben mir arbeitet, schaut entsetzt. Ihr dreieckiger Steinblock hat seinen Spitz verloren. Ein Bruch. Walburga findet gemeinsam mit I. eine wunderbare Lösung. Was im ersten Moment wie ein Schaden aussieht, wird, mittels eingelegter Eisenstange, erst richtig unterstrichen. Die in der Luft schwebende Spitze verleiht nun der Skulptur eine ungeahnte neue Dimension. Wandlung überall. Da und dort geschehen Durchbrüche. W. und M. haben ihre Steine von beiden Seiten mit vielen Schlägen angebohrt und schließlich den Durchbruch geschafft. Die Löcher werden größer und größer. Ein faszinierendes Erlebnis, das sind sich beide einig.
Durch die Arbeit am Stein erfahren wir, was wirklich zählt. Geschwindigkeit ist hier kein Thema. Ausdauer dagegen schon. Und eine Vision hilft ebenfalls. Klarheit entsteht, während ich schleife. Die Identifikation mit dem eigenen Objekt wächst, je mehr wir seine Formen ausgearbeitet haben.
Das bin auch ich!, sage ich zu Walburga, die gerade vorübergeht. Sie unterstützt uns bei Bedarf mit kompetenten Anregungen.
Na ja, ein bisschen komplexer bist du schon!, antwortet sie lachend. Recht hat sie. Natürlich.
Besonders mag ich das Kantenbrechen. Das Spitzeisen lässt die groben Teile zu Boden fallen. Ich trage Schicht um Schicht ab. Ich entkerne meinen Stein, ich häute ihn. Immer nackter wird er. Immer mehr das, was er auch ist. Was ich auch bin. Er und ich fließen miteinander dahin.
Da der Stein lange Zeit im Regen gestanden ist, schlägt Walburga vor, dass ich ihn vor dem letzten Schliff – draußen vor dem Atelier – mit dem Flammenwerfer trockne. Gesagt, getan.
Er geht sogar für mich durchs Feuer!, denke ich, während ich ihn von allen Seiten mit den Flammen liebkose. Warm, trocken und eine Spur heller trage ich ihn zurück zum Arbeitsplatz. Während ich nun die noch immer rauen Kanten mit immer feinerem Steinschleifpapier poliere und dazwischen immer wieder den feinen Staub abwische, begreife ich, dass meine Hände das Feine, Geglättete mögen. Grobes feinzuschleifen bereitete mir schon immer Genuss. Ob Speckstein, Holz oder – wie jetzt – Sandstein ist dabei einerlei. Schleifen ist eine geniale Sonntagmorgen-Meditation.
Harmoniebedürftig bist du, raune ich mir zu. Ja, stimmt, und wenn schon! Ich bin so. So wie jetzt. Und anders. Wie der Stein mit seinen vielen Seiten.
Während sich auf der einen Seite stilisierte Schmetterlingsflügel abzeichnen, sehe ich auf der anderen Seite, im anfänglich von der Säge hinterlassenen Parallelbalken, der die Figur von oben nach unten ziert, eine Art Säule, die oben mit unten verbindet. Erdung gleichsam. Als beim Schleifen das unterste Stück der einen Linie abricht, improvisiere ich und wandle die Säule in ein Ausrufezeichen um. Ein Ich lebe gerne!-Ausrufezeichen.
Der Stein macht mit mir, was er will. Eigentlich ist der Stein der Scheff, murmle ich.

Irgendwann kommt er, der Punkt, wo ich den Punkt setze. Noch sind die anderen mitten am Schleifen. Egal. Ich bin jetzt fertig. Ein Beschluss, der mir erstaunlich leicht fällt, mir, die ich für meine vielen unvollendeten Projekte berüchtigt bin. Ich setze einen Punkt. Natürlich, immer könnte ich da und dort noch … aber nein, heute sage ich: Fertig! Mit der Gießkanne und der Handbürste putze ich meiner Figur den Reststaub ab. Ich spüre förmlich, wie gut es ihr tut.
Am Ende des Kurses fotografieren wir uns mit unseren Figuren gegenseitig und als Gruppe. Erst bei der Schlussrunde begreife ich, dass etwas, das ich mag, nicht einfach – wie selbstverständlich angenommen – allen Spaß machen muss. I., eine Mitteilnehmerin, sagt, dass sie die Erfahrungen des Wochenendes zwar nicht missen möchte, doch dass das Steinhauen wohl kaum zu ihrem neuen Hobby werde.
Ich jedoch begreife, dass Wirklichkeit gewordene Träume schöner als geträumt sein können.

Klopfen oder doch lieber streicheln?

Manchmal werden alte Träume plötzlich wahr. Und hoffentlich ist die Wahrheit des Steinehauens noch schöner, als ich es mir erträume. Schon seit vielen Jahren ist sie da, diese Faszination, Steine zu formen. Oder wohl vielmehr, im Stein zu finden, was immer schon ist. Teil meiner Geschichte: Steine aller Art berühren mich. Diese uralte Affinität lebt in mir, seit ich denken kann. Mit Speckstein, dem weichen Bruder des großen Steins, habe ich einige schöne Erfahrungen in Sachen Bearbeitung gesammelt, doch wie wird es wohl mit dem harten Stein sein?
Stein bietet eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten und Herausforderungen: Klopfen – Spitzen – Kröndeln – Zahnen – Schleifen – Streicheln, heißt es auf der Website meiner Kursleiterin. Wie sich das alles anfühlen wird, erfahre ich ab morgen Nachmittag bis Sonntagnachmittag. Bei Walburga in der Oberpfalz (Bayern). Axel, darf ich dazu Bayern sagen? Franken ist es jedenfalls nicht, soviel ich weiß. Reicht Oberpfalz? Und, nein, liebe Ortsunkundige, das ist nicht hier um die Ecke, nur weil es ebenfalls Pfalz heißt. Sternchen und ich müssen nämlich ein paar Stunden ostwärts fahren, bis wir da sind … Na, nach Bayern eben. 😉
>>> zur Steinbildhauerei von Walburga Herrmann: hier klicken
>>> zu Walburgas Kunst früher in meinem Blog: hier klicken

Statt dessen

Statt meine viermonatige Auszeit, wie ich es mir vorgenommen habe, für die Vollendung meiner Manuskripte – nur schon eins wäre toll! – zu nutzen, bin ich zur In-den-Tag-hinein-Lebenden geworden. Unter dem Strich bin ich halb so leistungsfähig, halb so kreativ, halb so unternehmungslustig wie gedacht.
Vielleicht sollte ich einfach meine Pläne und Ziele loslassen und stattdessen einfach die Gegenwart, und mit ihr jeden einzelnen Moment zulassen, sagte ich gestern am Feuer zu meinem Liebsten. Zumal sich meine Kreativität im Moment eher innerlich abspielt …
Lassen statt leisten. Wenn das bloß nicht so verd… schwer wäre! Denken, was die andern denken, wenn ich so-und-so bin, ist das eigentliche Gift, der größte Bremsklotz, das mühsamste Sandkörnchen im Getriebe meines Lebens und meiner Lebensfreude. Selbstsabotage. Will ich nicht mehr. Brauche ich nicht mehr. Lieber weniger, dafür bewusst. Ohne Druck.
Ach, und genau dahinein habe ich – fast zufällig – erfahren, dass innerhalb unserer Webcommunity von zig eingereichten Bildern für eine Apple Präsentation in Chicago nur knapp dreißig Bilder ausgewählt worden sind. Darunter eins von mir.
Der ewiger Birnbaum. Guckt hier …!
Meine Mutter, die vor vielen Jahren in Chicago geboren wurde, würde sich darüber sicherlich freuen, wäre sie noch im Diesseits. So freut sie sich vielleicht im Jenseits mit. Ich tu’s auf jeden Fall … 🙂

… auch Heimweh? Manchmal?

Auch Heimweh, manchmal, ja. Manchmal würde ich mich gerne einfach auf mein Rad Velo schwingen und kurz mal zu C. in die Länggasse fahren. Dort eine Tasse Tee trinken oder zwei und braaschte, gugele u lafere wie mir der Schnabel gewachsen ist. Oder zu K. nach B. und dort im Garten abhängen, zu M. nach W., zu B. nach B., zu A. nach B., zu, zu, zu … Oder zu L. nach R. – zwar nicht grad um die Ecke, aber keine Stunde Fahrt mit meinem Sternchen. Die Herzlichkeit, Unmittelbarkeit und Vertrautheit im Umgang mit meinen Freundinnen fehlt mir hier schon. Gestern, im Wartezimmer meiner neuen Ärztin, kam ich nicht umhin, Vergleiche im Umgang der Menschen miteinander zu ziehen. SchweizerInnen und Schweizer dort, Deutsche hier. Nein. Nicht wertend, denn du kannst ja auch nicht Äpfel und Birnen miteinander vergleichen. Außerdem sehe ich ja immer nur einen Ausschnitt. Meine subjektive Perspektive. Bin ich einfach eine Mimose oder sind die Deutschen im Umgang miteinander wirklich derber und direkter als wir Schweizerinnen?, frage ich mich aber dennoch hin und wieder. In meiner aktuellen Dünnhäutigkeit überfordert mich zuweilen so ein Ausflug in die Welt beinahe.
Menschen, die ein bisschen so ticken, spinnen, grübeln, philosophieren, die Welt so wahrnehmen, lachen, denken und leben wie ich, die gibt es bestimmt auch hier, sage ich mir oft. Nur muss ich sie eben noch finden. Oder mich finden lassen. Ab August gehe ich – ein bisschen auch mit diesem Hintergedanken – ins Rückenyoga. Nach Barfußtanzen-Events, Trancedance und Schwitzhütten habe im Internet vergeblich gesucht. Auch Frauenrituale oder schamanische Trommelgruppen gibt es hier offenbar nicht. Ich könnte ja selbst Kurse anbieten, wie damals in Z., vor dreizehn Jahren, überlege ich zuweilen, doch bedeutet das fehlende Angebot nicht auch, dass kein Interesse vorhanden ist?
Schnitt.
Anhora hat gestern über die neuen Zeitzonen nachgedacht, in denen sie sich aktuell als Stellenlose bewegt. Die Parallelen zu mir sind unübersehbar. Diese Zeit, in der sie und ich leben und die nicht Urlaub, aber auch nicht bezahlte Arbeitszeit ist, wirbt verzweifelt um Anerkennung und Daseinsberechtigung, die wir ihr, Kinder der Leistungsgesellschaft, nur schwer geben können. Ob wir nun (wie ich) vom Ersparten leben oder von Arbeitslosenbeiträgen, macht im Endeffekt kaum einen Unterschied. Es ist im Kopf, das Problem. Wir werten Nichtstun ab, dabei ist es der Puffer. Die Zeit zwischen den Dingen. Die Lücken zwischen den Wörtern. Die Pause zwischen zwei Buchstaben. Die Leere zwischen den Zeilen. Sie ist die Essenz, die das Leben erträglich macht.
Auf dem Tisch steht eine große gläserne Vase. Daneben steht eine Schale mit Sand und da liegen auch kleine und große Steine. Sie alle sollen in die Vase. Fängst du mit dem Sand an, wird nicht alles Platz finden. Fängst du mit den kleinen Steinen an, auch nicht. Die großen Steine stehen für jene Dinge, die dir sehr wichtig sind* und sollen darum zuallererst in die Vase geschichtet werden. Einer vielleicht für eine Stunde Yoga pro Tag. Oder für einen langen Spaziergang. Oder für eine Stunde Lesen oder Nichtstun … Die kleinen Steine sind die Dinge, die auch wichtig sind, damit du dich im Leben wohlfühlst. Ordnung vielleicht, Sauberkeit, ein voller Kühlschrank, ein Dach über dem Kopf, dein Laptop … Doch der Sand ist es, der alles zusammenhält, der die Lücken schließt. Er ist es, der alles verbindet. Da ein Lächeln, dort ein Anruf, eine Begegnung, ein Musikstück. Der Sand ist es auch, den wir gleich wieder vergessen. Wenn wir zurückschauen auf unsere Leben, eines Tages, werden wir die Sandkörner zwar nicht erwähnen und uns nicht an die einzelnen Bröselchen erinnern, doch sie werden es sein, die darüber entscheiden, ob wir sagen können: Gut gemacht!
So ein Sandkorn ist dies hier, ein scharlachrotes … Eines, das übrigens ziemlich gut gegen Heimweh hilft. Im Hintergrund könnt ihr mich sogar mitsingen hören … 😉
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=bnDFseiDE-4&feature=related]

Büne Huber erzählt „Geschichten von Menschen für Menschen, die auch in komischen Zeiten die Hoffnung nicht aufgeben, dass ein Leben vor dem Tode möglich sein kann.“

Zitat: Büne Huber. Quelle: hier klicken

>>>>> Nie! NIE! Niiieee!
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*Klassischerweise stehen in obiger Parabel, die ich vor vielen Jahren einmal gelesen habe, die großen Steine für die Arbeit, für das Sichern des Einkommens … Ich habe sie hier aber ungefragt an meine Bedürfnisse angepasst. 🙂

Exhibitionismus und andere Tugenden

Über Exhibitionismus hatten wir gesprochen, zwischen Nacht und Morgen irgendwann, und dass doch im Grunde jeder Mensch – mehr oder weniger – das Zeug zur Selbstdarstellung habe. Vielleicht sei es gar eine Art Überlebensnotwendigkeit.
Später waren wir nach H. gefahren, an die „größte Buchmesse der Welt“, wie sie sich ganz unbescheiden nannte. Top oder Flop?, rätselten wir auf der Fahrt.
Während einer grottenschlechten Lesung aus einem ziemlich schwach getexteten, doch von einem „richtigen“ Verlag herausgegebenen (!) Roman, konnte ich nicht umhin, mich fremdzuschämen, denn mir war die Autorin sympathisch. Immerhin war der Plot irgendwie originell. Doch mit Klischees hat die Dame – weiß Göttin – nicht gegeizt.
Ich hoffe, dass mich weder meine liebevoll kritischen FreundInnen noch mein selbstkritischer Verstand je so weit verlassen werden, dass ich auf die Idee kommen sollte, einem Verlag einen solch unausgereiften Text anzubieten.
Die Messe war in einem einzigen großen Raum untergebracht. An Tischen hatten sich ein paar vorwiegend auf Fantasy spezialisierte Kleinverlage der Region aufgebaut. Gerne würde ich jetzt berichten, welch wunderbare Bücher in Kleinverlagen erscheinen. Und keineswegs will ich hier nun kleine Verlage verunglimpfen oder gar alle in einen Topf werfen. Zudem verstehe ich von Fantasy nicht wirklich viel. Was ich aber – auch an schlechten Tagen – erkennen kann, ist, ob ein Text gut und vielleicht sogar sehr gut ist. Oder mindestens gutes Mittelmaß, was ja auch okay ist.
Ich hatte mich auf dier Suche nach einem ebensolchen Text gemacht und nahm dazu ziemlich viele Bücher in die Hand. Gut geschrieben waren einzig jene, die in den größeren oder gar großen Verlagen erschienen sind. Schon Covergestaltung und Textlayout zeigen, ob an einer Geschichte wirklich professionell gearbeitet wurde. Mit professionell meine ich keineswegs Mainstream, denn Individualität ist wunderbar. Nicht jedes Buch muss gleich aussehen, doch ein angenehm griffiges, nicht ganz glattes, eierschalenfarbenes Papier, das – allerdings nicht bis knapp an den Rand! – mit einer klassischen Serifenschrift bedruckt ist, liest sich einfach leichter, als ein zu eng, zu voll und/oder zu groß gedrucktes Buch. Wenn es dann noch vollschwarz auf hochweiß und womöglich in serifenloser Schrift daher kommt, dann großes Autsch!
Doch das Formelle soll ja letztlich nicht allein den Ausschlag geben, ob ein Buch gut ist. So bin ich dann doch nicht, nein, und darum habe ich das eine oder andere mich äußerlich nicht ansprechende Buch aufgeschlagen und ebendort zu lesen angefangen, wo ich den Finger hineingelegt hatte. Die Buchhändlerin in mir ist eben nicht auszumerzen. Schlagen mir schon im ersten zufällig ausgewählten Abschnitt zehn Adjektive, zwanzig Füllwörter, dreiundzwanzig Klischees und siebzehn Wiederholungen entgegen, schlucke ich erst einmal leer und versuche es mit einem nächsten Abschnitt. „Plötzlich ganz unvermittelt kriegte ich Gänsehaut“. Schon wieder großes Autsch. Nächstes Buch. Und so weiter.
Ja, lästere du nur Sofasophia! Bis du den Mut hast, eines deiner fast fertigen Manuskripte zu veröffentlichen …, dachte ich. Diese Autorinnen und Schriftsteller hier haben immerhin Mut!. Und wenn die sich trauen, dann könntest du es eigentlich auch. Schlechter kann es ja nicht sein, was du gesponnen hast.
Im städtischen Kunstsaal, wo Irgendlink und ich anschließend einer Führung durch die Ausstellung eines regionalen Kunstfotografen beiwohnten, hüpfte mein Kulturherz vor Freude. Ich war von der Vielfalt der Themen und auch von der Hängung begeistert. Diese zeugte von großem Verständnis und Gespür für den Inhalt der Bilder. Dennoch … die Führung war für meinen Geschmack zu lang, denn ein sich selbst erklärendes Bild muss, ebenso wie ein guter Text, nicht erklärt werden. Es und er sind sich selbst genug.
Na ja, wir sind eben alle, wie gesagt, exhibitionistisch veranlagt … Vielleicht sichern wir uns gar so das Überleben?

Ich blogge (nicht), also bin ich …

Gießen oder nicht gießen?, habe ich mich neulich hier gefragt. Heute heißt die Frage anders …
Wie wir beim Abendessen saßen, meinte ich nämlich zu Irgendlink:
Ich kann zurzeit einfach nicht bloggen. Glücklich zu sein, überhaupt einfach zu sein und unspektakulär vor sich hin zu leben, hat Null Unterhaltungswert. Womit wir schon mitten ihm Thema Larmoyanz-Bloggen waren.
Doch nur schreiben, wenn es mir Sch… geht, ist ja auch nicht das Wahre, sagte ich.
Dramen hatte ich für ein Leben genug. Jetzt darf ich einfach genießen. Sage ich mir oft. Was nicht immer leicht fällt. Genießen können ist eine Kunst. Kunst kommt von Können und dies will gelernt sein. Das Handwerk und sein Werkzeug dazu sind nicht einfach vorhanden. In unserer Überlebenskiste, die wir bei der Geburt mitbekommen, wird uns allen die Anleitung – ich stelle sie mir als Samenpackung vor – vermutlich mitgeliefert, doch ob wir sie auch lesen (und aussäen), hängt von mancherlei Umständen ab. Manchmal frage ich mich, wieso wir dagegen alle so gut jammern können. Dieser wunde Schrei nach Aufmerksamkeit. Schaut her, ich Arme, ich Armer. Auch geben wir uns gerne mit Jammern ein pseudointellektuelles Aussehen, denn wer jammert, kann ja nicht oberflächlich sein. Er denkt nach. Oder sie. Findet ein Haar an der Schuppe.
Und die Suppe ist zu kalt.
Zu salzig.
Zu …
Wer aber, wie ich zurzeit, einfach ein ruhiges, friedliches und – zugegeben – auch ein wenig von den schlimmen Nachrichten der Welt abgeschottetes Leben führt – hat da jemand langweilig gesagt? –, findet wenig Grund zum Jammern. Außerdem bin ich gerne allein, mit mir oder zu zweit, und befürchte zuweilen, dass ich nach diesem befristeten Time-Out zu Arbeitsbeginn neu sozialisiert werden muss.
Alles gut, aber schlicht nichts zu erzählen …
Halt, halt, da fällt mir ja doch was (halbwegs) erzählenswertes ein: Morgen wird unsere Waschmaschine geliefert! Das erste Mal im Leben, dass ich eine Waschmaschine mitbesitze. Das ist doch auch mal was! 🙂

Fragen über Fragen

Gießen oder nicht gießen? Da war dieses kurze Gespräch gestern, mit dem Nachbarbauern, der an seinen Feldern entlang fuhr, um den Schaden zu ermessen. Nein, selbst wenn er eine Gießanlage hätte, würde er nicht großflächig gießen. Die Natur sei eben mal so, mal so. Was mich zur Frage brachte, später, auf dem Rückweg von unserem Spaziergang, wo denn die goldene Mitte liegt. Und wie individuell eine Antwort ist  und überhaupt:
Was sollen-können-dürfen wir beeinflussen? Was sollen-können-dürfen wir einfach den Gewalten der Natur überlassen?
Gibt es etwas anderes als Zufall? Nein, an den Rauschebart-Liebgott glaube ich längst nicht mehr. Gretchenfrage mal wieder. Etwas gibt es da, das ahne ich. Nicht da oben, da außen, sondern mitten in uns allen drin, etwas, das alles zusammenhält. Ein Plan. Ein Konzept. Ob im Detail bestimmend oder nicht, weiß ich nicht. Vermutlich ähnlich planvoll wie das Konzept einer Tulpenzwiebel oder der Rehe. Und schon sehen wir, wie alles zusammenhängt – natürliche Feinde und so. Gestörtes Gleichgewicht … Ökologie …
Hätten wir unseren Tomaten kein Wasser gegeben, wären sie längst verdorrt und wir müssten uns das ganze Jahr welche kaufen. Was die Wirtschaft ankurbelt und die Monokultur-Mentalität in Spanien und Holland fördert. Vom kleinen zum großen und wieder zurück.
Urwasser aus den Urtiefen der Erde darf nicht zum Gießen eingesetzt werden, sagte der Bauer. Ich pflichtete ihm bei. Aus sicherem Abstand. Doch wie würde ich handeln, wenn ich am Verdursten, wenn ich am Verhungern wäre?
Alles hängt zusammen und beeinflusst sich. Dich. Mich.
Gesunddezimierung, meinte S. neulich, der Jäger, als er über seine Verantwortung sprach.
Ich gebe es zu: Ich bin froh, dass wir die Tomaten und alle ihre NachbarInnen gegossen haben.

out of time

Außerhalb der Zeit. Drei Wörter, die es in sich haben.
Gestern und heute hatte ich so gar keine Lust auf Internet. Das virtuelle Korsett war plötzlich so unwesentlich. Einfach so bin ich aus dem Cyberspace gepurzelt und habe, statt Bilder und Texte zu weben, heute Gelee und Sirup gekocht, dass es eine rote Freude ist. Roter Johannis – eine meiner Lieblingsbeeren … Neben den Erdbeeren und Kirschen und Stachelbeeren und Brombeeren natürlich. Und den Zwetschgen. Aber halt, das sind ja keine Beeren. Und ich will nicht vorgreifen. Und auch die Trauben kommen später.
Säen und ernten. Die kleinen Tomatensämchen, die J. vor Wochen im Trog gesät hat, sind längst ausgepflanzt und ranken um die Stöcke. Das Wunder des Lebens vollzieht sich. Jahr für Jahr. Alles wächst dem Licht entgegen.
Auch über Rehe und Kitze habe ich heute von S. viel gelernt. Er ist Jäger und hat, seit wir uns kennen, schon viele meiner Vorurteile aufgeweicht. Da ich Vegi bin, sind wir oft gänzlich verschiedener Meinung. Doch seine Ausführungen zur Rehkitzfrage waren sehr spannend. Jetzt weiß ich, dass Rehkitze (Kati, liest du das hier?) von ihren Müttern tagsüber alleingelassen werden und nur zweimal täglich gestillt werden. Die Rehkitze rufen nach ihren Müttern, wenn sie sie Durst haben. Auch zwischendurch mal. Wenn die Mutter es hört und wenn nicht grad ein paar unbedarfte, gutmeinende Menschen das Kitz umschwirren, kann sie es allenfalls auch mal zwischendurch füttern. Doch in der Regel reichen eigentlich zwei Fütterungen.
Jäger,
so meinte S., sehen, ob eine Rehkuh Mutter ist oder nicht und schießen auf gar keinen Fall auf Mütter. In den Tierheimen wissen die Leute oft nicht, wie sie ein Kitz aufziehen sollen und dann sterben die Tiere meistens.

Und noch viel mehr habe ich heute gelernt: Dass Rehe nach der Zeugung ihre Eier quasi einlagern, bevor sie sie ausbrüten, damit die Kitze nicht im Winter geboren werden. Nein, das hatte ich nicht gewusst und auch über Füchse und Hühner habe ich heute viel neues gelernt.
Wunder der Natur, diese Tiere. Wie Tomatensamen und Johannisbeeren.
Wunder über Wunder, Rätsel über Rätsel. Und auch dies noch:
Wo fängt die Zeit eigentlich an?
Bin ich jetzt wieder in ihr drin, weil ich im Internet bin?
Wo gehe ich hin, wenn ich träume?

Die Sache mit dem Kipphebel und andere wichtige Erkenntnisse

Dieses Fenster in meinem kleinen Klo! Eines der alten Systeme. Du kannst das Fenster auf Kipp stellen, wenn du vorher den einen von den beiden Hebeln von oben nach unten bringst und so die Mechanik, die das Fenster arretiert, veränderst. Seine innere Logik wird gleichsam manipuliert … 😉 Tolle Sache, dieses Auf-Kipp-Kippen.
Ja, lach du nur, liebe Leserin, lieber Leser! Meine Berner Altbauwohnung, die ich bis Ende März bewohnt hatte, war eben ziemlich simpel befenstert. Und was davor war, habe ich wohl einfach vergessen. Dass es kippbare Fenster gibt, zum Beispiel. Alle meine Berner Fenster waren nur analog zu öffnen gewesen.
In meiner Künstlerinnenbude auf dem einsamen Gehöft habe ich zum Glück – außer jenem auf dem kleinen Klo – noch ein paar andere Fenster. Ziemlich viele sogar. In der Küche schon mal drei. Im Wohnzimmer sogar noch mehr. Vier Dachfenster im Schlaf- und Künstlerinnenstübchen inklusive. Irgendwann nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Hof auf dem Berg aufgebaut und ist seither etliche Male renoviert worden. So war mein Hausteil früher das Gesindehaus, habe ich mir erzählen lassen. In meinem schönen großen, weiß gekachelten Bad – mit ebenfalls drei Fenstern (Himmel, wie soll ich die bloß alle sauber halten?) – seien früher drei (!) Gesinderäume untergebracht gewesen. Ach, all die Geschichten, die das Haus erzählen könnte!
Wieso stellst du es denn nicht einfach auf Kipp, sagte J. neulich zu mir, als ich das Schlafzimmerfenster öffnete und es anschließend mit dem Vorhang mühsam arretierte, damit es sich nicht weiter öffnen konnte als ich es wollte.
Kipp? Ich muss ziemlich dumm aus der Wäsche geguckt haben.
Ja, Kipp.
Wie das denn? Hat ja keinen zweiten Hebel dran …
Na, sooo …
Er dreht den einzig vorhandenen Hebel nach oben und zieht das Fenster auf. Kipp. Et voilà!
Aha …

Dass ich hier nun, auf dem einsamen alten Gehöft – außer dem Klofenster mit seiner nicht ganz einfachen Handhabung – auch alle anderen Fenster ganz einfach auf Kipp stellen kann, war somit die große Überraschung des Tages.

Wie oft im Leben, fragte ich mich hinterher natürlich, gehe ich mit den Dingen, den Menschen und der Natur so um, als hätte ich schon ihre ganze Wahrheit erkannt?
(((Hm, da bist du ja eh selbst drauf gekommen.)))
Schnitt.
Neulich habe ich hier Herrn Blender vorgestellt. Er kann, wie sich Stammlesende vielleicht noch erinnern, zwei Bilder zu einem neuen vermischen. Unter Einbezug verschiedener Vorgaben und Filter ist er ein wahrer Künstler.
Wie mein Liebster und ich gestern so im Bett den Sandmann herbei plaudern, murmle ich, dass das Leben eigentlich ein einziges Überblenden ist. Laufend schieben sich neue Bilder über alte. Dynamisch verändert sich alles. Immer. Auch wenn es vermeintlich gleich aussieht, was wir täglich tun, die immer gleichen Griffe, die ständig gleichen Abläufe, die täglich gleichen Tassen, die ich in die Spülmaschine stelle, ist es doch immer wieder anders. Versuche mal, die Maschine zweimal genau gleich aufzufüllen! Oder versuche mal, zweimal das genau gleiche Bild aufzunehmen! Geht nicht. Bestenfalls wird das Ergebnis sehr ähnlich.
Das Gesicht des Alltags ist die eine Wahrheit. Eine andere, dass sie sich täglich ändert. Es lebe das Paradoxon.

Verwandte

Wir kennen uns eigentlich noch gar nicht so lange. Dennoch kann ich mich kaum mehr erinnern, wie ich früher gelebt habe. Früher, als wir uns noch nicht kannten. Er hat, ich schwör, ganz schön was auf dem Kasten.
Stell ihm einfach mal zwei Bilder unter die Nase und dann schau ihm gut zu, was er damit anstellt! Ähnlich wie sein Cousin Fusioncam, über den ich neulich an ebendieser Stelle berichtet habe, kann auch Herr Blender zwei Bilder aufeinander zaubern. Doch anders als sein Vetter, legt er nicht neue, sondern bereits vorhandene Bilder übereinander – zum Beispiel zweimal das gleiche, doch unterschiedlich bearbeitete (einmal bunt und einmal schwarzweiß). Dabei lässt er dir gar noch die Wahl, welchen Filter du beim Mischen einsetzen willst und in welcher Intensität, das eine Bild ins jeweils anderen Bild hineinwirken soll. Dunkler, heller, überlagernd, multiplizierend, Farbtöne verstärkend oder umkehrend, sättigend … Eine ganze Palette hat er zu bieten.
Ja, Herr Blender hat das Mischen, das Mixen drauf wie kein Zweiter. So ähnlich stelle ich mir Musikabmischen vor und zuweilen wünsche ich mir, dass Herr Blender nicht nur meine iPhone-Bilder mixen würde, sondern auch mein Leben. Von J. hätte ich gerne ein wenig von seiner aufhellenden Lebens- und Genussfreude, bitteschön. Er kann sich dafür, per Schieber, von mir etwas holen. Irgendetwas findet sich sicher. Aber nein, meine Schatten geb ich nicht her. Derart inspiriert mische ich mir mein Leben schön vielschichtig und bunt zurecht. Herr Blender hilft mir, mein Leben unter neuen Vorzeichen zu betrachten. Ach, und auch seine Nichte, Frau Diptic ist eine unglaublich kreative Dame. Was sie kann, kann sonst keine. Sie ist unschlagbar. Eimalig. Unverwechselbar. Ich habe munkeln hören, dass sie ein Einzelkind sei.
Diptice dir deine Welt zurecht!, flüstert sie mir zu, wann immer wir zusammen arbeiten. Mit ihr vergesse ich zuweilen alles um mich her. Sie ist die wahre Meisterin des Spiegelns und der Reflektion. Und der neuen Ansätze. Nein, nein, sie ist nicht Psychotherapeutin, dazu ist sie viel zu verspielt. Fürs Leben gern setzt sie Bilder und Bildausschnitt neu zusammen und kann so schon mal neue Identitäten zum Leben erwecken.
Ihre Lebensaufgabe scheint es zu sein, mich und meine Mitspinnerinnen zu immer wieder neuen Höhenflügen in der Bildbearbeitung zu inspirieren.
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Bild: iDogma – Montage aus drei Einzelbildern.
Grundlage ist das immer gleiche, vorgängig mit anderen Programmen (Juxtaposer, Dynamic Light und Blender) bearbeitete Bild von Katze Mietz. Sie trägt heute eine aufmontierte Nutella-Perücke.
Das linke Bild ist eine Schwarzweiß-Version, das ich mit einem Solarisationsfilter editiert habe. Das rechte Bild zeigt eine starkkontrastige Variante des Bildes, das ich außerdem mit einem Bewegungsfilter bearbeitet habe. In der Mitte schließlich findet sich eine von Herrn Blender gemischte und von Frau Diptic gespiegelte Version. Die drei Einzelbilder habe ich mit Frau Diptics Hilfe zusammengebaut.

Bild: iDogma – Montage
Mit Frau Diptics Unterstützung habe ich das erste Bild, diesmal im Quadratformat, mit einer gespiegelten Version, zusammengesetzt. Zuoberst habe ich das mit Lady Halftone in ein Cartoon verwandelte Bild dazugefügt.
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Selbstverständlich wären noch tausend andere Arten des Zusammenfügens möglich. Wie im richtigen Leben … 🙂