Scherben sollen ja Glück bringen. Luisa wünsch ich das genauso wie mir. Ihr zerbrach ein Marmeladenglas in der Handtasche. Mensch stelle sich das mal vor! Auf einer Reise von A nach B. Tauschen möchte ich da echt nicht! Mir reicht, wenn meine kleine Flasche Baldrian, die – warum auch immer – vom Gestell über dem Marmor-Küchentisch auf diesen gepurzelt, dort zu Bruch gegangen und weiter auf den Boden geflogen ist.
Bloß nicht aufregen, schließlich waren das Beruhigungstropfen!, lache ich vor mich hin, während ich die Scherben zusammenschiebe und die Flüssigkeit auf tunke. Wie viel doch in einer kleinen Flasche Platz hat! So viel, dass nun meine ganze Wohnung beruhigend duftet. So beruhigend, dass es fast schon nervt. Wie gut, dass ich die Tropfen kaum mehr brauche. Ich kann mich kaum mehr erinnern, wie es war, damals, als ich das Zöix täglich brauchte, als ich diese massiven Schlafstörungen hatte. Vor drei Jahren dann der Tiefpunkt. Das Beinahe-Burnout. Grad noch abgewendet. Den damaligen Job gekündigt. Timeout statt Burnout. Neuanfang. Ohne Einkommen gelebt, bis das Geld alle war. Weiser Entscheid war das gewesen. Schlafen tu ich seither endlich wieder gut. Ohne Baldrian. Tja, diese Scherben bringen mir wirklich Glück, denn sie erinnern mich daran, wie viel zufriedener als damals ich doch heute bin …
Ach, natürlich noch das: Euch allen da draußen wünsch ich einen wunderbaren Frühlingsanfang!
Und zum Schluss noch dies: Luisa Francias WebTagebuch ist eine Fundgrube, die ich beinahe täglich besuche … Heute dies gefunden:









