Locarno mi piace

Wer hätte das gedacht? Manchmal darf man – und frau – einfach nicht zu früh aufstehen, denn wären wir um acht aufgestanden, hätten wir womöglich über den Schonwiederregen gemurrt. Um zehn, als wir langsam ans Aufstehen zu denken anfingen, hatten sich die Regenwolken bereits verzogen und machten der Sonne Platz. Jippie!

Später, vor den Wanderwegtafeln in Aquarossa stehend, beschlossen wir, nach Dongio weiterzufahren und uns von dort aus in einen der historischen Wanderwege einzuspeisen.

Doch kaum im Auto fing es wieder ein wenig zu regnen an. Hm. Regenwanderung? Den mindestens zehn Kilometer langen Rundweg in nassen Klamotten machen?

Wir könnten doch an den Lago Maggiore fahren …, sagt Irgendlink.
Wieso nicht! Ich war schon seit Jahren nicht mehr in Locarno, sage ich.

Über die Landstraßen durch die Magadinoebene erreichen wir schon bald unser Ziel. Von Regenwolken keine Spur mehr. Im Gegenteil. Richtig tolles, sonniges Herbstwetter. Wir promenieren am See entlang, finden zwei Geocaches und sammeln – die Kamera und das Eiföun stets in bester Tourimanier griffbereit – haufenweise skurrile, schräge und schöne Bilder.

Jetzt können die Ferien eigentlich so richtig anfangen, sage ich nach „der Friseuse“ von Doris Dörrie. Eigentlich. Denn eigentlich müssen wir ja morgen bereits wieder nordwärts fahren. Tja, wie sagte sie gleich, Katy, die Friseuse und Antiheldin dieses tollen Filmes? Mach aus allem das Beste und lass den Kopp nich hängen!

Bild: Panorama – am Lago Maggiore
(mit dem iPhone und der HDR-Plus-App fotografiert, mit AutoStich zum Pano montiert und mit PS Express bearbeitet und gerahmt)