Tag 3: Dritter Schneetag. Dass der Schnee morgen weg ist, ist nicht anzunehmen. Tja, was bleibt mir anderes, als ihn zu akzeptieren?
Tag 10: Zehnter Pilgertag für „meinen“ Jakobspilger Irgendlink. Mit Wein im Kopf, immerhin Rioja, pilgert es sich offenbar ein bisschen – hm, sagen wir einfach mal – „anders“.

PS: Ob – oder warum – ich denn Schnee nicht mag? Hm, wäre Schnee warm, trocken und weich, würde ich ihn schon mögen. Mein Auge findet ihn jedenfalls schön. Es ist bloß so, dass ich kalt, nass und hart nicht mag. Der arme Schnee kann da eigentlich wirklich nichts dafür.
Letzten Winter fing auch das Weiß draußen an, mich zu langweilen. Was ich nicht mag, ist die damit verbundene Pflicht Treppen und Bürgersteig zu kehren.Irgendlink wirkt auf mich doch sehr angestrengt, sollte abbrechen. In der Zeit könnte er auch woanders schöne Wanderungen machen.
schneeschippen gibt wenigstens schön warm 🙂
irgendlinks wanderung ist anstrengend, „das schleckt keine geiss weg“, wie wir hier so schön sagen. ich habe ihn gestern darauf angesprochen. so phasen kommen und gehen und solange er spaß hat, wird er nicht ans unterbrechen denken. du kennst ihn ja. er ist zäh und solange er fit ist, hat er keinen grund zum aufhören. außerdem sind (seine) blogtexte ja immer ein klitzekleines bisschen überzeichnet.
ich wäre jedenfalls die letzte, die ihn drängen würde, aufzuhören. ich vertraue darauf, dass er selbst merkt, wann gut ist … ob das nun in santiago oder vorher der fall ist … 🙂
liebgrüß, d.
sehr gerne wiederhole ich mich. vielleicht liegt die allgemein vorherrschende schneeunlust einfach darin, dass gestern erst winter war. der sommer war kurz, zu kurz. der herbst wurde gleich einmal ausgelassen. und ich rede von dem schönen herbst. dem goldenen oktober, der in diesem jahr eher einer geplatzten wasserleitung glich.
irgendlink wird sicher nicht aufgeben, wie ich ihn mich einzuschätzen wage, denn sein ziel ist der weg, sei er auch noch so beschwerlich. und ein tröpfchen trallala hier und da, zur erwärmung von geist und seele, dagegen ist wahrlich nichts einzuwenden – auch nicht auf dem jakobsweg.
herzlichst rumpelchen
willkommen hier, rumpelchen
ich teile deine wahrnehmung zwar nicht ganz, aber das mag an der geografie liegen. der sommer ist mir auch immer zu kurz, aber heuer war er – objektiv betrachtet – sehr lang. auch der herbst, hier bei uns, war wunderschön. nicht nur, aber auch. golden und sonnig. ja, zu kurz ist die warme jahreszeit für mich auch immer. 😉
was irgendlinks reise betrifft, ist alles offen. alles ist möglich. ich sähe ein „aussteigen“ nicht als aufgeben. ziele sind ziele und wege sind wege, da hält er es (ich übrigens auch) mit altmann. jeder weg kann darum in einen anderen weg umgeleitet werden. und das ziel ist eines tages erreicht. wenn nicht heute, dann übermorgen. oder in einem jahr. 🙂
dennoch denke ich auch, dass er weitermacht. bis auf weiteres … 😉
hach, ja, ein tröpfchen trallala tut einfach gut … prosit – aufs leben.
herzlichst, sofasophia
liebste sophia,
so war es nicht gemeint, so wird es von mir auch nicht verstanden – als aufgabe, so er aussteigt. das ziel des jakobswegs ist relativ. ist es für die einen das ankommen – kommen andere unterwegs bereits an, im zweifel bei sich selbst, was ein ankommen am ende der strecke nicht mehr überbieten könnte.
darum: der weg ist das ziel, denn nur jeder pilgerer, wanderer, geher weiß höchstselbst, zu welchem ziel er berufen. ein abbiegen, umwegen ist dabei genauso denkbar wie das strenge voranschreiten.
ich hoffe, mich nun verständlicher ausgedrückt zu haben? 😉
was den herbst betrifft, sind sie beglückwünschen. ich vermisse ihn so sehr, den herbst – den frühling des winters. aber der nächste kommt bestimmt, so hoffe ich.
liebstens rumpelchen
alles klar … 🙂
und hoffentlich noch ein paar herbstage …