Luxus und so Sachen

Bevor ich mich an meine weitere Überarbeitungsarbeit am Loch im Eis mache, die ich zurzeit mit disziplinierter Konsequenz oder konsequenter Disziplin betreibe und vor Mittwoch abschließen will, fällt mir mein Blog mal wieder ein, das verwaiste. Fast verwaiste, jedenfalls.

Natürlich habe ich es nicht vergessen. Im Alltag denke ich ständig: Das blogge ich. Dies muss ich in Worte gießen. Das muss ich mir merken. Aber eben.

Die Zeit. Die Konzentration. Die Tagesform. Die Disziplin. Die Faulheit. Alles Faktoren, die je nach Verhältnis zueinander und von ihrer Position innerhalb der Gleichung dafür sorgen, dass das Produkt gleich Null ist. Ist eigentlich egal, wenn ich nicht blogge. Ja, wenn dann genau noch dieser Gedanke dazu kommt, kann nix entstehen, kann kein Gedanke Text werden.

„Meine Ideen können gar nicht alle aus meine meinem Kopf raus“, sagt Patrick Zeller. Hab ich heute in einem Interview über den vielseitigen Musiker gelesen. In der Kulturagenda vom 16. – 22.12. Das seien allerdings Luxusprobleme, fügt er gleich an.

Ja, recht hat er, denke ich. Realistisch betrachtet sind die meisten Themen, über die wir uns den Kopf zerbrechen, sogar die meisten Probleme, die wir lösen oder zumindest wälzen, eben dies: Luxusprobleme. Ihre Lösung oder Nichtlösung bedroht weder unser Leben noch unsere Gesundheit. Vielleicht bereitet das eine oder andere Unannehmlichkeiten, kleine Einschränkungen, ein bisschen Stress, Herzschmerz oder was weiß ich. Und ob ich etwas davon blogge oder nicht, geht 99,99999% der Menschheit am A… vorbei.

Ist Schreiben und Bloggen, ist Kunst und Kultur Luxus?, frage ich mich und lese weiter in der Kulturagenda. Auf der gleichen Seite finde ich einen Klartext von Thomas Beck. Es geht um die kulturelle Frühförderung.

Ich zitiere: „Erstens haben Kinder nach einem Jahr Musikunterricht einen Intelligenzquotienten, der acht bis neun Punkte höher ist als ohne Musiktraining. Zweitens: Kinder mit Musikunterricht haben ein besseres verbales Gedächtnis. Drittens: Musizierende Kinder können komplizierte Sätze besser verstehen. (…) Leistung, sagt Lutz Jäncke, sei immer ein Produkt von „Wollen mal Können mal Möglichkeit“: Ist ein Faktor gleich null, sei auch das Resultat gleich null. Kinder also, die keine Gelegenheit haben, mit Kunst in Kontakt zu kommen, sind damit von den vielfältigen positiven Sekundäreffekten ausgeschlossen. Kulturelle Bildung ist wahrlich kein „Nice to have“. Ich frage mich vielmehr, wie lange wir es uns noch leisten können, durch eine zu geringe Stimulierung kindlicher Gestaltungslust in der Schule kreative Potenziale ungenutzt zu lassen. Potenziale, die die Gesellschaft der Zukunft auf allen Ebenen so nötig hätte. Das ist die wahre Ressourcenproblematik hinter der kurzsichtigen Finanzdebatte.“ (Zitat Ende. Kursivsetzung durch mich).

Hat da wer was von Luxusproblemen gesagt?

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EDIT: Heute, es ist der 19.12. 2010, bei Luisa Francia auf salamandra.de ein ganz besonderes Plädoyer für Kunst gefunden:

„wie muss es menschen gehen, deren kindheit eingeschlossen ist in alltagsabläufe und wirklichkeitsvorstellungen, die mit dem eigenen leben absolut nichts zu tun haben! mich hat nicht widerstand befreit, sondern die konsequente treue zu meinen eigenen bildern, meinen überzeugungen, meinen wahrnehmungen. kunst hat mein leben gerettet.“

Quelle: Luisas Internettagebuch-Eintrag vom 19.12.2010 um 12:34:25

(Kursivsetzung durch mich.)

am gleichen Tisch

Frau Machbar und Frau Schicksal saßen zusammen am gleichen Tisch. Wie immer am Dienstag. Gar wichtiges hatten sie zu besprechen.

Was mischst du dich aber auch immer in die Angelegenheiten der anderen ein?, fragte Frau Machbar ihre Nachbarin nicht zum ersten Mal, wohlwissend, dass die anderen ihre Frage nicht beantworten würde. Was sag ich da der andern? Die ganze Welt mischst du auf! Wenn ich etwas nicht verstehen kann, dann dich.

Und du erst?, entgegnete Frau Schicksal. Du redest den Menschen ein, dass sie alles selbst in der Hand haben. Dass sie an ihrem Wohl und Weh selbst Schuld oder von mir aus Unschuld haben. Dass sie das Geschick der ganzen Erde lenken können. Selbst Schicksal spielen. So kann das nicht mehr weitergehen.

Es klopft an die Türe. Beide stehen auf und gehen in den Flur. Frau Machbar öffnet die Türe. Draußen steht Frau Serendipität. Sie kichert verlegen.
Verzeiht, ihr beiden, meine Verspätung zu unserem Kaffeekränzchen. Ich hatte zu tun. Ganz unvorhergesehen. Ungeplant, wie immer, ihr wisst schon. Musste ein klein bisschen nachhelfen. Sie grinst. Ach übrigens, habt ihr eigentlich Großmütterchen Vorsehung heute nicht eingeladen? Sie sitzt auf der Bank unten auf dem Hof an der Sonne und klatscht fortwährend in die Hände. Genau so, genau so, flüstert sie mit strahlenden Augen.

Betreten schauen Frau Schicksal und Frau Machbar aus dem Fenster und begreifen, dass sie ihre Kollegin einmal mehr vergessen haben.

Niemand anders

Oder vielleicht besser: Nur ich allein. Warum? Weil! Es gibt niemanden anders, der für mich tun kann, was nur ich für mich tun kann. Und nur ich selbst kann mich wirklich motivieren, es auch zu tun. Alles was ich tue, tue ich im Grunde, weil ich es tun will. Mit dem Lassen ist es gleich. Ich tue und lasse etwas, weil ich mich dafür entschieden habe. Bewusst oder unbewusst.

Andern zuliebe Dinge tun, die mir gegen den Strich gehen, funktioniert in der Regel bei mir nicht. Vor ungefähr zwölf Jahren – was, schon so lange? – habe ich meinem damaligen Lover zuliebe aufgehört zu rauchen. Nach dem ich mich ein paar Monate später von ihm getrennt hatte, fing ich wieder an. Heute rauche ich nicht mehr. Seit mehr als anderthalb Jahren bereits. Aufgehört habe ich ganz unspektakulär. Fast beiläufig. Mir zuliebe.

Nur so, nur ganz allein aus dieser Motivation, kann uns gelingen, was uns wirklich wichtig ist. Die wichtigste Treue ist jene unserem Herz gegenüber. Nur ich kann für mich tun, was nur ich für mich tun kann. Wie gesagt. Ein Gedanke, der mich im Zusammenhang mit Irgendlinks Pilgerreise oft besucht.

Immer wieder behaupte ich ihm und anderen gegenüber, dass ich nicht pilgern könnte. Dass ich nicht mit so vielen Leuten im gleichen Raum schlafen könnte, zum Beispiel. Und vor allem könnte ich nicht morgens in mitten so vieler Leute herum wuseln, Morgenmuffelin ich. Horror, nur schon daran zu denken. Gänsehaut. Und größte Bewunderung denen gegenüber, die das können. Den einen fällt das eine leicht, anderen anderes. Banal. Wieso sollte ich mich zu etwas zwingen, das anderen leicht fällt? Mir fällt dafür anderes leicht, worüber sich jene den Kopf zerbrechen oder zwei linke Hände dafür haben.

Ich muss ja auch nicht pilgern, flüstere ich mir zu. Ich habe meinen eigenen Weg. Meinen Alltagscamino. Ob der einfacher ist? Hier.

Und vielleicht – eines Tages, später, irgendwann – werde ich auch pilgern. Wenn ich will. Falls ich will. Obwohl. Ich tus ja schon. Hier. Und du und du und du auch.

untauglich

Alle alten Texte, durch
die ich mich blättere, taugen
nicht. Nähren nicht. Nicht
jetzt. Will keine alten
Geschichten lesen. Jetzt nicht. Ich
suche nach Worten, finde
Konserven. Was ich
brauche, jetzt, sind Worte wie
frisches Gemüse. Wie jener
Traum heute Nacht. Der Traum vom
Meer. Es sei
das Rote, sagt jemand im
Off. Mir egal. Nur
wichtig, dass ich da durch
muss. Es gibt keinen anderen Weg auf
die andere Seite. Neues Land.
Tief ist es zwar nicht, das
Wasser, doch ich trage Kleider und die
Wellenberge sind drei
wildschäumende Meter hoch. Oder noch
mehr. Mehr Meer
als ich je gesehen habe.
Und ich gehe.
Gehe barfuß mittendurch. Jedes
Mal rechtzeitig unter-
wandere ich eine hinter mir ein-
brechende Welle. In trockenen
Kleidern erreiche ich das Ufer
im neuen Land. Nein, alte Texte taugen
nicht. Nicht
immer. Nicht
jetzt und nicht
hier.

Nachlese II

„Könnten Sie mir trotzdem die Namen Ihrer engsten Freunde geben. (…) Mit denen Sie und Ihr Mann Umgang pflegten.“

Sie schaute zu Boden. Aha, dachte Münster. Da liegt also der Hase begraben. So ist das.

Das Peinlichste, was es gibt, hatte er einmal gelesen, das ist, keine Freunde zu haben. Einsam zu sein. Man darf ungestraft bescheuert, rassistisch, sadistisch, übergewichtig und dreckig wie eine Sau sein, praktizierender Pädophiler … aber man muss Freunde haben.

aus: Hakan Nesser, Münsters Fall, btb 73793, Seite 119,

Wie man es auch drehte und wendete, das Leben war nun mal nicht mehr als die Summe all dieser Tage, und manchmal kam man natürlich an einen Punkt, an dem man sich mehr für das interessierte, was gewesen war, als für das, was noch zu erwarten war.

ebenda, S. 157

FreundInnen und eine schöne Aussicht – das sind Fäden aus denen das Gewand der Lebensfreude gestrickt ist. Und Lebensfreude – bitte unterschätzt sie nicht! –  ist es, was wir brauchen, um am Morgen aus dem Bett zu kommen. Sie ist es, die uns munter macht, uns antreibt, uns inspiriert. Fehlt sie, gehen wir im Kreis. Oder wir gehen im Kreis, bis sie fehlt.

Leben ist immer nur Gegenwart. Weg. Spirale. Kurve. Kreuzung. Sitzbank. Aussichtspunkt. Tiefpunkt auch.

Mein ganz persönlicher Weg, mein Camino – analog dem Jakobsweg, den J. zurzeit pilgert – führt zu ganz ähnlichen Erkenntnissen, wie sie mein Liebster unterwegs täglich findet: Auch ich will jetzt leben, gegenwärtig. Zu oft habe ich mich in meinem Leben auf später vertröstet: Wenn ich endlich mal, dann werde ich …

Gegenwärtig sein heißt auch, den Sorgen nicht mehr Gewicht geben als nötig. Den zeitlichen und energetischen Aufwand zur Lösung der Alltagsprobleme so klein wie möglich und so groß wie nötig halten.

Damit wir, wie Münster es sich im zitierten Buch ersehnt, eben Zeit zum Leben haben. Denn das ist es letztlich, was zählt.

Bitte schenk mir was!

Beim morgendlichen Postverteilen springt mir von einem Flyer – oder war es ein Bettelbrief oder ein Newsletter? – der Satz ins Auge „Bitte schenk mir was!“ Er bleibt hängen, im Auge und im Ohr, während ich später die letzten Weihnachtkarten versandbereit mache. Eine meiner ambivalentesten Pflichten im Kapitel Öffentlichkeitsarbeit. Eine Pflicht, die ich gerne vor mir herschiebe. Genau heute vor einem Jahr habe ich darüber gebloggt. Ambivalent, weil ich – neben meinem Scheff – die wohl größte Weihnachtsmuffelin bin, die ich kenne und weil ausgerechnet ich für diesen Versand zuständig bin.

Versteht mich richtig: Ich mag Feste. Und ich mag Geschenke. Ich mag auch Rituale. Aber ich mag den ganzen Kommerzglitzerkitschklimbim, der im Dezember die Kasse klingeln und die Tränen fließen lässt, ganz und gar nicht. Mich stößt diese künstlich erzeugte Nettigkeit und Pseudopflichtschuldigkeit ab, dieses kollektiv abzutragende schlechte Gewissen, das mit Händen zu greifen ist. Ich hasse Floskeln und ich verabscheue Geheuchel. Dieses Getue mit Familienzusammensein macht doch allen mehr Stress als Freude. Möglich, dass Kinder – bevor sie vom Kommerzengel verbogen werden – dem kerzengeschmückten Weihnachtsbaum etwas abgewinnen können, das lasse ich gelten, doch was den Auslöser vom ganzen Spektakel betrifft, die Geburt eines kleinen Kindes, das die Lasten einer ganzen kaputten Welt kompensieren soll, ist für mich nicht relevant und rechtfertigt in meinen Augen das ganze Theater nicht. Ich hoffe, dass ich damit niemandem auf die Füße trete. Doch so ist das nun mal bei mir.

Natürlich bin ich unseren Partnerorganisationen und all den Spendenden, die uns im Laufe des Jahres unterstützt haben, sehr dankbar. Keine Frage. Dennoch sind nicht mal wir als Hilfswerk gefeit vor Konkurrenzdenken. Haben wir die bessere Weihnachtskarte als die anderen? Ich weigere mich, beim Wettstreit mitzumachen. Ich habe vor zwei Jahren ein Kartenlayout für die Karteneinlage entworfen, dass ich letztes und dieses Jahr nur geringfügig verändert habe. Und natürlich mit einem neuen klugen Spruch ergänzt. Öffentlichkeitsarbeit nennt sich das. Während ich die Karten verpacke, höre ich Musik.

Oha, Heavy Metall?, fragt J., die mit einem IT-Problem zu mir kommt.

Aber nicht doch. Ist Indie. Nur grad ein härteres Stück. Jedenfalls alles andere als ein nettes Weihnachtslied, antworte ich.

Meine einzigen Gründe, mich auf die Festtage zu freuen, sind die anderthalb Wochen Ferien, Irgendlinks Rückkehr von seiner Pilgerreise und natürlich die Sonnwende. Der kürzeste Tag. Die längste Nacht. Danach die Raunächte, diese Zeit zwischen den Jahren, die ich sehr mag. Mehr als sehr.

Bitte schenk mir was! Wieder taucht der Satz in mir auf. Irgendwann nach der Büropause. Ich schreibe ihn auf, damit er gebannt ist.

Nun liegt der Zettel hier, neben mir, zuhause auf dem Schreibtisch, und will, dass ich über ihn schreibe. Bescheiden ist er nicht.

Die Macht des Gebenden, flüstert er mir zu, schreib darüber. Und dass es einfacher ist, zu schenken als zu bekommen. Weil man sich dann den anderen gegenüber besser fühlen kann.

Ach, sei still, das wissen wir längst, sage ich. Nicht zuletzt deshalb habe ich doch aufgehört, Weihnachtsgeschenke zu machen. Schon lange. Weil ich diese Games hasse: Wer schenkt wem was? Ist es groß und schön genug, und was bekomme ich dafür? Bekomme ich überhaupt etwas oder wurde ich vergessen? Liebt mich jemand? Dieser Austausch von Materie. Dieser Ablesen am Wert des Geschenkes, wem wer was bedeutet. Was ist mit denen, die nichts bekommen? All die vorprogrammierte Enttäuschung. Der Kick, der Rausch, der Kater … Nein. Brauch ich nicht.

Ich möchte meinen Liebsten Zeit schenken. Mich. Mein offenes Herz. Meine Zuwendung. Und zwar nicht unter dem Kerzenbaum, sondern immer. Mehr habe ich nicht.

unfertig angestoßen

Grenzen

Schon wieder stoße
ich mir den Kopf. Da
sind sie, die
Grenzen, die ich mir selbst
setze. Immer wieder
enge
ich mich ein. Mein
Verstand tut, als verstehe
er. Mich – alles – fremdes –
unverständliches. Heute
zweifle ich an ihm. Er
an mir ebenso. Ob die
Macht des Verstehens
Grenzen setzt oder auflöst?

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Fertig

Nein, warte! Bin noch
nicht so weit. Morgen vielleicht. Oder
nie. Möglicherweise
nie. Besser
nie, denn wäre
ich fertig, wäre
ich
ja fertig. Und
was dann?

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voran

Du kommst
nur voran, wenn du
gehst, kritzelte der Stift, der
in meiner Hand liegend
eigentlich lieber
malen wollte, aufs
weiße Papier.

überschneiden

Nimm den Kreis. Deinen. Meinen. Nenn ihn Leben. Deins. Meins. Das der anderen. Du kannst auch eine Zahl nehmen, eine beliebige. Für dich eine. Für mich und all die anderen eine andere.

Beim Kreis wären es Schnittflächen, bei den Zahlen die gemeinsamen Vielfachen oder nein, besser, die gemeinsamen Teiler. So groß oder so klein ist unsere Übereinstimmung. Die Melodie, wie ich neulich erzählt habe, ist ebenfalls ein guter Indikator. Eher jener für Seelenverwandtschaft allerdings. Singt jemand ähnliche Lieder wie du, klopft sein Herz vermutlich im ähnlichen Takt wie deins.

Das Bild mit dem Kreis oder der Zahl nun greift weiter. Es geht davon aus, dass ich mit allen Menschen irgendwo übereinstimme. Und sei die Gemeinsamkeit auch noch so klein. Vielleicht berühren sich nur unsere Linien. Und vielleicht ist das kleinste gemeinsame Vielfache ein unvorstellbar ferne Zahl. Und der gemeinsame Teiler ebenfalls. Doch es gibt sie, diese Übereinstimmung. Mit dem randalierenden Typen in der Kneipe um die Ecke ebenso wie mit der süße Weihnachtslieder summenden Dame vom Nachbarhaus.

Und jetzt, weil doch Gedankenspiele so beleben, nimm noch Farben dazu. Bunte Fäden, farbige Schnüre. Für dich vielleicht rot, für alle deine Mitmenschen je eine andere Farbe. Und damit es noch bunter wird auch gleich für all die Unbekannten, die irgendwo deinen Weg kreuzen. Und nun – nun stell dir vor, wie jeder seinen und jede ihren Faden hinter sich herzieht.

Siehst du es, siehst du das Bild vor dir? Die Kreise. Die Zahlen. Die Fäden. Ein einziges buntes Gewebe. Irgendwie irgendwo irgendwann alle mit allen vernetzt.

Für mehr Lebensfreude

Probleme? Nimm Frauengold!

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Noch immer Probleme? Nimm noch mehr Frauengold!

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Wir mögen heute über solcherlei lächeln, doch ist es in der Gegenwart wirklich anders? Haben nicht einfach nur die Namen gewechselt? Der verinnerlichte, vererbte, anerzogene Reflex ist dabei gleichgeblieben. Und auch heute noch sind laute Frauen „schwierig“ handzuhaben.