Sofasophia in der großen Stadt

Da war ich heute also nochmals in P.. Ganz allein. Bereits zum zweiten Mal auf dem Arbeitsamt mit dem eleganten neuen Namen. Und mit dem richtigen Papier sogar. Die netten Ladies haben mich wiedererkannt und diesmal durfte ich die heiligen Hallen betreten. Auf dass sich eine Kollegin dort um mich kümmere.
Die war allerdings ein wenig überfordert mit mir. Was ist zu tun, wenn eine Schweizerin in Deutschland arbeitslos wird? Zumal diese erst ganz kurz im Land ist, erst sieben Monate um genau zu sein.
Dank bilateraler Abkommen wird mir meine Arbeitszeit in der Schweiz angerechnet. Gut so. Nun dreht sich das Rad und ich habe bereits nächste Termine und Aufgaben in Aussicht. Ein Dokument aus der Schweiz muss her. Und einen neuen Packen Papier zum Ausfüllen hab ich mitbekommen.
Natürlich hoffe ich, baldmöglichst wieder selbst meine Brötchen zu verdienen. Dennoch ist es ein gutes Gefühl, zu wissen, dass … Was auch immer. Ich gestehe, dass der „Selbstversuch Arbeitslosigkeit in der Fremde“ einen gewissen exotischen Touch hat und ich bis jetzt dank meiner Neugier die existentiellen Ängste auf einem erträglichen Niveau halten kann.
Die kleine Großstadt P., die ich heute alleine mit meinem kleinen, roten Sternchen erkunde, ist nicht einfach zu verstehen. Ich sag nur Einbahnstraßen. Mit ein paar Ausrufzeichen hintendran.
Bist du zu weit gefahren, kannst du nicht einfach drehen, sondern muss kreisen. Iirgendwie spiralförmig habe ich mich meinem Ziel genähert. Wie stand doch heute auf meinem Yogiteebeutelzettelchen? Nur wer das Ziel kennt, kann den Weg gehen oder so. Mein Auto habe ich in einer gewissen Distanz vom Amt abgestellt, weil ich noch ein wenig zu Fuß gehen wollte. Hätte ich das nicht getan, wären diese Bilder hier nicht entstanden.
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Bild 1: Vor einem Altbau steht ein offener Anhänger. Und ich müsste sooo dringend!
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Bild 2: Hände waschen nicht vergessen!
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Bild 3: Tolle Brille eigentlich!
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Bild 4: Daheim wird geAPPt, mit Apps weitergearbeitet, verfremdet, gezaubert: iDogma pur!
Bilder 1-3: unbearbeitet. Mit der FotoApp Hipstamatic aufgenommen.

0 Kommentare zu „Sofasophia in der großen Stadt“

  1. Die BIlder sind ja mal richtig genial. Wieso liegen da bitte einfachso WCs rum? *lach* …
    Ich hoffe, es werden keine Existenzängste aufkommen. Wenn du ganz genau durchrechnest, wirst du vermutlich klar kommen. Ist es nicht so, dass dir evtl. noch Arbeitslosengeld I zusteht und nicht direkt AII? Dann hast du eh mehr Geld über, und genug Zeit, um einen neuen Job zu finden. Ich drück‘ dir die Daumen!

    1. die wcs wurden wohl dort ausgebaut. das war ne hausrenovation, nehm ich mal an.
      wegen des geldes versuche ich einfach gelassen zu bleiben und mich an meine bisherigen lebenserfahrungen zu halten: es gibt immer einen weg und eine lösung. auch in der wüste findet sich ein brunnen – so habe ich bis jetzt gelebt. vertrauen ins leben habe ich, trotz allem.

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