Szene 1
Gerzensee. Immer wieder schön.
Sonne. Wasser. Einander. Geniessen.
Szenenwechsel
Immer sind sie da. Ohne Voranmeldung werden sie sichtbar. Vielleicht ein paar Statisten und Statistinnen auf der Straße. Zum Beispiel an der Baustelle in Worb. Im Stau. Securitas regeln den Verkehr. Den Stau vielmehr. Falls Stau denn irgendwelchen Regeln gehorcht. Die Frage, wie lange wir stehen werden, ist nicht wirklich eine. Für uns nicht. Wir weben Geschichten. Jene zum Beispiel vom Stau, der nie endet. J. wird in der CS arbeiten. Zum Beispiel. Ich gucke mich nach Toiletten-Häuschen um. Neue Marktnischen, fein säuberlich rings um den Kreisel angelegt, steigen als Ideen aus unbekannten Tiefen nach oben, durchstoßen die Membran, die unsere unterirdische Phantasie von der sichtbaren trennt. Und da: noch mehr Ideen. Noch mehr Geschichten. Wo sie doch eh immer da sind. Und überall.
Kann ich sie befreien – sprich: schreiben, erzählen – gibt es Platz für all jene, die anstehen. Und so weiter. Jede erzählte ruft die nächste. Wenn nicht, purzeln alle übereinander. Stau im Land des Vergessens.
Abspann
Kopflasten
wie leicht
vielleicht
und
wie schwerelos
könnte er
– mein Kopf –
sein
wenn ich
hin und wieder
ein paar volle Kopflaster
schreddern
könnte
hätte
stattdessen
weißes Papier
da oben
und Stauraum