Andere Sonnenstrahlen

In einer Biostunde war’s, an der Fachhochschule. In einem anderen Leben. Irgendwie muss mich das Bild nachhaltig beeindruckt haben. Herr H. hatte ein Holzfass an die Wandtafel gemalt (damals malten Lehrpersonen nämlich noch auf Tafeln). Bei diesem Holzfass waren alle Dauben unterschiedlich lang. Auf jede einzelne Daube schrieb unser Biolehrer einen Mineralstoff, den Humus beinhaltet (man frage mich jetzt aber bitte nicht was – Mineralstoffe halt). Wir diskutierten nämlich schon eine ganze Weile über das natürliche Gleichgewicht der Erde und wie es zu erhalten sei. So kamen wir auf Düngung zu sprechen und wie heikel es sei, einen Volldünger zu verwenden. Letztlich gehe es doch darum, von allen einzelnen Komponenten nur genau so viel zu düngen, wie es brauche, damit das Gleichgewicht wieder stimme. War von einem Mineralstoff wenig vorhanden (die kürzeste Daube), konnten die andern Stoffe eines Volldüngers eh nur bis zum Niveau des am wenigsten vorhandenen Stoff greifen – veranschaulicht durch das Bild mit dem Fass

Fülle das Fass mit Wasser. Es überläuft im Moment, wo die kürzeste Latte erreicht ist. Dieses Prinzip hat einen schönen Namen, den ich leider vergessen habe – nicht aber das Prinzip an sich, das Überdüngung ebenso verdeutlicht wie Überdosierung von Medikamenten wie Breitband-Antibiotika oder Breitband-Vitaminpräparate. (Und ja, zum Glück habe ich sogar in Bio mit genügend abgeschlossen. Manchmal bereue ich, dass mich gewisse Themen, als ich jung war, so wenig interessiert haben.)

Was ich sagen will? Seit ein paar Tagen weiß ich endlich, warum ich seit Monaten so schlapp und oft auch kraftlos und niedergeschlagen bin. Und weshalb mein Kreislauf hin und wieder beinahe kollabiert. Und warum ich häufig sehr schlecht schlafe. Vitamin D – das Sonnenvitamin – ist bei mir Mangelware. Eisen auch, aber das war schon oft so. So tief ist der Vitamin D-Wert, dass mich meine liebe Berner Ärztin, die ich endlich mal wieder aufgesucht hatte, gleich am Morgen nach der Blutwertkontrolle anrief, um mir das Mittel ihrer Wahl telefonisch mitzuteilen.

Sofort nach dem Anruf habe ich in den Weiten des Webs nach Infos zu meiner Diagnose gefischt und ein paar Antworten gefunden. Spannend, was da und wie alles miteinander zusammenhängt. Ich bin fasziniert und erschüttert, wie viel an unserm Vitamin D-Pegel mit dran hängt und wie wenig ich darüber gewusst habe. Angeblich sind in unseren Breiten etwa ein Drittel der Menschen in den Wintermonaten unterversorgt. Was zum einen mit dem Fakt von wenig Sonne und falschem Einstrahlwinkel im Winterhalbjahr zu tun hat, aber zu einem andern, großen Teil auch mit den Lebensgewohnheiten. Das Leben vieler spielt sich mehr oder weniger drin ab. Und Solarium-Sonnenlicht produziert leider kein Vitamin D im Körper. Über die Nahrung nehmen wir sowieso kaum Vitamin D auf.

Nun fülle ich also mein Leck mit täglichen Vitamin D-Dosen. Wie das Leck in meinem Fass entstanden ist, kann ich mir noch immer nicht erklären, doch ich staune einmal mehr über alle Zusammenhänge, über die Weisheit des Körpers, über die Auswirkungen eines einzigen Mangels auf das ganze Rest-System. Ja, ich staune auch über die Forschung, die Vitamin D-Mangel mit allem möglichen Krankheiten und Symptomen in Zusammenhang bringt. Eine Aussage, irgendwo im Netz gelesen, klingt nach: Über Vitamin D zu reden (Information und Werbung) ist nicht sehr attraktiv, weil Vitamin D sehr einfach und sehr günstig herzustellen ist. Daran ist die Pharmaindustrie kaum interessiert. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber es gibt mir zu denken. Mit genug Vitamin D ließen sich womöglich viele Folgekrankheiten vermeiden, die der Pharmaindustrie aber unbehandelt viel mehr Geld einbringen.

Wie man idealerweise zu genug Vitamin D kommt, fragst du? Immer wieder Zeit unter dem freien Himmel verbringen und dabei möglichst viel ungeschützte Haut an die Sonne lassen (eine halbe Stunde oder so direkte Sonne – je nach Hauttyp). Und genau das ist im Winterhalbjahr verdammt schwierig … tja …

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Apotheker.

Und deinen gesunden Menschenverstand.

Zettelwirtschaften und Gesetzebrechen

Die sich selbst auferlegten Gesetze – Dieser Satz steht auf einem Zettel, der schon eine ganze Weile auf meinem Schreibtisch vor sich hin döst. Warum ich ihn aufgeschrieben habe, weiß ich nur noch ganz vage.

Ich erinnere mich an die Aussage eines Kollegen. Er mache etwas ganz Bestimmtes immer genau gleich. Ausnahmslos. Und auch immer zur gleichen Zeit. Weil er dann sicher sei, dass es gut gehe. Denn es sei bisher immer gut gegangen.

Nicht das zu tuende Ding an sich ist hier wichtig, sondern die Idee, dass wir – wenn etwas einmal auf eine bestimmte Art geglückt ist – das nächste Mal wieder glücken wird, nämlich wenn wir die gleichen Vorzeichen einhalten, wenn wir der gelegten Spur folgen. Es lässt mich aufhorchen, denn noch immer bin ich dabei, meine Spuren zu überdenken, besonders jene, die schon so tief sind, dass ich mich kaum mehr daran erinnern kann, den Weg ein erstes Mal gegangen zu sein.

Sicherheitsdenken? Aberglaube? Bequemlichkeit? Zeitmangel? Erfahrung? Es ist – jedenfalls bei mir – von allem ein wenig, was mich dazu bringt, etwas, das gut läuft, weiterhin so zu tun wie bisher. Und doch … etwas in mir sagt mir, dass die Vorhersagbarkeit der Dinge dem Leben die Luft zu atmen nimmt. (Ob ich wohl deshalb kaum je nach Rezepten koche?)

Oder ist es gar eine Art innerer Zwang, der mich – ähnlich wie wir das bei Menschen mit Autismus beobachten können – dazu bringt, genaue Abläufe einzuhalten? Sofort blinkt das Wort Sicherheitsdenken ganz groß bei mir auf. Ach, aber was weiß ich denn schon wirklich? Wie können wir verstehen, wie andere Menschen wirklich ticken?

Da war heute Morgen dieser Dialog mit dem Liebsten. Über Unterschiede bei der Auswahl jener Themen, die uns bewegen, haben wir gesprochen und wie es kommt, dass einige Themen, über die ich schon als Kind nachgedacht habe, für ihn kaum relevant sind.

Das Bild vom guten alten Setzkasten, mit dem früher Bücher und Zeitungen gedruckt worden sind, tauchte auf. Die leeren Zeilenfächer, mit denen wir zur Welt kommen, werden im Laufe eines Lebens gefüllt. Beim einen so, bei der andern so. Einige bleiben leer, andere sind voll klitzekleiner Wörter und bei andern steht nur ein einziges Wort.

Kurz und gut: Wir alle schreiben eine eigene Geschichte. Mit den immer gleichen Buchstaben. Auch solche Sätze wie der mit den sich selbstauferlegten Gesetzen. Eins von meinen ist, dass ich einen Blogartikel erst hochlade, wenn er meinen Stilansprüchen genügt.

Heute breche ich mein Gesetz und lade einen Artikel hoch, der ganz einfach daherkommt. So wie er ist. Ungeschminkt. Vielleicht hat er sogar Mundgeruch. Ich lasse ihn jetzt einfach los.

Von Gewohnheiten und anderen Geräuschen

1.)
Tun, was mir gut tut.
Weiß ich noch, was ich mir als Kinder wünschte,
erinnere ich mich noch daran, wovon ich als Kind träumte,
außer dass die Träume von einst nichts mit Abhängigkeiten zu tun hatten?
Dafür mit Farben, Geborgenheit, Weite und Raum,
ich hörte in ihnen das Abendlied der Amsel.
Roch frisch gemähtes Gras.
Ich träumte vom großen Lachen,
von erträglicher Nähe, in der es sich glücklich atmen lässt.
Erst heute begreife ich, dass Träume schrumpfen, je älter ich werde.
Größenverhältnisse verändern sich. Immer. Für immer.
Für einige Träume ist es zu spät (ist es das wirklich, solange ich noch lebe?)
andere sind nicht mehr wichtig.
Natürlich weiß ich, was mir gut tut. Was mir gut täte. Konjunktiv.
Zu viele Hindernisse auf dem Weg.
Müssen darf darin nicht vorkommen.
Hedonistin du!
Schon folgt die Verurteilung (wie kannst du nur, wo doch andere …),
die schrille Stimme in mir. Mutters Erbe.
Abhängigkeiten waren nicht vorgesehen.
nicht als ich Kind war und träumte.
Bin Teil einer Gesellschaft abhängiger Mensch. Konsumfixiert wie viele.
Das Perpetuum mobile des Kapitalismus schwebt im luftleeren Raum.

Immer weiter.
Weil wir Gewohnheitstiere sind,
weil wir weiterschlingen wollen, wenn wir erst einmal angebissen haben,
weil wir gerne an der Leine hängen und herumzappeln. Herumzappen auch.
Fortsetzung folgt.
Cliffhanger.
Adrenalin.

Mehr, immer mehr, mehr, mehr …
Oder lieber weniger, dafür mehr
tun, was mir gut tut.

2.)
Es fing an jenem Tag an, als ich am Morgen vergaß, in den Spiegel zu schauen und mir selbst dabei in die Augen blickte.

3.)
Irgendwann habe ich aufgehört zu glauben, dass es die andern sind, die uns Gutes tun sollen.
Irgendwann habe ich damit angefangen zu ahnen, dass letztlich nur ich selbst es bin, die mir wirklich Gutes tun kann.
Doch gut ist und gut tut etwas nur, wenn ich mir das Gute von Herzen gönne, es mir erlaube und es schließlich tue …

Selbstverständlichkeiten

Ohne zu überlegen wie das geht, öffne ich ein Beitrag erstellen-Fenster. Beim Hacken dieser Zeilen überlege ich mir schon deutlich mehr, doch das Handling von WordPress geschieht inzwischen so automatisch, dass ich mich kaum mehr erinnern kann, wie es war, damals vor über vier Jahren, als ich WordPress kennengelernt habe. Nach vielen Jahren Webtagebuch auf einer handgestrickten Webseite fiel mir die Umstellung auf ein CMS-Programm allerdings sehr leicht, denn ich kannte ja die meisten Icons, viele Funktionen und ein bisschen HTML bereits, so ungefähr wie man eine Fremdsprache kennt.

Wie es dagegen ist, wenn jemand dieses ganze Basiswissen noch nicht hat, erlebten Irgendlink im August und gestern bei unserm zweitägigen Blogkurs … (siehe auch hier und hier).

Bei einer umfassenden Einführung in WordPress und einer rudimentären in GIMP wurde mir bewusst, wie viel ich inzwischen weiß und kann. Und zugleich auch wie wenig ich weiß. Denn es gab sie natürlich auch, die Situationen, wo Irgendlink und ich auf Anhieb keine Antworten kannten, erst welche finden mussten und schließlich doch alle Probleme irgendwie lösen konnten, die auftreten, wenn man WordPress-Land noch nicht gut kennt.

Ja, so vieles mache ich selbstverständlich und doch habe ich alldas auch einmal gelernt. Alles habe ich ein erstes Mal gemacht, ein erstes Mal entdeckt, vieles mir unterwegs selbst beigebracht, durch Experimentieren herausgefunden … Viel Neues habe ich gestern dazugelernt – by doing aber auch durch Irgendlink.

In Kursen Wissen vermitteln ist darum auch immer Selbstentwicklung. Ich bin sehr dankbar für die neuen Erfahrungen. Ganz besonders über die Erkenntnis, dass das, was für mich selbstverständlich ist, nicht nichts ist, sondern – besonders für andere – sogar ziemlich viel …

Währungsreform

Ich fahre von Nord nach Süd. Es ist Montagvormittag. Drei Tage her. Monoton die Strecke, die ich inzwischen fast wie in Trance fahre. Nein, nicht die Strecke ist monoton, sondern die Tatsache, dass ich sie schon so oft gefahren bin. Wiederholung macht Dinge glatt und kantenlos, stumpf, unspektakulär. Wiederholung und Routine verkürzen aber auch die Zeit, die wir für etwas brauchen. Und schaffen damit Raum im Kopf und Herz.

Fakten und Interpretation – das eine nicht ohne das andere, sinniere ich. Fakten? Ist denn nicht alles, was ich als Faktum definiere, äußerst fragil und dem Wandel durch Zeit und Entwicklung ebenso ausgesetzt wie alles andere? Auch sogenannte Fakten sind nicht in Stein gemeißelt. Sogar Fakten sind Momentaufnahmen, wenn auch verhältnismäßig objektive. Der Interpretation haftet dagegen von Anfang an Subjektivität an. Aus Erfahrung gewachsene Subjektivität. Ein Faktum wird erst durch Interpretation verständlich – das eine nicht ohne das andere, wie gesagt.

So sinne ich fahrend vor mich hin. Summe das eine oder andere Lied vom ins Autoradio gestöpselten mp3-Player mit und überlege, woran es liegt, dass mir das eine Lied heute ganz besonders gut gefällt, während ich das eine oder andere Stück weiterklicke, weil es mich jetzt nervt.

Alles ist eine Momentaufnahme. Ich bewerte ständig. Alles. Und ich synchronisiere ständig die Außenwelt mit meinem Innen. In beide Richtungen. Verdammt anstrengend ist das.

Abgleichen ist eins, das andere, dass ich laufend alles bewerte, meist unbewusst. Und ungefähr. Zuweilen aber auch sehr exakt. Zehn Dänische Kronen sind heute genau einen Franken und fünfundsechzig Rappen wert. In Euro irgendetwas anderes. Und in Pfund nochmals anders. Und alle haben sie recht. Heute zumindest. Da ist eine Skala in meinem Kopf. Meine verinnerlichte Wertetabelle. Von Geburt an ist sie mit mir gewachsen.

Natürlich rechnen wir nicht nur Währungen auf, nein, alles – trotz dem Gelabber von Du-sollst-nicht-werten. Ich schaue Menschen an, unterwegs bei der Raststätte. Ich gehe den einen aus dem Weg, während ich andere, die meisten, nur am Rand wahrnehme. Noch anderen schenke ich sogar ein Lächeln. Zurück im Auto wird mir klar, dass der Steinzeitmensch in mir zu glauben meint, wem er trauen kann. Und dabei auch mal ganz schön danebengreifen kann.

Altes Steinzeit-Wissen? Sind es nicht einfach Konditionierungen, die mich die Dinge so und nicht anders bewerten lassen? Ich mache die Probe aufs Exempel: Warum denkst du, frage ich mich, dass Zugfahren am frühen Morgen schlimm ist? Erfahrung, versuche ich eine erste Antwort, doch ich merke sofort, dass sie mir nicht genügt. Der Begriff Erfahrung ist mir zu diffus.

[Gut, eine mühsame Erfahrung kann durch eine angenehme Erfahrung überschrieben, aufgewogen werden, überlege ich. Doch erst wenn objektiv mehr mühsame als gute Erfahrungen gemacht worden sind, dann können wir von Fakten sprechen und das Wort Erfahrung als Antwort dulden. Wiegen jedoch Fakten wirklich mehr als Wahrnehmungen? Wiegt denn nicht das mühsame schwerer als das angenehme? Schon wenig schwarze Farbe kann einen ganzen Eimer weiße Farbe versauen, aber um schwarze Farbe aufzuhellen braucht es ungleich viel mehr weiß. Heißt das nun, dass es viel mehr Gut als Böse braucht, um ein Gleichgewicht hinzubekommen … in mir und dir? Auf der Welt?]

Morgendliche Zugfahrten, die richtig schlimm waren – laut und stinkig – kann ich, ganz ehrlich gesagt, vermutlich an zwei Händen abzählen, während jene, die neutral oder beinahe heiter verliefen, irgendwo in mir drin, im großen Niemandsland, abgebucht worden sind. So what? Und all die andern schlimmen Dinge – Montagmorgen zum Beispiel oder Staustehen – sind, von nahem betrachtet, eigentlich auch nur halb so schlimm.

Wie ich mich langsam der Schweizer Grenze nähere, fasse ich einen Beschluss: Alles was ich in der nächsten Zeit tue, sehe, spüre, höre, will ich prüfen, mich fragen, warum ich so und so und nicht zum Beispiel so und so über dies und das denke. Und mich fragen, wer mich so denken lässt. Woher kommt der Maßstab in meinem Kopf? Nein, ich will nicht das berühmte Kind aus der Badewanne kippen, denn viele meiner inneren Werte sind bewusst gewählt. Ich habe mir über viele Dinge des Lebens bereits und immer wieder Gedanken gemacht, alle andern, die unbewussten, die verinnerlichten, die reflexartigen Werte bedürfen allerdings einer Reform. Ob ich gar eine neue Währung einführen soll – meine?

Eine Art Spurensuche

Ich sehe ihn schon von weitem. Immer näher komme ich ihm. Schließlich verlassen ich mein bescheidenes Gefährt, denn die letzten Meter will ich zu Fuß zurücklegen. Von allen Seiten strömen andere Pilgerinnen und Pilger zusammen, denn alle haben wir das gleiche Ziel: den Tempel. Ich erklimme eine steile Treppe und schon bald betrete ich die heiligen Flure. Die wirkliche Welt – ist sie wirklich wirklicher als jene hier drin? – bleibt draußen. Ich lasse sie hinter mir, denn ich sollte mal wieder ….

Ich blinzle. So viele Eindrücke. Lichter. Farben. Verwirrt schaue ich mich um. Wo bin ich überhaupt und in welche Richtung muss ich gehen? Das Stimmengewirr erschlägt mich zuerst, doch bald habe ich mich daran gewöhnt. Ich wusste ja, dass ich hier nicht die Einzige sein würde.

Ich folge einem Strom von Menschen, um mir gehend einen ersten Überblick zu verschaffen. Meine Augen schauen hierhin, dorthin, suchen nach Hinweisen und Spuren, die mir für das letzte Wegstück Hilfe leisten. Hier herumirren will ich nun wirklich nicht. Ich frage also eine Frau, die einen kompetenten Eindruck macht, nach dem Weg. Sie deutet in die Richtung, die ich gehen muss. Da und dann dort und nachher links.

Gehofft hatte ich ja schon, dass es morgens hier noch nicht so viele Leute haben würde (das hat es vielleicht auch gar nicht; ich weiß ja nicht, wie es hier nachmittags ist). Doch jetzt bin ich da. Es gibt kein Zurück mehr. Was mich erstaunt, ist, dass die meisten Menschen vergnügt aussehen. Ganz anders als ich das Gefühl habe, auszusehen, denn solche riesigen Tempel flößen mir schon lange Unbehagen ein. Seltsam, dass es hier so viele Kinder hat, doch schließlich erinnere ich mich: Früher, als ich selbst noch Kind war, hat uns unsere Mutter bisweilen auch hierher mitgenommen. Ein- oder zweimal im Jahr. Sie hat uns jeweils der Obhut erfahrener Betreuuerinnen überlassen, damit sie tun konnte, was zu tun war. Ich folge also, erkenne ich jetzt, ihren Spuren. Obwohl alles anders geworden ist. Der Tempel hat sich verändert. Schon als Kind empfand ich ihn riesig, doch heute ist er riesiger als riesig. Unüberschaubar. Hätte mir die Frau nicht den Weg beschrieben, wäre ich nie am Ziel angekommen.

Endlich betrete ich die heilige Halle. Hier finde ich mich erstaunlich schnell zurecht, denn hier drin sieht es aus wie in allen ähnlichen heiligen Hallen, die ich je in meinem Leben betreten habe. Gestern haben sie mich von einer andern heiligen Halle hierher geschickt. Nur hier könne ich finden, was ich zu suchen hoffe. Also bin ich dem Ruf der Weisen gefolgt.

Zielstrebig gehe ich zum Ständer mit den Outdoor-Jacken. Und schon bald zahle ich das ausgewählte Teil an der Kasse, lasse mir Pflegetipps erklären und verlasse das Shoppingcenter beinahe fluchtartig auf der Suche nach meinem Auto.

Schnell ist mein Ausflug in den Kommerztempel Vergangenheit.

(geschrieben am Samstag, den 14. September, nachmittags)

Am Anfang war die Liste

Und die Liste war bei mir. Und die Liste war ich. Und auf ihr steht alles, was ich tun will. Soll. Muss. Darf. Die Sache mit der Anwendung irgendwelcher Prioritäten vergesse ich immer. Eigentlich zählt für mich, beim Abtragen von Listen, fast nur das eine Kriterium: die Zeit. Obwohl. Wenn ich es mir so überlege. Wieso lasse ich mich eigentlich von Deadlines, diesen Todesgrenzen, so viel Stress machen? Was meinte noch der Liebste heute Morgen am Telefon? Man sollte sich auf die Dinge konzentrieren, die man tun will. Stimmt ja. Aber. Zwei Herzen in jeder Brust.

Was meinte doch gestern der Stadtführer, den wir für unsern Personalanlass gebucht hatten und der uns höchst Spannendes über die mittelalterlichen Bräuche „unserer“ Stadt erzählte? Erst mit der Einführung von Kutschen seien serpentinenartige Straßen zur Bewältigung der Steigung gebaut wurden. Davor, zu Fuß und zu Pferd, wurden die Steigungen sozusagen auf dem kürzesten und somit steilsten Weg genommen. Was mit dem Aufkommen von Kutschen aber nicht mehr so einfach war, und vor allem sehr unbequem. Was ich sagen will? Unzufriedenheit macht kreativ. Alles, was uns das Leben heute erleichtert, wurde erschaffen, weil jemand über bessere, bequemere Abläufe und Lösungen nachdachte. Nenns Evolution.

Vorgestern, im Büro, habe ich die Batterie unserer Wanduhr gewechselt, weil mich der Blick auf die Uhr jedes Mal irritierte (und ich erschrocken feststellte, wie oft ich auf die Uhr schaue). Stehengeblieben zeigte sie immer Viertel nach drei. Zwar hatte sie eine Minute pro Tag recht (und eine des Nachts), doch das genügte mir nicht. Kaum hatte ich auf der Rückseite der Uhr die neue Batterie eingelegt, suchte ich nach dem berühmten Zahnrädchen, um sie zu richten (nein, nicht ver- und auch nicht beurteilen wollte ich sie, auch nicht hinrichten, einfach nur die richtige Zeit – was immer sie ist – einstellen). Vergeblich suchte ich die ganze Uhr ab, als ich auf einmal feststellte, dass der Sekundenzeiger, schneller als ihm von den ErfinderInnen der Zeit, zugedacht war, losrannte. Auch Minuten- und Stundenzeiger gaben alles und nach drei Tagen ungefähr (so lange hat die Uhr wohl geruht) hatten sie genug und zeigten endlich jene Zeit an, die iPhone und Rechner als die Richtige definierten – während im richtigen Leben nur ein paar Minuten vergangen waren. Könnte ich das doch auch, vor allem, wenn ich zu viel um die Ohren habe: einfach vorwärtsspulen. Die Dinge würden natürlich schon erledigt, keine Angst, doch sie wären viel schneller Vergangenheit. Alles Unangenehme könnte – schwupps – vorwärtsgetimt werden.

Wie wir gestern Nacht, noch zu acht, nach dem Personalanlass auf der Treppe vor dem Pfadiheim stehend Grappa und Tabak zusprechen – so viele Nichtmehrrauchende, die hin und wieder rauchen, wie gestern habe ich schon lange nicht mehr erlebt –, begreife ich: Es sind die Ausnahmen, die in aller Regel die Regeln des Lebens aufmischen. Die angenehmen vor allem.

Viel später, im Bett, überlege ich, ob ich noch ein Kapitel Buch lesen mag. Will. Soll. Ich entscheide mich dagegen. Denke, schon fast eingeschlafen, dass ich hoffentlich eines Tages zwischen zwei Büchern sterben werde. Oder zumindest am Ende eines Kapitels. Bloß nicht mitten im Wort. Und bitte erst, wenn die Liste …

Seltsame Träume. Was sagte Kollegin A. neulich über Büroklammern, als wir über die Wohlstandsgesellschaft philosophierten? Dass alle sich im Umlauf befindlichen Büroklammern auf der ganzen Welt für alle reichen würden. Für immer und ewig. Eigentlich. Nur sind sie nicht immer am richtigen Ort und darum werden stets neue produziert.
Gute Nachricht an alle BüroklammerfabrikantInnen dieser Welt – oder schlechte: es braucht euch nicht mehr! Träume ich. Wars der Grappa?

Vom Mittelalter, das unsere Stadtführung dominiert hat, purzeln meine Gedanken auf einmal ins letzte Jahrhundert. Und geografisch nordwärts. Ich liege eine Weile wach. Bilder tauchen auf, die wir am letzten Sonntag im Petrihaus Zweibrücken, dem heutigen Stadtmuseum und früheren Wohnhaus, gesehen haben. Noch so eine spannende Führung, die wir da erleben durften. Am meisten beeindruckt haben mich jedoch die Erzählungen über der Himmelbergsstollen. Ein vergessener Stollen (eine geheime Stadt unter der Stadt), der im zweiten Weltkrieg, als fast ganz Zweibrücken einer Bombardierung zum Opfer gefallen und großflächig zerstört worden war, einen großen Teil der nicht evakuierten Bevölkerung gerettet hatte.
Wo waren dein Papa und deine Großeltern damals?, raunte ich dem Liebsten zu. Dass sein Papa aufs Land gebracht worden war, flüsterte er zurück, über die Großeltern wisse er nichts Genaues. Was wäre, wenn?

Ob ich angesichts des Todes auch noch Listen schreiben würde. Um nichts für drüben zu vergessen. Und ob ein Leben hier und jetzt ohne Listen einfacher wäre?

(Jetzt muss ich aber in die Bibliothek, das Buch zurückbringen, sonst …)

Ausgelesen II. #3 – und warum ich Krimis mag

Vom Versuch, ein guter Mensch zu sein, las ich dieser Tage im Krimi Der bessere Mensch von Georg Haderer. Der österreichische Polizeimajor Johannes Schäfer ist nach einem Burn-Out wieder in Dienst, quält sich nun dort aber mit der optimalen Dosierung seiner Antidepressiva herum – mal ist er unerträglich dünnhäutig und rührselig, gerade zu menschlich, dann wieder beherrscht von einer affektiven und impulsiven Aggression, die er an sich nur schwer aushält. Er reflektiert sein Verhalten immer wieder, während er mit seinem Team einen Doppelmörder jagt, und sehnt sich dabei zutieft nach einer besseren, nach einer guten Welt. Aktuell erträgt er das Böse schwerer als auch schon und leidet zudem an seiner eigenen Aggressivität. Nachdem sich am Anfang des Buches alles Spuren nach dem Mörder im Nichts verlaufen, sieht es auf einmal so aus, als stecke ein tot geglaubter Serienmörder hinter den neuen Morden und einem Überfall.

Von Wien nach Salzburg temporär (straf)versetzt, stößt Schäfer auf Spuren, die ihn beinahe das Leben kosten. Kann es sein, dass eine kleine Gruppe Psychiater in ihrer Erforschung des Bösen alle ethischen Grenzen überschritten haben? Ist es möglich, dass die Ärzte damals den Serienmörder retteten, um ihn in einen besseren Menschen zu verwandeln?

Haderers Schreibstil ist zwar gewöhnungsbedürftig, doch ich mag seine streckenweise assoziative Sprache, sprunghaft, intelligent, ohne zu viel zu sagen. Haderer ist nah an seinen Figuren dran und setzt sie in glaubwürdige Kontexte. Auf das Buch bin ich übrigens in meiner online-eBook-Bibliothek onleihe eher zufällig gestoßen. Ich schätze solche Zufälle und hoffe, dass ich dort auch bald Band 1 und 2 der Schäfer-Serie begegne.

Warum ich Krimis mag? Eine berechtigte Frage. Und gleich vorweg: Ich mag nicht einfach alle Krimis. Ich bin wohl eine ziemlich anspruchsvolle Krimi-Konsumentin und kann locker Bücher zuklappen und Filme ausschalten, wenn mich Geschichten nicht überzeugen. Auch die Figuren müssen mich ansprechen. Entweder als Identifikationsfiguren oder aber um mir das Böse zu erklären.
Ich bin dem Bösen auf der Spur!, sagte ich neulich zum Liebsten, als wir über den vorhin erwähnten Krimi sprachen.

Ich will, ahne ich, das Böse einkreisen, definieren, verstehen. Um es auszuhungern vielleicht. Zumindest das Böse in mir. Kampf gegen Windmühlen? Meine Sehnsucht nach einer besseren Welt, die ich mit Polizeimajor Johannes Schäfer teile, kann nicht funktionieren. Weil ich da bin. Und du. Wären wir nur gut, wären wir nicht die, die wir sind. Nicht so. Ich bin alles. Gutes und Böses habe ich in meinem Lebensrucksack drin, seit ich lebe. Das ist der Mensch. Das ist die freie Wahl. Und auch nichts neues. Bin ich dann ein guter Mensch, kritzelte ich neulich auf die Innenseite eines Schokoladenpapiers (schwarze Fairtrade-Bioschokolade immerhin), bin ich dann ein guter Mensch, wenn ich die bösen Anteil in mir akzeptiere und unter Kontrolle halte? Doch was genau heißt es, meine hässlichen Seiten unter Kontrolle zu halten – in einer Welt, wo schon beinahe alles geht?

Im Krimi ist der Tod omnipräsent und die Guten versuchen die Bösen, die Mörder nämlich und das Böse, zu fassen zu bekommen und sie zu bestrafen. Vielleicht mag ich Krimis auch, weil darin diese Sehnsucht nach einer wie auch immer gearteten Gerechtigkeit gelebt und ihr oft auch Genüge getan wird.

Und doch ist Leben und Sterben, Überleben und Tod komplexer als der faszinierendste Roman. Jedes einzelne Leben ist eine Geschichte, die nicht zu fassen ist.

Seit Monaten, seit Jahren sogar, habe ich Wolfgang Herrndorfs Blog gelesen und ihm beim Sterben zugehört und zugesehen. Nein, nicht in voyeuristischer Weise, sondern tief betroffen. Ich habe einem Menschen zugehört, der den Mut hatte, über den Zerfall, den eine unheilbare Krankheit in seinem Körper anrichtet, zu schreiben, schreibend zu schweigen auch, und allmählich zu verstummen. Ungeschönte Texte. Authentisch bis zum letzten Punkt. Sehr oft hätte ich gerne mit ihm über das, was er geschrieben hat, gesprochen. Mit äußerster Konsequenz hat er sich bis zuletzt die Würde bewahrt, seinen Todeszeitpunkt selbst zu bestimmen. Am letzten Montagabend hat er schließlich selbst den Schlusspunkt unter sein Leben gesetzt.

Ich wünsche mir, dass unsere Gesellschaft den Tod neu begreift. Die Würde der Selbstbestimmung, die oft zitiert wird, wenn es um das Leben selbst geht, soll auch für den Tod gelten.

Leben ist zerbrechlich. Wie Glas. Leben ist nicht Panzerglas.

Das Leben selbst bestimmen. Ich bin mir bewusst, dass meine politisch geregelte Freiheit der Selbstbestimmung über mein Leben, Menschen vor mir verdanke, die genau dafür gekämpft haben, doch warum mir genau jetzt mein Spültrogabfluss einfällt, den ich heute Morgen entstopft habe, weiß ich auch nicht. Oder doch Geht es im Leben nicht um Weiterentwicklung? Darum, das Leben als Fluss zu begreifen? Seit Wochen schon floss mein Abwassefluss jedoch immer träger. Mit allen mir bekannten Tricks war der Verstopfung heute nicht mehr beizukommen und ich fragte mich, ob ich zu chemischen Hilfsmitteln würde greifen müssen.

Wie löst man Probleme eigentlich am besten? Anfangen müssen wir immer damit genau hinzuschauen. Das heißt, ich muss die Rohre unter dem Trog aufschrauben. Gedacht, getan. Krass: trotz Sieb im Abfluss hatte sich im Knie des Rohrs seit Monaten das eine oder andere angesammelt. Nicht, dass ich es sonderlich appetitlich gefunden habe, doch fasziniert hat mich dieses Sammelsurium schon und vor allem die Erkenntnis, dass je mehr eine Leitung verstopft ist, desto mehr hängenbleibt. Wie auf der Straße: Je mehr Müll irgendwo schon herumliegt, desto kleiner ist unsere Hemmung, etwas, statt in einen Mülleimer, auf den Boden zu werfen.

Ach, die Verantwortung! Über den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen haben wir dieser Tage im Büro oft diskutiert und prompt ist gestern in der Kleinstadt, wo ich arbeite, am Vormittag eine halbe Stunde lang der Strom ausgefallen. Eine willkommenen Pause, keine Frage, und nachdem wir festgestellt hatten, dass der Ausfall nicht nur unser Gebäude betraf, sondern das Quartier oder gar den Ort, wussten wir, dass wir bald wieder am Netz sein würden. Die eine Kollegin war beim Ausfall mitten in einem Telefongespräch gewesen, eine andere hatte soeben eine Mail geschrieben, ich selbst brütete über einem Dokument, das die Erfassung unserer zukünftigen Statistiken vereinfachen sollte, und auf einmal ging nichts mehr. Noch nicht mal Kaffee und Tee kochen. Wie abhängig wir doch vom Stromnetz sind!

Auch das Patent Ochsner-Tourneeschluss-Konzert übermorgen ist nur dank Strom möglich. Ohne Verstärker und Mischpult wären die Jungs und Mädels der Band aufgeschmissen. Und wir Zuhörenden erst recht. Auch die Kunstzwerge auf dem Zweibrücker Rinckenhof, die dieses Wochenende beim Liebsten zu Gast sind, könnten ihre Sounds und Perfomances nur halb so gut in Szene setzen ohne Strom.

Ach, der Versuch ein guter Mensch zu sein – ist er hoffnungslos, weil ich ja doch immer Kompromisse eingehe, eingehen muss? Ich glaube, für mich gut gut genug. Besser und am besten können von mir aus andere versuchen.

Wortgeburten

Am Anfang war der Buchstabe, das Satzzeichen, das Wort, der Satz. Der Satz gebiert Geschichten. Die Geschichten werden eigenständig, sind Teil einer noch grösseren Geschichte. Alles hängt zusammen und führt ins Nächste, ins Grössere.

Gestern, während des Blogkurses, den Irgendlink und ich gegeben haben, notiert („automatisch geschrieben“).

Unter der Oberfläche

So viel frisches Gemüse! Zucchini, Lauch, Kartoffeln, Karotten, ein großer Salat, Klaräpfel. Herz, was brauchst du mehr? Dazu ein großer Karton mit frischen Eiern. Alles auf dem einsamen Gehöft gediehen.

Ich freue mich sehr über den Liebsten und seine Gaben, natürlich!, doch wohin mit all den Köstlichkeiten? Zwar ist mein Kühlschrank kein Winzling, aber die Gemüseschublade ist bereits zu Dreivierteln voll (was sie fast immer ist) und auch die andern Tablare meines Frigos sind reich gefüllt. Natürlich ist immer irgendwo noch Raum und irgendwie geht es ja immer. Wir finden immer irgendwelche Nischen – im Schrank ebenso wie im Kalender –, um den Dingen, die auf uns zugekommen sind, Platz zu machen. Da eine Ritze, dort ein Spalt. Geht ja. Immer mehr. Und noch mehr. Dies noch und das hier geht doch auch noch irgendwie … Immer obendrauf. Und das, was darunter liegt, sinkt tiefer und tiefer.

Weil es schon spät war, beschlossen wir, die Karotten und ihre Kumpels fürs Erste in ihrer Kiste auf dem Küchenfußboden übernachten zu lassen. Viel wärmer als im Garten ist es ja hier drin auch nicht. Heute Mittag nun nahm ich mir die schmutzigen Kerlchen vor, putzte die Erde weg und war schon drauf und dran, alle zusammen in die Gemüseschublade zu schaufeln, als meine innere Stimme dazwischenschrie.
Halt, Soso, willst du das wirklich? Immer nur oben drauf? Kann das funktionieren? Irgendwann ist doch einfach genug! Alles hat Grenzen. Nimm das endlich ernst, auch bei dir!

Stellvertretend für den ganzen Kühlschrank bekam darum heute wenigstens die Schublade fürs Grobe eine Reinigungskur ab und sie dankte es mir. Denn auf einmal hatte alles wunderbar Platz und ich freue mich bereits jetzt auf all die feinen Gerichte, die wir aus diesen Gartengaben zaubern können. Und darauf, heute aus meinen ersten roten Tomaten einen griechischen Salat zu zaubern.