Ich wundere mich

Kurz vor neun Uhr betrete ich das Schulhaus, das jetzt meins ist (mein Arbeitsplatz zumindest, mein neuer) und fühle mich wohl. Vertraut. Auf die Art, die nicht klemmt und leiert.

Das Lächeln jener Raumpflegerin, der ich mich am ersten Einarbeitungstag mit Vornamen vorgestellt habe, umfängt und empfängt mich warm. Ihr eher kantiges, abgehärmtes Gesicht, wird weich und leuchtet, als sie mich sieht. Ihr Lächeln erreicht nicht nur ihre Mundwinkel, es erreicht auch meine Zehenspitzen. Auch die andern vom Schulhaus-Putzteam, das die Schulferien für einen Grundputz nutzt, grüßen mich lächelnd. Zwei jobbende Schülerinnen, der junge Schulhausabwart, ein zweiter Angestellter und zwei Raumpflegerinnen kann ich ausmachen. Sie hören laut Musik. Mir egal, denn ich kann einfach die Türe zumachen und habe Ruhe.

Wie eine Königin setze ich mich auf meinen bequemen Bürostuhl und starte den Rechner.

Ich wundere mich, wie leicht mir das frühe Aufstehen in dieser neuen Lebensphase fällt. Nun ja, halb acht ist human.
Ich wundere mich, dass ich so fit bin. Und gut schlafen kann. Und keine Panikattacken mehr habe.
Ich wundere mich, wie wohl ich mich fühle, so wohl wie bei meiner letzten Arbeitsstelle weder am Anfang, noch mittendrin noch am Schluss, und ich bin einfach nur froh, dass ich dort gekündigt habe. Kein Vergleich dazu wie gut es mir jetzt geht.

Ich öffne das Mailprogramm und stelle fest, dass ich mich erst mal wieder an Outlook gewöhnen muss, ich Opensourcerin ich. Alles auf dem Rechner, außer das Betriebssystem, ist auf dem Mist meiner Vorgängerin gewachsen. Es ist, als würde ich in ihren, als würde ich in einen fremden Kopf hineingucken. Die Dateienstruktur ist zwar im Großen und Ganzen nachvollziehbar, aber die Ablage wenig konsequent und längst nicht so logisch wie die Idee, die ich dahinter ahne. Die Herausforderung an mich besteht nun darin, dass ich parallel die einzelnen Arbeitsabläufe meiner neuen Aufgaben kennenlernen sollte, aber, bevor ich mich an die verqueren von ihr gelegten Spuren allzu sehr gewöhne, neue Strukturen einführe. Nicht altes übernehmen, sondern erneuern, ist unser erklärtes Ziel. Vom Scheff und von mir.

Zumal ich – sagen wir es offen – ein wirklich exorbitantes Chaos erben durfte (siehe auch hier). Die Entflechtung zweier Sekretariate – welche meine Vorgängerin hätte bewerkstelligen sollen, um meiner Kollegin und mir die Einarbeitung möchlichst leicht zu machen – findet erst jetzt statt. In den Schubladen, in den Schränken und auf der Festplatte ist noch alles beim Alten. Alles, was ich in die Hand nehme, um mir einen besseren Überblick zu verschaffen und Dinge zu finden, zieht einen Rattenschwanz von vorher zu lösenden Aufgaben nach sich. Wie im Märchen muss ich drei Rätsel lösen und so fange ich einfach mal irgendwo an. Ich reinige auch den Raum energetisch, mache ihn bereit für mich und für eine neue Zeit.

Für eine zweistündige Sitzung fahre ich um zehn Uhr ins Nachbardorf, wo unsere Musikschule ebenfalls Unterricht anbietet. Und wo der Scheff sein Büro hat. Wir besprechen die wichtigsten ToDos von heute und morgen und später holen wir auf der Gemeinde meinen neuen Büroschlüssel für das Schulhaus hier. Bei dieser Gelegenheit lerne ich gleich ein paar neue Ansprechpersonen kennen. Alle total nett.

Später kommt noch ein Kommissionsmitglied, der meine Ansprechperson in Bezug auf die Webseite der Schule sein wird. Ich frage ihn nach dem verwendeten Web-Programm und er sagt, dass die Seite zurzeit auf WordPress umgebaut werde. Ich bekomme große Augen.
Das kenne ich, sage ich, das unterrichte ich sogar. Nun bekommt er große Augen.
Was für ein Glück, sagt er, dann brauchst du ja kaum Einführung.

Noch so ein Zufall ist, dass meine private und meine neue geschäftliche Telefonnummer bis auf die drei Ziffern mittendrin, die für den Ort stehen, identisch sind. Das hatte ich wirklich noch nie.

Ich fahre ins Büro zurück, esse mein Picknick und räume weiter auf. Schritt für Schritt.

Auf meiner Mausmatte steht, dass wir dem Zufall vieles verdanken. Ob es wirklich Zufälle gibt? Mich dünkt fast, als hätte ich diese neue Arbeitsstelle selbst erfunden. Oder mir erzaubert? Oder erschrieben?

Wer weiß, vielleicht bin ich ja nur eine Romanfigur. Und nun endlich im richtigen Buch gelandet? In einem mit lächelnden Raumpflegerinnen und glücklichen Menschen.

Warum ich lese

Twitterspruch_ScharfesF
Tweet von ScharfesF | Twitterspruch von @ScharfesF

Ich scrolle durch die Followerliste einer neu entdeckten Tweetse. Ein bisschen voyeuristisch ist es schon, sich all diese kleinen Profilchen anzuschauen und hinzuspüren, wessen Gedanken mich interessieren könnten.

Vor meinen geistigen Augen entsteht ein weltumspannendes friedliches Netzwerk all der twitternden, bloggenden, fb-nutzenden Menschen, mit denen ich direkt und direkt verbunden bin. Ein Netz, in dem ich auch mit drin hänge. Wie ein Spinnennetz sieht es aus in meinem Kopfkino. Viele miteinander verbundene Menschen, verbunden mit Brücken aus Wörtern, Gedanken, Erkenntnissen. Bei den Twitternden mag ich jene Menschen am liebsten, die eine Mischung aus heiligem Ernst und intelligentem Bullshit zuwege bringen. Ohne dabei doof oder dumm zu sein. Philosophisches mit Humor, mit einer Prise Ironie und Satire, die dem allzu Ernsthaften liebevoll auf die Schulter klopft: Hallo, lach mal, die Welt ist nicht nur grau.

Ich sehe dieses Netz vor mir und fühle dabei die Macht, die wir haben, wir, die wir die Welt lieben und mit unseren Texten und Gedanken dazu beitragen, dass sie nicht in Tristesse versinkt. Die Macht der Schönheit. Die Macht der Phantasie. Die Macht der Freundschaft. Die Macht der Wörter.

Gestern sagte ich zum Liebsten, wie sehr ich am liebsten all die Dinge, die ich liebe, für andere und für mich täte. Kurse geben. Andern Sachen beibringen. Andern Bilder und Geschichten schenken. Andern zeigen, wie man besser schreiben kann. Alles ohne Geld zu nehmen zu müssen. Ohne Rechnungen schreiben zu müssen. Stattdessen hätte ich Ende Monat auf meinem Konto das monatliche Bedingungslose Grundeinkommen. Und sie auch. Er ebenfalls. Wir alle. Was für eine Welt!

Jetzt werde ich doch bald fünfzig und habe noch immer die Idee, das Ideal, die Hoffnung, dass die Welt eine bessere werden kann. Und die Hoffnung ebenfalls, dass ich mit dem, was ich bin und mit dem, was ich kann und habe, eben genau dazu beitragen kann.

Jetzt würde ich gerne als Abschluss einen dieser schlauen Sätze sagen, wie das meine Lieblingstwitternde so gut können. Nein, ich muss zum Glück nicht alles können.

Schließlich braucht es auch das Publikum. Die Lesenden. Mich und dich. Heute habe ich begriffen, dass es eine dumme Ausrede ist, wenn ich sage: Ich verbringe viel zu viel Zeit mit Blogs, Twitter und fb lesen und kommentieren. Im Grunde liebe ich es nämlich, zu lesen, was andere tun, denken, erleben, erkennen, teilen, versuchen, wagen. Und da ich ja nur jenen Menschen folge, die mich ansprechen, schreibt niemand hin, wenn er aufs WC geht. Oder gefurzt hat.

Ich lese von echten Menschen, die in ihren echten Leben etwas erlebt, etwas gelesen, etwas verstanden, gedacht, gefühlt haben. Und darum teilen sie es. [Und wenn ich es nicht lese, liest es vielleicht niemand.] Darum lese ich. Ich lese, weil ich lesen will. Weil es mich interessiert. Weil es mir wichtig ist, zu verstehen, wie andere Menschen ticken. Wie andere Menschen leben und fühlen.

Und noch immer fällt mir kein kluger Schlusssatz ein. So what.

Erinnern

Es weht ein kalter Wind durch die Welt.

Dennoch erinnere ich mich gerade heute an Schönes, Heilsames, Kostbares, ich will mich nicht von all dem Terror auffressen lassen. Als Medizin dagegen habe ich gestern und heute Bilder gesichtet, Gedanken über Kunst formuliert und darüber nachgedacht, warum wir sie brauchen (bitte hier klicken) und nein, ich will nicht das Kind samt dem blutigen Badewasser aus der Wanne kippen. Ich will dem Terror Schönheit entgegenhalten. Und ich will den Mut nicht verlieren. Je nous souhaite bon courage. | Ich wünsche uns guten Mut. Und den Glauben daran, dass wir alle zusammen etwas verändern können.

Ich vergesse euch da draußen nicht, auch nicht all die vielen andern Menschen auf dieser Welt, die Gewalt ebensosehr ablehnen wie ich. Wir, diese Menschen, sind überall. Auch in Frankreich. Und genau darum bin ich heute nochmals in meine Südfrankreich-Bilderarchive eingetaucht und habe eine Abschluss-Galerie erstellt. Ich hoffe, ich kann euch damit ein wenig Sonne ins Herz zaubern.

>>> Hier klicken zu meinem Südfrankreich-Resümee. <<<

 

Türen2

__________________________________________

Auf Hagen Grafs Blog, wo der Autor Hagen die Frage nach dem Wesen von Kunst aufwirft (seinen Artikel habe ich neulich geteilt), gibt es inzwischen bereits paar Antworten im Kommentarstrang.

Nicht wirklich, oder?

Ich hoffe ja immer, wenn ich zurückkehre in den Alltag, dass der in den Ferien aufgefüllte Energieakku möglichst lange anhält. Doch noch immer habe ich keine Tricks, wie ich es am besten anstellen kann, nicht allzu schnell wieder in den grauen Trott zu fallen. Zumal die Sonne durch die – zugegeben putzenswerten – Fensterscheiben knallt und mich beinahe blendet.

Nein, grau ist es hier nicht, auch Schnee liegt keiner. Nur Rauhreif. Der will heute nicht weichen. In der Waschmaschine kurbelt die erste Ladung Schmutzwäsche ihre Runden und auf dem Tisch liegt die Buße aus Frankreich, von Heiligabend, und ich nerve mich. Ist das wirklich wahr?

Wie war das noch? Als Schweizerin wird man in EU-Ländern nicht gebüßt? Ha. Ich hatte wohl bisher immer Glück, dass ich auf meinen Fahrten durchs Elsass, durch Lothringen und durch Deutschland noch nie wegen zu schnellem Fahren erwischt wurde? Und jetzt, wegen 7 km/h zu schnell 45 €? Ja, das tut weh. Aber ich bin ja selbst schuld, kein Thema. Es tut besonders weh, weil mein Konto leer ist. Und weil ich das wenige Geld, das ich einnehme, gerne für andere Dinge ausgebe. Für sinnvolle.

Genug gelästert. Denn eigentlich ist es ja schön hier. Das Leben als solches. [Wenn bloß die existentiellen Sorgen nicht wären. Wie war das noch mit dem Vertrauen?]

So viele tolle Projekte sind aufgegleist und eigentlich wäre mein Leben schon dadurch ausgefüllt, diese Dinge umzusetzen. Doch die meisten bringen kein Geld. Oder zumindest noch nicht in der Projekt- und Umsetzungsphase. Und das ist der ganz allgemeine Haken am Leben, am Leben einer Künstlerin im besonderen. Diese Marktmaschine, dieses Hamsterrad von Kaufen und Verkaufen, von Ausgeben und Einnehmen. Dieser stete Zufluss und Abfluss von Materie. Ich weiß, dass ich mit diesem Thema nicht wirklich reif und nicht wirklich erwachsen umgehe (erwachsen im positiven Sinn, nicht als Schimpfwort gemeint). Ich weiß, dass ich viel zu viel Energie verliere mit Sorgen, die ich besser für Vertrauen ins Leben einsetzen würde. Aber die Miete muss bezahlt werden. Das geht meines Wissens nicht ohne Geld. Und so weiter.

Stopp.

Sie fotografieren sich4
Montage aus zwei Bildern, auf denen wir uns zeitgleich gegenseitig fotografieren

Erinnere dich an deine Geschenke.
Erinnere dich an das, was dich nährt.
Erinnere dich an schöne Erlebnisse.
An das, was wirklich zählt.
An die Liebe.

Denn so, mit Jammern und Sorgen, komme ich nicht weiter. [Und nein, so was kann ich nicht bloggen. Eigentlich.]

Ich wollte eh etwas anderes bloggen. Etwas Tolles, etwas Schönes. Ich wollte weitere Bildergalerien aus Südfrankreich ankündigen. Bilder vom Canigou. Noch mehr Tür- und Schlösserbilder. Noch mehr Bilder von unterwegs, schöne und schräge. So etwas wollte ich heute bloggen. Aber.

So teile ich zumindest die beiden Montagen, die ich gestern und heute gepfriemelt habe.

Spaziergang nach Brugg | www.p-i-c.ch
Gestriger Spaziergang nach Brugg | www.p-i-c.ch

Das Rückspiegelding

In Zeiten der Wandlung, in Zeiten der Übergänge wächst das Bedürfnis, stehenzubleiben. Mich umzudrehen. Den Weg zu betrachten, den ich zurückgelegt habe. Ich stehe an einem Hang, sehe hinunter, sehe die Straße, die ich zuerst gegangen bin, dann verlassen habe; eingetauscht gegen einen Wanderweg, schließlich gegen einen Trampelpfad. Ich wechsle und tausche oft. Am meisten Wege und Dinge. Menschen nicht. Auch Überzeugungen nicht. Die wandeln sich wohl, aber im Grunde sind sie mein Grund und Boden.

Ich stehe da und schaue mir die zurückgelegten Spuren dieses Jahres an. Ich war im Sommer zu Fuß auf dem Gotthard, dazu noch in strömendem Regen und ohne die innere Ruhe einzubüßen. Ich habe gelitten, ja, das habe ich. Immer wieder. An mir. An andern. Am Weg. Oft auch auf dieser wunderbaren Wanderung, die dennoch für mich eine Art Wendepunkt darstellt – einen der Wendepunkte dieses Jahres. Ich habe begriffen, dort auf dem Weg auf den Gotthard, dass ich nur auf den Berg komme, wenn ich Schritte tue. Einen nach dem andern. Und dass ich mich nicht mehr gegen die Steigung wehre. Dass ich Ja zur Steigung sage, zum Schmerz, zur Anstrengung, zum Regen, zum Schweiß auf der Stirn (auch zu dem unter der Regenjacke), Ja zum Weg, den ich gehe. Weil ich ihn selbst gewählt habe. Und das im Grunde jeder Schritt ein Same ist, ein Same aus dem neue Wege wachsen können.

Ich stehe da und schaue mir die zurückgelegten Spuren dieses Jahres an und ich sehe, wie ich die ersten Monate dieses Jahres wichtige und ganz und gar unvernünftige Entscheidungen getroffen habe. Entscheidungen, die Mut erforderten. Einem Sprung aus dem Helikopter gleich. Freier Fall. (Und ja, natürlich trage ich einen Fallschirm …) Ich habe den Sprung nie bereut, nie, aber ich weiß noch nicht so genau, was danach kommt. Und ob ich noch fliege oder schon gelandet bin. Oder ob ich ab jetzt immer fliegen werde. Und ob das mein neues Leben ist.

Ich stehe da und schaue mir die zurückgelegten Spuren dieses Jahres an. Sie sehen zwar chaotisch aus und ziellos, weil ich es ja nicht so mit den Zielen habe, dennoch folgen sie einer Richtung. Und die Richtung kenne ich gut. Auf den Wegweisern, die ich passiert habe, ist mein Herz drauf codiert, nur für mich sichtbar. Ihnen bin ich gefolgt, auch dann, wenn andere den Kopf geschüttelt haben. Wovon willst du denn leben?, habe ich mich oft gefragt und nein, ich habe meine Antwort noch nicht wirklich gefunden. Dass ich von meiner Selbständigkeit noch nicht leben kann, habe ich gemerkt. Zu wenig liegt mir das Selbstvermarkten. Doch ich lerne. Ich lerne zu mir zu stehen. Mich nicht mehr immer klein zu machen. Den Kopf dort tragen, wo er hin gehört. Oben. Ich lerne mir zu trauen. Und ich lerne mich zu trauen.

Ich stehe da und schaue mir die zurückgelegten Spuren dieses Jahres an. Mir ist viel Heilung zuteil geworden. Letztendlich durch mich selbst. Weil ich Schritte gewagt und getan, Werkzeuge angenommen, einige Dinge und einige Menschen losgelassen, andere Dinge begriffen und andere Menschen eingelassen habe (die das jetzt lesen und sich betroffen fühlen: gut so, ihr seid gemeint!). Weil ich gewählt habe. Weil ich weise, verrückte und unbequeme Entscheidungen getroffen habe. Weil ich einiges verstanden habe (und das Meiste noch immer nicht, aber das ist in Ordnung so).

Ich stehe da und schaue mir die zurückgelegten Spuren dieses Jahres an. Danke!, sage ich, danke, mein Weg. Danke, ihr Menschen an meiner Seite. Danke, Liebster, danke Freundinnen und Freunde, danke Wald, danke Berg, danke Bäume, danke Steine … Mir rinnen Tränen über die Wangen. Dankbarkeit ist in jeder Zelle. In jeder Zeile. In jedem Wort. Denn ich sentimentaler Sack fühle mich seit vielen Jahren das allerallererste Mal schon eine ganze Weile ziemlich gut. Manchmal sogar sehr gut. Und ich fühle mich sogar im Dezember wohl. Das Kind in mir hat zu sich selbst zurückgefunden und freut sich über das Geheimnis hinter dem ganzen Weihnachtskommerz.

In Zeiten der Wandlung, in Zeiten der Übergänge wächst das Bedürfnis, stehenzubleiben. Mich umzudrehen. Den Weg zu betrachten, den ich zurückgelegt habe. Doch jetzt wende ich mich dem Weg zu, der vor mir liegt. Ich tue den nächsten Schritt. Ich atme tief ein und aus und ich freue mich auf das, was kommt. Weil da – trotz allem Bullshit – so viele und so vieles eben auch gut ist. Da ist nicht nur Leid. Da ist nicht nur Schmerz. Da ist nicht nur Krieg. Da sind nicht nur traurige, verletzte, enttäuschte Menschen, da sind auch viele, die mit ihrem Mut dem Schmerz trotzen. Die mit ihrer Musik der Not entgegentreten. Die mit ihrer Kraft andere aufrichten. Die mit ihren Worten, andere bezaubern. Die mit ihren Taten, anderen ein Lächeln schenken.

Wir sind viele, die das Wohl und die Zufriedenheit und das Miteinander fördern. Wir sind vermutlich sogar viele mehr als wir denken.

Ich gehe einen Schritt nach dem andern und ich weiß, dass ihr alle da seid.

Danke.

(Das war mein Happy 2014, liebe Sarah!)

Ja und Nein und das Etwas mittendrin

Eine der vielen Herausforderungen unserer Leben besteht für mich darin, manche Dinge als unabänderlich zu akzeptieren. Vergangenheit zum Beispiel. Oder die Richtung des Wassers, in die es fließt, und wie es die Steine schleift und formt.

Naturgesetze erkennen wir daran, dass sie für alle gleich sind, weder gut noch böse. Einfach da. Gegeben. Eine Grundbedingung unserer physikalischen, unserer materiellen Welt. Einzig sich selbst gehorchend.

Doch warum das Wasser manchmal so leise und manchmal so laut fließt, immer wieder anders, nach Regen, vor Regen, bei Wind, bei Sturm, Ebbe und Flut – wer kann es verstehen? (Wirklich meine ich.) Und können wir die Gewalt der Natur, auch wenn sie scheinbar willkürlich waltet, so ohne Zaudern bejahen, zumal es uns nie gelingen wird, sie zu beherrschen? Selbst alle Dämme und Deiche der Welt vermögen Wind und Sturm nicht zu stoppen.

Ist der Wind darum böse, uns feindlich gesinnt? Ich sage: Nein. Weder Wind noch Feuer, Erde, Sonne und Regen haben gute oder böse Absichten. Sie gehorchen nur ihrem Sein. Sie sind das, was sie sind.

Sollen wir uns den menschengemachten Regeln und Gesetzen gleich vertrauensvoll beugen wie denen der Physik? Sollen wir? Dürfen wir überhaupt? Müssten wir nicht unterscheiden und werten, wem sie dienen, bevor wir ihnen vertrauen? Wohin allzu vertrauensvoller Gehorsam führen kann, wissen wir längst.

Vieles schmeckt mir nicht, aber weil ich hungrig bin, esse ich es doch. Weil es einfacher, billiger und bequemer ist, als mir etwas besseres zu suchen. Aber ich gestehe es: vieles was ihr mir vorsetzt, ist mir zu salzig. So salzig, dass ich dennoch nicht aufhören kann, es zu verschlingen, obwohl es meine Geschmacksknospen beleidigt. Ich weiß und ich merke, dass es mir nicht gut tut, aber etwas in mir, etwas, worüber ich keine Kontrolle habe, ruft nach mehr. Will mehr. Es hat viele Namen, das Etwas, das Phänomen. Ich nenne es Glutamat. So heißt es manchmal. Auch. Aber nicht nur. Das Etwas mit den vielen Namen hat auch viele Gesichter. Für viele heißt es auch Normalität. Ja, klar, auch ich bin normal. Wenn auch ein wenig anders normal als die normalen Normalen, die das Etwas von Herzen lieben. Dieses Etwas, das sie auf dem Mainstream hält, weil es da so einfach ist.

Tout le monde il est gentil* | Dieses Bild habe ich an der Baz’Art** fotografiert. Wer es erschaffen hat, weiß ich leider nicht.

Nein, wenn man nur schnell genug mitläuft, ist es kein Problem. Wenn man nur schnell genug schlingt, schnell genug springt, schnell genug arbeitet, schnell genug rennt, schnell genug Ja sagt, schnell genug leistet, scheißt, trinkt, mitschreit, mitmacht, mitläuft. Mitten drin im guten alten Großen Hamsterrad. Die Große Masche. Die Straße der normalen Norm ist schmal geworden. Rechts und links vom Mittelstreifen, wo früher breite Wege waren, ragen nach ein bisschen Teer und Beton schon bald scharfe Ränder aus der Erde. Sie schneiden tief, wenn du drauf trittst, und werfen dich aus der Bahn. Einmal draußen, auf dem grünen Streifen – wo es sich sehr angenehm liegt, wenn du ehrlich bist – ist es schwer, wieder ins Hamsterrad zu kommen. Erstens weil dieses immer schneller dreht, zweitens weil du merkst, dass du es nicht mehr willst. Nicht das Rad, nicht das Tempo, nicht das Etwas. Obwohl du weißt, dass du es solltest. Du kennst ja nichts anderes. Und du weißt ja, dass du, wenn du im Großen Hamsterrad mitrennst, vom Großen Hamster Ende Monat Futter bekommst. Damit deine Backen nie leer werden.

Da. Nimm noch ein bisschen Etwas. Hier. Schau. Es hat genug. [Es ist billig. Da drüben steht die Fabrik. Die Rohstoffe sind einfach hergestellt, vollsynthetisch.] Da, nimm.

Zu salzig!, sagst du. Aber nein, doch nicht salzig. Das muss so! Ehrlich. Glaub mir, das hier ist der Geschmack der Menschen. So wollen sie es. Sie lieben es. Iss!

[Es ist eben nicht alles ein Naturgesetz, was schon immer irgendwie so und nicht anders funktioniert hat.]

__________________________

* Tout le monde il est beau, tout le monde il est gentil (deutsch: Die Große Masche) ist eine französische Komödie mit Jean Yanne aus dem Jahr 1972, die sich schon damals über die Gehirnwäsche aus der Welt der Medien mokierte.

https://dailymotion.com/video/xko3d3

** Baz’Art in Meisenthal: hier klicken

Reizwörter #1 – Schuld und Scham

Ich beginne heute mit einer unregelmäßigen Serie mit Texten zu Reizwörtern.
Wörter, die reizen, haben wir alle.
Wörter, die uns auf der Zunge liegen, oft viel zu oft;
Wörter, die uns schmerzen,
Wörter, die wir meiden.
Dazu werde ich frei assoziieren und danach möglichst wenig verändern – allenfalls Tippfehler entfernen. Es werden deshalb ziemlich rohe Texte sein, art brut littéraire sozusagen. Ihr könnt mir gerne Wörter nennen, die ihr vom mir „bearbeiten lassen“ möchtet. Und wenn ihr Lust habt, könnt ihr diese Reizwörter-Idee bei euch in den Blogs gerne weiterspinnen.

 
*****

Scham und Schuld

Etwas müssen wir uns doch von unserer ständigen Scham erhoffen, etwas müssen wir uns doch von unseren steten Bitten um Verzeihung versprechen? Würden wir uns ständig schämen, würden wir uns immerfort schuldig fühlen, wenn wir davon nichts hätten? Und das Fremdschämen erst, was erwarten wir uns davon?

Ich schüttle das Sieb, die Fragen darauf sind hartnäckig. Sie passen nicht durch die Löcher, verkleben sie nur, bleiben hängen, lassen mich ohne Antworten zurück.
Im Becken darunter die Leere.
Leere.
Leer.
Mein Becken.

Schuld? Ent-schuld-igung heißt doch Nimm die Schuld von mir, die ich mir aufgeladen habe.
Die ich glaube, mir aufgeladen zu haben.
(Wieso lasse ich mir etwas aufladen? Bin ich es gar selbst, die auflädt und wieso? Und wieso fühle ich mich dir gegenüber schuldig?)

All diese Dinge, für die ich mich schäme.
Weil ich nicht gut genug bin.
Weil ich eine falsche Entscheidung getroffen habe.
Weil ich etwas nicht weiß.
Weil ich etwas nicht kann.
Weil ich etwas kann.
Weil ich mehr weiß und mehr kann, als andere.
Weil ich etwas getan habe. Etwas gutes vielleicht sogar.
Weil ich die bin, die ich bin.
Weil ich bin.
Weil ich.

Und dafür die Scham.
Die Schuldgefühle.
Dafür.
Deswegen.

Ich baue Schuldtürme aus Dingen. Aus Definitionen. Bald werde ich einen Kran brauchen.
Ich bin zu klein um die neuen Steine oben drauf zu legen.
Ich bin zu klein für meine Schuld.
Ich schäme mich dafür, dass ich so klein bin.
(Obwohl ich groß wäre, innendrin, aber niemand als ich weiß es.)
Ich schäme mich dafür. Darum ziehe ich schon wieder den Kopf ein. Wie immer.
Ich habe mich an die Scham gewöhnt.
Ich habe mich daran gewöhnt, an allem Schuld zu sein.
Ich lade mir die Schuld der Welt auf die Schultern. Immer mehr.
Ich breche zusammen.
Ich kann nicht mehr.
Endlich.
Ende der Schuld.
Scham stirb.

 

(Assoziatives Nachdenken über die Reizwortthemen Schuld und Scham)

„Zu“ ist doof.

Seit ich bei Twitter bin, habe ich einen neuen Weg entdeckt, Dinge auf die lange Bank zu schieben. Ich lese Twitter, wie ich einen Roman lese. Ich lese in den Gedanken der Menschen, in den geschönten, in den ungeschönten. Oft in traurigen, verzweifelten, manchmal sehr komisches, dann wieder zynisches, groteskes; Philosophisches und Wortspielereien auch. Ich mag es. Aber es ist anstrengend, denn mein Problem ist, dass ich hinter jedem Wort den Menschen spüre, der es geschrieben hat. Und dann will ich natürlich, dass es ihm oder ihr gut geht. Dann will ich aber auch wissen, wie es mit ihr oder ihm weitergeht. Ich mische mich lesend in viele Leben ein, nicht aktiv zwar, aber als Voyeurin.

Voyeurin | pic by 1.000.000 pictures
Voyeurin | pic by 1.000.000 pictures

Will ich das wirklich und ist das womöglich eine Flucht aus oder zumindest eine Ablenkung vor dem eigenen Leben? Mein nächstes Problem ist, dass ich (fast) alles und (fast) alle ernst nehme. Dass ich nicht „nicht betroffen“ sein kann, wenn ich etwas lese. Dass ich nicht „keine Meinung“ haben kann. Und dann dieser Traum heute Nacht.

Meine neue Arbeitsstelle. Eine Art Flüchtlingszentrum. Ein Mix aus Europa und Afrika. Wir Angestellten hatten ein Großraumbüro in einer alten zugigen Lagerhalle. Unsere Schreibtische standen zu einem Labyrinth aufgestellt und wirkten allesamt improvisiert, ziemlich versifft und waren staubig. Auf einer Seite der Halle war eine Fensterfront, der Raum war ansonsten eher dunkel und mit Neonlicht erleuchtet. Eine Art Tresen im Bereich der Türe war die Rezeption, ansonsten alles offen. Keine Schutzräume, keine Türen außer der Eingangstüre.

Unser Team bestand aus einer extrem enthusiastischen Chefin (die ich in echt nicht kannte) und aus ein paar ArbeitskollegInnen von früheren Arbeitsstellen. Wir fingen alle zusammen an, eröffneten das Zentrum. Ich saß am Schreibtisch vor meinem Laptop und wusste nicht so genau, was ich sollte. Woraus meine Arbeit bestand. Im Team waren L. und R., meine unliebste und meine liebste Arbeitskollegin bei meiner letzten Stelle. Sozialarbeiterinnen. Sie waren dort wegrationalisiert worden und hier gelandet.

In der nächsten Szene gingen wir durch Slums, die von der Architektur definitiv in der Schweiz waren (ich tippe mal auf Bern), wir waren umgeben von schwarz- und braunhäutigen Kindern, die noch kaum Schweizerdeutsch konnten. Wir redeten mit ihnen, sie mit uns. Keine Ahnung, was der Sinn dieser Gespräche war. Es war berührend und beklemmend zugleich.

Zurück im Büro. Die Chefin ist tot. Ich weiß nicht mehr genau, ob wir sie gefunden haben oder jemand anders. Auch war es offenbar nicht der erste Mord in unserm Umfeld. Was tun? Wir müssen uns neu organisieren, damit der Betrieb weiterlaufen kann, sagte L.. R. schlug vor, dass L. vorläufig den Laden leiten könnte. Seltsamerweise war L. in diesem Umfeld viel freundlicher als ich sie an meiner letzten Arbeitsstelle erlebt hatte. Sie war echter und ohne dieses giftige Misstrauen, das sie mir gegenüber immer an den Tag gelegt hatte.

Alle waren einverstanden. Ich weiß noch, dass ich dachte und wahrnahm, dass ich mich an diesem Ort wohlfühle. Weil wir alle zusammen neu angefangen haben.

Zugleich empfand ich ständig einen leichten Ekel über die ganze Schmuddeligkeit der Welt, des Büros, der Slums, den ich zum einen rational wegzufühlen versuchte und zum andern hätte ich am liebsten mal alles richtig geputzt, am liebsten die ganze Welt in Ordnung gebracht. Dieses Gefühl war sehr stark, dass ich die Welt retten musste. Im Beiboot die Hilflosigkeit, meine Lebensgefährtin seit immer.

Der Tod der Chefin löste bei niemandem von uns ein Drama aus. Es gehörte wohl einfach dazu, wenn man so lebte wie wir. Wir alle lebten gefährlich, jeder und jede von uns konnte der oder die nächste sein.

Ich arbeitete gerne dort und fühlte mich wohl, doch daneben hatte ich auch mein anderes Leben. Das dort war nur meine Arbeitsstelle. Nicht das, wonach ich hungerte: Das tun, was mir am meisten entspricht. Danach suche ich noch immer. Im Traum ebenso wie im echten Leben. Und eigentlich habe ich es gefunden, mein Leben. Nur kann ich davon nicht leben. Paradox.

Ob es damit zusammenhängt, dass ich alles zu ernst nehme?
Dass ich mich zu viel einlasse auf die Leben der andern?
Dass ich zu viel …

„Zu“ ist doof. Vergleichen auch. Eigenschaften zu Problemen umbenennen auch. Und überhaupt: Das Leben ist nicht ideal.

Wieso fallen mir in letzter Zeit keine guten Schlusssätze ein? Mist.

To do or not to do

Da heute ja angeblich Tag der schlechten Wortspiele ist, darf der Titel so. Ich habe nämlich keine Zeit, nach einem besseren zu suchen. Meine Liste ist lang, die Zu-tun-Liste, sie wächst täglich nach, schneller als weiße Haare, Zehennägel und Unkraut zusammen.

Was darauf schmerzlich fehlt, ist eine Nische für Kreatives, Unvorhergesehenes, für Surfen, für Lesen, für Kür. Und wohl darum fühle ich mich oft am Ende eines Arbeitstages ein bisschen unzufrieden mit meiner Leistung. Ich sehe manchmal nur, was ich alles nicht getan habe. Weil ich stattdessen vieles, was nicht auf der Liste steht, getan habe. Gesurft, geschrieben, gebloggt. Ich habe Zeit vertrödelt statt für Buisness, Geschäftsaufbau, Bewerbungen, Kohle scheffeln eingesetzt.

Wäre das auch ein Talent, dieses Andere-Dinge-tun, wäre ich sehr talentiert. Was mich an ein Gespräch denken lässt, das ich neulich mit Freundin R. geführt habe. Man muss wissen, dass R. viel liest und sich für vieles interessiert. Als Mutter und aus persönlichem Interesse hat sie viel über das Menschsein und -werden nachgedacht. Eben auch über Dinge wie Talente und dergleichen. Die Gehirnforschung hätte keinen Hinweis und keinen Beweise für das physische Vorhandensein von Talent gefunden, sagte sie. Man gehe heute eher davon aus, dass das, was wir als Talent wahrnehmen, eine Folge von Trainig oder Konditionierung sei. Ich werfe ein, dass mir in diesem Fall – sollte das stimmen – unklar sei, warum wir uns dann für gewisse Dinge und Themen interessieren, während uns andere überhaupt nicht ansprechen. In meinem Fall Sprache und Kunst. Ob denn gewisse Affinitäten nicht in unseren Genen seien oder sonst wo. Wieder zitiert sie, dass diese Dinge nicht nachweisbar seien. Gut, nachweisbar beweist für mich nicht wirklich ein Nichtvorhandensein. Was vor hundert Jahren nicht nachweisbar war, muss es heute nicht noch immer nicht sein. Oder in hundert Jahren. Darum wird ja geforscht.

Wir überlegen gemeinsam, warum ein Mensch zum Beispiel für Geschichten, für Texte, für Sprachen, für Bücher, für Kunst Affinitäten entwickelt, wie bei uns beiden. Die Kinder, die wir waren und noch immer sind, mochten und mögen Geschichten. Sie ließen und lassen uns aus dem nicht immer so tollen Alltag entfliehen. Ich habe ja schon als Dreivierfünfjährige Bildergeschichten, Comics mit und ohne Worte, gezeichnet. Und immer ist da die perfekte Familie drauf, meine Traumfamilie. Später dann Bilder und Geschichten von Traumfreundinnen. So, wie ich sie mir wünschte, nicht so, wie ich sie im echten Leben hatte. Da ich in diesen Ausdruckprozessen von meinem Umfeld bestärkt wurde – du zeichnest aber schön! du kannst aber schöne Geschichten schreiben! du hast aber viel Phantasie! –, habe ich eben weitergemalt, -gezeichnet, -geschrieben, gerne sogar und immer lieber. Talent? Training, sagt R. Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Nein, ich werde nicht heute weiter über Autodidaktik versus Diplome nachgrübeln. Dazu ist meine Zu tun-Liste zu lang. Dazu fehlt mir die Zeit.

Obwohl. Wenn es Häute regnet, geht alles. Aber nur Häute. Morgan nicht. Und ab sofort gibts auf meiner Liste auch den Punkt Wie es mir gefällt. Wenn ich schon mit Shakes Bier angeben will.

Followerpower

Diesmal habe ich eine technische Frage an euch und hoffe, dass jemand, der oder die hier mitliest, die Antwort kennt.

Klickcounter/Blogstatistik ist das Stichwort. Als WordPresserin kann ich ja auf unzählige Plugins für die Widgetleiste zugreifen, die es manchmal ähnlich auch für selbstgehostete Blogs gibt. Leider nicht immer. Oder doch?

Ich habe neulich testweise auf diesem Blog in meiner Seiten-/Widgetleiste den Klickcounter, der bei WordPress schlicht und einfach Blogstatistik heißt, eingefügt. Geht ja ganz einfach.

Genau das möchte ich nun im selbstgehosteten Blog einer Kundin auch tun. Nach vielen Recherchen und noch mehr Herumfragen haben wir nicht wirklich eine befriedigende Lösung gefunden. Es gibt zwar diverse Counter für einzelne Artikelklicks oder Seitenklicks und das mächtige Statistik-Tool Piwik, das aber für unseren Bedarf übers Ziel hinausschießt.

Kennt jemand von euch ein leicht zu installierendes Plugin, das quasi dem WP-Widget Blogstatistik entspricht? Und ja, es sollte auch die bereits erfolgten Klicks (also von Anfang an) mitzählen, also irgendwie Jetpack-kompatibel sein.

Als Finderlohn werden wir – Irgendlink, die Kundin und ich – uns etwas ausdenken. 🙂

Bitte meldet euch direkt per Mail bei mir: Kontakt.

Danke!!!